Tyler Robinsons Mitbewohner sagt per Video vor Gericht aus

Fall Charlie Kirk: Angeklagter zeigte laut Mitbewohner Reue

Donnerstag, 09. Juli 2026 | 22:19 Uhr

Von: APA/dpa

Der nach dem tödlichen Angriff auf den rechten US-Aktivisten Charlie Kirk angeklagte Tatverdächtige Tyler Robinson hat laut seinem Mitbewohner am Tag nach der Tat Reue gezeigt. Das sagte Robinsons Mitbewohner in einer Videoaufnahme aus, die vor Gericht in Provo im US-Staat Utah gezeigt wurde. Robinson muss sich derzeit in einer Vorverhandlung verantworten, in der die Beweislage geprüft wird. Kirk war am 10. September 2025 auf einem Uni-Campus in Utah erschossen worden.

Ziel ist es festzustellen, ob hinreichender Verdacht für die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den 23-Jährigen besteht. Robinson ist unter anderem wegen Mordes angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe.

Der Mitbewohner sagte nun aus, er habe Robinson am 11. September 2025 im gemeinsamen Zuhause angetroffen. Robinson sei in der Wohnung “viel herumgelaufen”. Er begann laut Gerichtsaussage des Mitbewohners zu weinen, “und er sagte, er wünschte, er hätte es nicht getan”. Dann sei er weiter herumgelaufen und “hat einfach Sachen gemacht – ich glaube, um sich abzulenken”.

Im Detail habe der Tatverdächtige nicht über die Tat gesprochen. Er habe allerdings bestätigt, dass seine Aussagen vom Vorabend wahr seien. Am Vorabend hatten Robinson und sein Mitbewohner sich in Textnachrichten über die Tat ausgetauscht.

Mitbewohner: Robinson hatte Kirks “Hass” satt

In der Anhörung wurden auch jene Chatnachrichten gezeigt, die Robinson und sein Mitbewohner nach der Tat ausgetauscht hatten. In einer Nachricht fragte Letzterer, wie vor Gericht verlesen wurde, warum Robinson “es getan” habe. Dieser antwortete: “Ich hatte genug von seinem Hass. Manchen Hass kann man nicht wegverhandeln.”

Kirk war am 10. September 2025 erschossen worden, als er auf einem Uni-Campus im US-Staat Utah im Freien gesprochen hatte. Kirk machte sich als Verfechter der Meinungsfreiheit einen Namen. Mit seiner Organisation Turning Point USA besuchte er Hochschulen und forderte Studierende – vor allem solche mit anderer politischer Haltung – zur Debatte heraus.

Kritiker warfen ihm rassistische, homophobe, transfeindliche und sexistische Ansichten vor. Kirk unterstützte US-Präsident Donald Trump in dessen Wahlkampf und war ein einflussreicher Vertreter von dessen Bewegung “Make America Great Again” (MAGA).

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