Projekt 'Re.Start'

Glücksspielsucht: Gemeinde setzt auf Kontrollen und Prävention

Donnerstag, 21. Februar 2019 | 12:23 Uhr

Meran – Statistisch gibt jeder Meraner Bürger 3.400 Euro im Jahr für das Glücksspiel aus. Um dieses Phänomen und seine negativen Auswirkungen einzudämmen, hat die Stadtverwaltung die Kontrollen über die Einhaltung der Glücksspielgesetze verschärft und gleichzeitig auch zahlreiche Initiativen zur Sensibilisierung verschiedener Zielgruppen unterstützt.

“Die jüngsten Medienberichte zur Spielsucht in der Stadt Meran sind alarmierend. Das zwanghafte Spielen stellt leider auch hier bei uns ein gesellschaftliches Problem dar, weil es vor allem die sozial Schwächeren in seinen Banne zieht, das heißt Senioren und Jugendliche. Beunruhigend ist auch die Tatsache, dass es relativ einfach ist, in eine Spielsucht zu rutschen. Alles kann ja ganz harmlos mit einem Rubbellos oder in der virtuellen Welt anfangen”, betonte Vizebürgermeister Andrea Rossi.

“2017 haben wir unsere Aufmerksamkeit auf die Jugendlichen gerichtet. Im Vorjahr haben wir hingegen in Zusammenarbeit mit den Stadtviertelkomitees Sensibilisierungsprojekte unterstützt, um möglichst viele BürgerInnen zu erreichen”, erklärte Rossi.

Um diese Projekte umzusetzen, hat die Gemeindeverwaltung die wertvolle Erfahrung und die Beratung institutioneller Partner (Forum Prävention, Dienst für Abhängigkeitserkrankungen, Verein Hands) in Anspruch genommen.

“In Zusammenarbeit mit dem Forum Prävention und mit dem Dienst für Abhängigkeitserkrankungen konnten wir 2018 in Meran die den Jugendlichen gewidmete Werkstatt/Ausstellung Wir machen dein Spiel organisieren. Zusammen mit den Fachleuten vom Kompetenzzentrum für Abhängigkeitserkrankungen von Alkohol, Medikamenten und pathologischem Glücksspiel ‘Hands’ wurde das Projekt Re.Start ins Leben gerufen. Dabei haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Onlus-Vereins über 100 Stunden Sensibilisierungsarbeit in den Meraner Stadtvierteln geleistet”, hob Rossi hervor.

Aufklärung zu diesem Thema wurde auch anlässlich verschiedener Veranstaltungen in den Stadtvierteln angeboten, wobei kleine Gebrauchsgegenstände wie etwa Tischsets oder Kinderrucksäcke – versehen mit Slogans zur Prävention der Spielsucht – verteilt wurden.

“Wir werden der Vorbeugung der Spielsucht weiterhin unsere Aufmerksamkeit schenken und weitere Aktionen planen und durchführen, um die Bürgerinnen und Bürger umfassend über dieses Phänomen zu informieren”, so Rossi.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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2 Kommentare auf "Glücksspielsucht: Gemeinde setzt auf Kontrollen und Prävention"


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Tabernakel
1 Monat 4 Tage

Wenn der Staat das Angebot nicht begrenzt…

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
1 Monat 3 Tage

all jene die “ungebremst” ins eigene Unglück rennen – die kann niemand aufhalten – –

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