Kritik der Freiheitlichen

FH: „Wipptaler schon wieder ohne Hausarzt“

Dienstag, 10. Juli 2018 | 11:31 Uhr

Sterzing – “Die SVP-Landesregierung hat mit der Gesundheitsreform nicht nur für die Ärzte an den Krankenhäusern den Arbeitsplatz unattraktiver gemacht, sondern auch für die Hausärzte wurde jeglicher Anreiz für eine Praxis in der Peripherie genommen”, so Heidi Sparber von den Freiheitlichen. „Jüngst wurde in Sterzing deutlich, wie brisant die Lage bei den Hausärzten ist. Am Montag, dem 2. Juli 2018, warteten am Schalter des Sanitätsbetriebes in Sterzing hunderte Bürger, welche sich wieder nur um eine provisorische Hausarztwahl bemühen mussten. Dies wurde nach dem Abgang von Frau Dr. Berta Marcher notwendig, da etwa 1.200 Patienten im Wipptal ohne Hausarzt dastanden“, erörtert die freiheitliche Bezirkssprecherin des Wipptals, Heidi Sparber.

„Nach nur einem Jahr musste Frau Dr. Berta Marcher den Gesundheitssprengel Wipptal verlassen, da sie nur einen provisorischen Auftrag für das Wipptal hatte, nachdem Dr. Wilhelm Seppi in den Ruhestand getreten ist“, erklärt Sparber. „Dasselbe Chaos wie vor einem Jahr wiederholte sich für die Wipptaler, als Dr. Wilhelm Seppi in den Ruhestand ging. Nun stehen wiederum viele Bürger ohne Hausarzt dar“, hält Sparber fest.

„Die Patienten von Frau Dr. Berta Marcher wurden vor ca. zwei Wochen mittels eines Schreibens von Seiten des Sanitätsbetriebes in Kenntnis gesetzt, dass eine neuerliche Hausarztwahl getroffen werden müsse. Die erneute Wahl wäre ab 2. Juli möglich gewesen. Hinzu kommt, dass die Schreiben nicht an alle Patienten von Frau Dr. Berta Marcher geschickt wurden. Auch ich habe kein entsprechendes Schreiben bekommen, sodass ich zusammen mit meinem 13-jährigen Sohn ohne Hausarzt dastehe“, kritisiert die freiheitliche Bezirkssprecherin.

„Nicht nur den Abbau bzw. die Schließung der einzelnen Abteilungen in den ländlichen Krankenhäusern hat unsere SVP-Landesregierung zu verantworten, sondern auch die unzureichende Hausarztversorgung. Für die Südtiroler Gesundheitsversorgung besteht dank dieser Landesregierung die höchste Gefahr“, betont Heidi Sparber abschließend.

Von: luk

Bezirk: Wipptal

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