Stellungnahme vom Team Köllensperger

Geschäftsöffnungszeiten: “Ein Fall für mehr Autonomie und mehr Demokratie”

Freitag, 14. September 2018 | 18:34 Uhr

Bozen – Die Geschäftsöffnungszeiten seien ein Fall für mehr Autonomie und mehr Demokratie erklärt das Team Köllensperger in einer Aussendung. Die Regierung Conte plant, die von der Regierung Monti durchgesetzte Liberalisierung der Öffnungszeiten der Geschäfte einschließlich Sonntagsöffnung zu revidieren.

“Diese haben einerseits nicht zum gewünschten Wirtschafts- und Arbeitsplatzwachstum geführt, weil das Einkaufen nur zeitverlagert wird. Andererseits haben sie erhebliche Mehrbelastungen der Handelsangestellten und der kleinen und mittleren Handelsbetriebe verursacht. Von der Sonntagsöffnung profitieren vor allem die großen Handelsketten und Supermärkte. Viele kleine Geschäfte werden als Familienbetriebe geführt. Für sie und ihre Mitarbeiter ist die Sonntagsöffnung sehr belastend. Mit der Liberalisierung der Öffnungszeiten gerät der Sonntag immer mehr in Gefahr, reines Konsumevent in Shoppingmalls zu werden, während der Zeitwohlstand eines einkaufsfreien Tags für Familie und Gemeinschaft, für Natur und Kultur verloren geht”, heißt es vom Team Köllensperger.

“Um eine Lösung in breitem Konsens mit der Bevölkerung zu finden, soll Italien sich ein Beispiel an der Schweiz nehmen. Dort sind die Ladenöffnungszeiten Sache der Gemeinden und Kantone, um möglichst auf die örtlichen Gegebenheiten Rücksicht nehmen zu können. In der Schweiz sind die Geschäfte am Sonntag in der Regel geschlossen, mit einigen Ausnahmen für Bahnhöfe und tourismusintensive Gemeinden. Die meisten Kantone erlauben eine Öffnungszeit bis maximal Samstag 18.00 Uhr. In mehreren Kantonen sind Volksinitiativen zur Ausdehnung der Öffnungszeiten vom Volk abgelehnt worden. Italien sollte diese Zuständigkeit auf die Regionen übertragen werden, zumindest aber auf die Regionen mit Sonderstatut”, heißt es weiter.

Das TEAM KÖLLENSPERGER schlägt vor, in diesem Bereich mehr Autonomie und Demokratie walten zu lassen. Das Land soll, im Rahmen der primären Zuständigkeit für den Handel, die Öffnungszeiten nach dem Bedarf und Wunsch der Südtiroler festlegen können. “Dann können über die bestehenden Instrumente für direkte Demokratie -Volksbegehren oder Volksinitiative- die Präferenzen der Bevölkerung ermittelt werden. und die Menschen könnten selbst entscheiden, ob der Sonntag einkaufsfreier Tag zugunsten der Familien und Arbeitnehmerinnen bleiben soll.”

Von: luk

Bezirk: Bozen

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1 Kommentar auf "Geschäftsöffnungszeiten: “Ein Fall für mehr Autonomie und mehr Demokratie”"


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herbstscheich
herbstscheich
Superredner
6 Tage 13 h

was er abe wirklich will – –  von dem steht da gar nix..

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