Grüne fordern Schulterschluss mit Landwirtschaft

Grüne: “Bienensterben ist keine Privatsache”

Freitag, 13. Juli 2018 | 16:30 Uhr

Vilpian – Der Fall des Bienensterbens in Vilpian, der vom Besitzer der Bienenstöcke zur Anzeige gebracht wurde, wirft laut den Grünen viele Fragen auf.

“Sie sind an sich nicht neu. Schon seit Längerem weisen Imker in Südtirol auf erhöhtes Bienensterben hin. Auch die grüne Landtagsfraktion und Gemeinderäte werden immer wieder mit diesem Thema konfrontiert. 2017 kam die Bestätigung auch vom Versuchszentrum Laimburg. Mit der Apistox-Studie wurde bestätigt, dass ein Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Obstbau und dem Auftreten von Anomalien an Bienenvölkern besteht. Damit wurde der Verdacht der Imker untermauert. Manfred Wolf, Projektleiter von APISTOX an der Laimburg, sagte bei der Vorstellung der Studie klar und deutlich, dass einerseits eine erhöhte Sterblichkeitsrate zu Momenten mit vermehrtem Einsatz von bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln beobachtet  worden sei. Außerdem sei festgestellt worden, dass die Volksentwicklung zum Teil hinter den Erwartungen zurückbleibe und dass es aufgrund der massiven Behandlung innerhalb kurzer Zeiträume praktisch unvermeidbar sei, dass mehr Bienen sterben. Dass nun Imker tatsächlich zu solch drastischen Mitteln wie Strafanzeigen greifen müssen, zeigt die Dramatik der Sachlage in der ganzen Breite auf”, so die Grünen.

In Südtirol gibt es über 37.000 Bienenvölker und rund 460 Wildbienenarten, von denen sich drei Viertel auf Kulturflächen und nicht in Naturräumen finden. Im Vergleich zu anderen Ländern weist Südtirol eine sehr hohe Bienendichte auf. “In einer grünen Landtagsanfrage wurde dem Thema nachgegangen und die Antwort von Landesrat Schuler verweist auf die Verantwortung der Imker: „Bei den landwirtschaftlichen Kulturen treten rund um die Blütezeit gefährliche Schadorganismen auf, die unabhängig von der Wirtschaftsweise gezielt mit Pflanzenschutzmitteln bekämpft werden müssen, um schwerwiegende Ertragsausfälle abwehren zu können. Trotz aller Vorschriften und Vorsichtsmaßnahmen bei der Ausbringung dieser Mittel kann ein gewisses Restrisiko nicht ausgeschlossen werden. Um auch dieses Restrisiko zu vermeiden, müssten die Bienenstöcke außerhalb des Intensivobstbaues aufgestellt werden. Pflanzenschutzmittel werden zudem nicht nur in der Landwirtschaft eingesetzt, sondern auch im außerlandwirtschaftlichen Bereich (z.B. im öffentlichen Bereich und in Privatgärten). Um ganz sicher zu gehen, kann der Imker ein präventives Risikomanagement betreiben und den Pollen auf etwaige Rückstände untersuchen lassen.“ Wenn auch sicher die Verantwortung für ein Bienenvolk beim Imker liegt, so ist die Bienengesundheit keineswegs Privatsache, sondern eine Angelegenheit der Allgemeinheit. Zu wichtig sind Bienen für die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion für die gesamte Gesellschaft. Die Aufforderung ergeht an den Landesrat und die Landwirtschaftsvertretungen, hier gemeinsame Sache zu machen. Das Thema und die auftretenden Probleme dürfen nicht marginalisiert werden, indem man sich auf einzelne Entgleisungen hinausredet”, so die Grünen.

“Es braucht einen Schulterschluss von Landwirtschaft, Imkerei und KonsumentInnen, wenn es weiterhin genügend Bienen (und somit Ernährungssicherheit) im Lande geben soll”, heißt es abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "Grüne: “Bienensterben ist keine Privatsache”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
So sig holt is
So sig holt is
Tratscher
4 Tage 22 h
“Es braucht einen Schulterschluss von Landwirtschaft, Imkerei und KonsumentInnen, wenn es weiterhin genügend Bienen (und somit Ernährungssicherheit) im Lande geben soll” stimmp, lei werrt momentan eher mit die finger af anond gezoag und von olle seiten sochen unterstellt, als mitanond vernünftig zu reden… viele bauern sein stur, hel isch richtig, ober es sein a genua nichtbauern wos a grind wia a betonmauer hoben und kuan cm af an ondern zua gian… wenn donn miassen olle mitanond a Lösung finden und jeder muas in jeweilig onderen und seine Tätigkeit respektieren.. ober so wias iaz isch, geat sowieso nix weiter wenn jeder… Weiterlesen »
Igor
Igor
Tratscher
4 Tage 18 h

…..”miteinander reden” ist leider etwas zu wenig und hilft weder den Bienen noch den Imkern weiter. Es braucht gezielte Maßnahmen zum Schutze der Bienen und gezielte, saftige Strafen für die Nestbeschmutzer im Bauernstand. Beim “miteinander Reden” wird leider die Thematik so lange verharmlost, bagatellisiert und verwässert, bis sich die Aufregung wieder legt um dann getrost im gleichen Stil weiterzumachen. Schulers politische Handlungsstrategie macht Schule😉

