Von: mk
Bozen – Vor dem Bozner Schwurgericht hat der Prozess gegen einen 40-jährigen Südtiroler begonnen, dem schwerster sexueller Missbrauch an seinem neugeborenen Sohn sowie die Produktion und Verbreitung von Kinderpornografie vorgeworfen wird. Nachdem ein erstes Urteil wegen eines Formfehlers aufgehoben wurde, muss der Fall nun neu verhandelt werden.
Der Mann, der vor Gericht anwesend war, ist derzeit im Gefängnis in Trient untergebracht, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Der Fall kam durch einen Hinweis US-amerikanischer Behörden ins Rollen, die kinderpornografisches Material auf der Plattform TikTok identifiziert hatten.
Die italienische Postpolizei konnte die Spuren zu dem Angeklagten zurückverfolgen, der daraufhin festgenommen wurde. Dem Mann wird vorgeworfen, zwischen 2020 und 2023 insgesamt zwölf Videos und zwei Fotos produziert zu haben, die den Missbrauch seines Sohnes dokumentieren. Die Untersuchung wird von der Trientner Staatsanwaltschaft geleitet.
In einem ersten Verfahren vor dem Landesgericht Bozen war der Mann bereits im Rahmen eines verkürzten Verfahrens zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren verurteilt worden. Sein Verteidiger, Giuseppe Pontrelli, focht dieses Urteil jedoch erfolgreich vor dem Kassationsgerichtshof an. Die Begründung: Aufgrund der Schwere der Tatbestände liegt die Zuständigkeit nicht bei einem Richterkollegium, sondern beim Schwurgericht
Im Zuge der Anhörung wurden zwei Polizisten als Zeugen einvernommen. Die nächste Verhandlung vor dem Schwurgericht ist für den 6. März angesetzt.




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