Von: mk
Meran – Die Gemeinde Meran leitet technische und wirtschaftliche Untersuchungen ein, um eine nachhaltige und realisierbare Lösung für die Sanierung und Aufwertung der ehemaligen AGIP-Tankstelle in der Piavestraße zu finden. Bürgermeisterin Katharina Zeller betont: „Das Gebäude hat einen bedeutenden architektonischen Wert.“
Die Zukunft der ehemaligen AGIP-Tankstelle in der Piavestraße, die seit etwa 20 Jahren aufgelassen ist, bleibt ein aktuelles Thema in der Meraner Kommunalpolitik.
„Wir sind fest entschlossen, dem Gebäude neues Leben einzuhauchen”, erklärte Bürgermeisterin Katharina Zeller heute auf der Pressekonferenz der Exekutive. „Angesichts der Bedeutung des Areals für das Stadtbild ist ein strukturierter Ansatz unbedingt erforderlich. Wir sind jedoch der Meinung, dass vor der Festlegung etwaiger Maßnahmen eingehendere Untersuchungen durchgeführt werden müssen“.
“Das Gebäude aus den 1950er Jahren, das vom Ingenieur Piero Richard nach einem Modell des Architekten Mario Bacciocchi entworfen wurde, befindet sich heute in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Nach dem Kauf der Immobilie durch die Gemeinde im Jahr 2016 zum Preis von 160.000 Euro und mit der Verpflichtung, eine öffentliche Nutzung zu gewährleisten, wurden verschiedene Lösungen in Betracht gezogen”, so Vizebürgermeister Nerio Zaccaria.
„Das Gebäude hat einen hohen architektonischen Wert, daher lehne ich einen Abriss und Neubau ab. Meiner Meinung nach eignet sich das Gelände nicht für Wohnzwecke, insbesondere aufgrund der Nähe zum bestehenden Wohngebäude, was ein solches Projekt zusätzlich erschweren würde. Hinzu kommen erhebliche finanzielle Herausforderungen: Neben den hohen Sanierungskosten ist auch eine kostspielige Sanierung des gesamten Geländes erforderlich. Eine Sanierung, die im Falle eines Abrisses und eines anschließenden Neubaus zu Wohnzwecken noch aufwändiger und kostspieliger für die Gemeindekasse wäre“, hob Zeller hervor.
„Wir möchten das Projekt zügig angehen, jedoch ist dies eine Frage der Finanzierung, da wir auch viele andere wichtige Projekte realisieren müssen. In Absprache mit den zuständigen Landesämtern planen wir nun eine Reihe von eingehenden technischen und wirtschaftlichen Analysen, um eine solide Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Ziel ist es, in den kommenden Monaten verschiedene Optionen vergleichbar zu machen und eine langfristig nachhaltige Nutzung für die Gemeinde Meran zu entwickeln. Parallel dazu werden wir die Möglichkeit einer europäischen Finanzierung prüfen.“
„Wir sind natürlich offen für Vorschläge von Privatpersonen und Vereinen, wie beispielsweise den, den uns Kunstmeran kürzlich unterbreitet hat, das Gebäude zu renovieren und es als öffentlichen Ausstellungsraum für die Präsentation von Architekturwettbewerben, für die Organisation von Workshops zum Thema nachhaltige Stadtentwicklung und im Allgemeinen zur Vermittlung von Baukultur zu nutzen“, erklärte Zeller.




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