Von: mk
Bozen/Rom – Gleich mehrere Beschlüsse zur Umsetzung des nationalen Aufbauplans PNRR im Gesundheitsbereich hat die Landesregierung am 12. Juni gefasst. Im Mittelpunkt steht ein klares Ergebnis, und zwar, dass die mit dem Gesundheitsministerium vereinbarten und vom Land Südtirol nachverhandelten Ziele innerhalb Mai erreicht wurden.
Wichtige Gesundheitsdienste geschaffen
“Wir haben die vereinbarten PNRR-Ziele nicht nur erfüllt, sondern vor allem konkrete Verbesserungen für die Menschen umgesetzt. In den Gemeinschaftshäusern bekommen Menschen schnell Hilfe und zusammen mit den Gemeinschaftskrankenhäusern entlasten diese die Spitäler und vernetzen die Dienste besser”, zeigt sich Gesundheitslandesrat Hubert Messner zufrieden.
Konkret sind sieben Gemeinschaftshäuser in Betrieb, und zwar Brixen, Klausen, Bozen (Loew-Cadonna), Naturns, Innichen, Mals und Leifers. Parallel dazu gingen zwei Gemeinschaftskrankenhäuser in Bozen und Meran in Betrieb.
Mit den Beschlüssen stellt die Landesregierung formell fest, dass die PNRR‑Ziele der Mission 6 “Gesundheit” fast vollständig erreicht sind. Grundlage dafür sind unter anderem die abgeschlossenen Bauarbeiten, die aktivierten Pflichtleistungen und die Einhaltung aller Vorgaben.
Erst mit dieser formellen Anerkennung kann die Zielerreichung gegenüber dem Gesundheitsministerium in Rom im vorgesehenen Monitoringverfahren bestätigt werden und die Auszahlung der entsprechenden Mittel erfolgen.
Gemeinschaftshäuser als direkte Anlaufstellen bei Gesundheitsproblemen
Ein Gemeinschaftshaus ist eine Weiterentwicklung des vorigen Gesundheits- und Sozialsprengels. Dort arbeiten nun Ärztinnen und Ärzte, Pflege und soziale Dienste zusammen. Menschen können dort gesundheitliche und soziale Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Dazu zählen unter anderem die Betreuung chronischer Erkrankungen, pflegerische Leistungen, Präventionsangebote sowie soziale und psychologische Beratung. Bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden stehen zudem die Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten zur Verfügung. Die sieben nun eröffneten Häuser sind Teil eines größeren Ausbaus: Insgesamt sollen bis 2028 laut Gesundheitsressort zwölf Gemeinschaftshäuser in ganz Südtirol, also auch noch jene in Bruneck, Sterzing, Meran, Neumarkt sowie das zweite in Bozen, in Betrieb sein. Mir weiteren Beschlüssen wir die Landesregierung die noch folgenden Projekte formell zu bestätigen.
Gemeinschaftskrankenhäuser versorgen zwischen Krankenhaus und Betreuung daheim
“Mit den Gemeinschaftskrankenhäusern schließen wir eine wichtige Lücke zwischen der Akutversorgung im Krankenhaus und der Betreuung zu Hause. Patientinnen und Patienten erhalten hier die notwendige Unterstützung, die sie in einer Übergangsphase benötigen, ohne dafür ein Akutbett zu belegen”, erklärt Messner. Bis 2028 soll auch das Gemeinschaftskrankenhaus Neumarkt entstehen.




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