Von: luk
Brüssel – Das Europäische Parlament hat eine neue Verordnung für sogenanntes forstliches Vermehrungsgut verabschiedet. Ziel der neuen EU-Regelung ist es, die Aufforstung zu erleichtern, die Biodiversität zu stärken und Europas Wälder besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Wie der Südtiroler EU-Abgeordnete Herbert Dorfmann mitteilte, sollen mit der Verordnung die bisherigen Vorschriften für Samen und Jungbäume modernisiert und an die aktuellen Herausforderungen angepasst werden. Dorfmann war im Europäischen Parlament als Berichterstatter maßgeblich an der Ausarbeitung beteiligt.
Kernstück der neuen Regelung ist die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Marktes für forstliches Vermehrungsgut. Dadurch sollen Handelshürden innerhalb der EU abgebaut und die Verfügbarkeit von zertifizierten Samen und Jungbäumen verbessert werden.
Die Europäische Union verfolgt im Rahmen ihrer Waldstrategie das Ziel, bis 2030 mindestens drei Milliarden Bäume zu pflanzen. Laut Dorfmann brauche es dafür einen funktionierenden Markt und ausreichend hochwertiges Pflanzmaterial.
Die neue Verordnung sieht zudem strengere Regeln für Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit vor. Gleichzeitig sollen zusätzliche bürokratische Belastungen für Verwaltungen und Kontrollbehörden möglichst gering gehalten werden.
Nun sind die EU-Mitgliedstaaten gefordert: Gemeinsam mit der EU-Kommission müssen sie festlegen, wie künftig ein ausreichendes Angebot an Jungbäumen sichergestellt werden kann.





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