Von: APA/dpa
In der westukrainischen Großstadt Lwiw ist es örtlichen Medienberichten zufolge zu einer Serie von Explosionen gekommen, bei denen mindestens eine Polizistin getötet und weitere Sicherheitskräfte verletzt wurden. “Das war ein Terroranschlag. Nach jetzigem Stand wurden 14 Opfer ins Krankenhaus gebracht”, wurde Bürgermeister Andrij Sadowyj vom Nachrichtenportal “Kyiv Independent” zitiert. Näheres zu den mutmaßlichen Hintergründen des Vorfalls teilte er zunächst nicht mit.
Laut einem Reporter hatten sich die Explosionen kurz nach Mitternacht ereignet. Das Portal zitierte eine Mitteilung der ukrainischen Nationalpolizei, wonach die Sicherheitskräfte zunächst wegen eines Notrufs zum vermeintlichen Einsatzort geeilt seien. Nach ihrer Ankunft dort seien dann mehrere Explosionen ausgelöst worden, nicht alle Polizisten hätten überlebt. Bürgermeister Sadowyj sprach demnach von einer getöteten Polizistin.
Die Region Lwiw liegt im Westen der Ukraine an der polnischen Grenze. Die gleichnamige Stadt ist nur etwa 50 Kilometer Luftlinie vom EU-Gebiet entfernt.
Russische Attacke auf Oreo-Fabrik
Unterdessen attackierte Russland laut ukrainischen Angaben eine Oreo-Keksfabrik in der Ostukraine mit einer Rakete. Es habe keine Toten gegeben, jedoch sei ein Produktionsgebäude beschädigt worden, schrieb Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X.
“Wenn russische Raketen solche Orte treffen, zielen sie nicht nur auf die Ukraine. Sie richten sich gegen amerikanische Geschäftsinteressen in Europa.” Die Anlage in Trostjanez gehört dem US-Konzern Mondelez und war bereits 2022 schwer beschädigt worden. Eine Stellungnahme von Mondelez und dem Kreml liegt zunächst nicht vor.




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