"Südtirol muss umgehend politische Maßnahmen setzen"

Freiheitliche: “Flüchtlingswelle über den Brenner droht”

Donnerstag, 02. April 2026 | 17:02 Uhr

Von: luk

Brenner – Ab dem 12. Juni 2026 gilt der verschärfte EU-Asylpakt. Die österreichische Bundesregierung hat Ende März die Umsetzung mit dem „Asyl- und Migrations-Anpassungsgesetz“ beschlossen. Es handle sich um die größte fremdenrechtliche Novelle seit über 20 Jahren sowie um eine massive Verschärfung im asyl- und fremdenrechtlichen Bereich, so Roland Stauder von den Freiheitlichen.

“Auf Südtirol werden gravierende Konsequenzen zukommen. Österreich plant, Flüchtlinge in das Ersteinreiseland abzuschieben. Dabei wird es sich in vielen Fällen um Italien handeln. Konkret bedeutet das, dass Flüchtlinge mit Aufenthaltsland Österreich am Brenner abgesetzt werden“, so der Obmann der Freiheitlichen, die in Südtirol in der Regierungskoalition sind.

“Während in Südtirol über 94 Flüchtlingsfamilien, die derzeit in Bozen wohnen, diskutiert wird, kommt eine massive Flüchtlingswelle aus Österreich auf Südtirol zu. Hier wird es Lösungen auf europäischer Ebene brauchen.” Südtirol müsse umgehend auf politischer Ebene mit Rom und Wien an Lösungen arbeiten. Es sei für Südtirol absolut untragbar, wenn Österreich Flüchtlinge am Brenner absetze. “Es ist dringend eine EU-Flüchtlingspolitik mit sicheren Außengrenzen und Abschiebezentren außerhalb Europas umzusetzen, so Roland Stauder”, Obmann der Freiheitlichen.

“Jetzt sind politische Maßnahmen gefragt, die greifen, und zwar auf gesamteuropäischer Ebene. Es sind Gespräche und Verhandlungen mit Wien, Rom und Brüssel erforderlich”, so die Freiheitlichen abschließend in einer Aussendung.

Bezirk: Bozen

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