So sig holt is
So sig holt is
Tratscher
4 Tage 17 h
@Igor genau des muan i.. reden im sinne von sinnvollen lösungen finden, de in olle awia guat geat sollen nix bringen? wos soll man donn tian?? es gib genaue Regelungen wia es Bienenverbot, des a strickt einzuholten isch und wos wia huier sogor ca 1 woch noch dr Blüte no wor… und strofen gibs a schun de nit ohne sein.. der gonze puff wia in mols zb sig man jo wo de auf druck und hauruck gmochten sochen hinführen! nämlich zu a gespaltenen Gesellschaft in der Gemeinde und a hin und her gehetzte zwischen die Fronten.. wem brings wos? niamend…… Weiterlesen »
So sig holt is
So sig holt is
Tratscher
4 Tage 17 h
@Igor genau des muan i.. reden im sinne von sinnvollen lösungen finden, de in olle awia guat geat sollen nix bringen? wos soll man donn tian?? es gib genaue Regelungen wia es Bienenverbot, des a strickt einzuholten isch und wos wia huier sogor ca 1 woch noch dr Blüte no wor… und strofen gibs a schun de nit ohne sein.. der gonze puff wia in mols zb sig man jo wo de auf druck und hauruck gmochten sochen hinführen! nämlich zu a gespaltenen Gesellschaft in der Gemeinde und a hin und her gehetzte zwischen die Fronten.. wem brings wos? niamend…… Weiterlesen »
So sig holt is
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Tratscher
4 Tage 17 h
@Igor genau des muan i.. reden im sinne von sinnvollen lösungen finden, de in olle awia guat geat sollen nix bringen? wos soll man donn tian?? es gib genaue Regelungen wia es Bienenverbot, des a strickt einzuholten isch und wos wia huier sogor ca 1 woch noch dr Blüte no wor… und strofen gibs a schun de nit ohne sein.. der gonze puff wia in mols zb sig man jo wo de auf druck und hauruck gmochten sochen hinführen! nämlich zu a gespaltenen Gesellschaft in der Gemeinde und a hin und her gehetzte zwischen die Fronten.. wem brings wos? niamend…… Weiterlesen »
So sig holt is
So sig holt is
Tratscher
4 Tage 12 h

hoppla do isch wos folsch gongen 😂

Staenkerer
4 Tage 6 h
i bin mit der zusammensetzung der sprizmittl nit bewondert, gea ober davon aus das es do a für tier und mensch schädliche und weniger schädliche gib de ober de gleiche wirkung hobn? wenn jo, nor sollte kraft unsrer supperautonomie, de preiße der gfährlichen horrende ansteign (aber wirklich enorm) und de weniger gfährlichen oder bio mit der gleichn wirkung im preis sinkn, sodass es für de bauern a anreiz isch zu de billigeren mittel (de preißspanne muß demendsprechend sein) zu greifn oder mit den sauteueren sparsam umzugien! do es jo ollm um geld geat könnte des a weg sein de umstrittensten… Weiterlesen »
Staenkerer
4 Tage 5 h
@So sig holt is jo, du hosch recht, de molsner methoden sein nit sinnvoll und führen lei zu dorfstreitereien und denunziantentum! mitanond redn isch ollm guat, nur treffn do parteien aufanonder von de de oane, de bauern wissn wos se im spritzponzn hobn und wie gut dossiert und de ondre, nichtbauern, des glabn müßen weil se es nit nochprüfen können! fahlt amoll es vertrauen führt des gespräch ins leere, und bold sein mir soweit! auf der oan seite gibs panikmoche und vorfälle wie in vilpian mochts nit besser, auf der ondern seite gibs vielen vernünftige bauern de auf den gebiet… Weiterlesen »
Tobi
Tobi
Neuling
4 Tage 4 h
@Staenkerer Es Problem isch, dass nicht bienengefährliche Lausmittel seit kurzem a wärend dr Blüte verboten sein. Wohrscheinlich um Polemiken vorzubeugen, dass a insektizid in die blüte gspritzt werd. Sell mittel isch a tuirer als es bienengfahrliche. Lei werd iats die zeitsponne wo nix getun werdn konn long wesholb sich die Laus aufbauen konn. Es imidiacloprid wos fir die bienen giftig isch, isch ob negstes johr im freilond verboten, drfiar werd ober a nuies a bienengiftiges mittel afn morkt kemmen. Vielleicht net so giftig wia es olte ober olm no giftig genua dr biene zu schoden. Und es hetzige isch, des… Weiterlesen »
Staenkerer
3 Tage 23 h

@Tobi jo do gib i dir recht! das es ohne spritzn nit geat isch mir klor, das, wie du sogsch, de chemiekonzerne es ausnutz neue, weniger “giftige” spritzmittel no teurer zu verkafn isch nachvollziehbar, bleibat no de lösung das do es lond eingreift und de “harmlosesten” (wenns de überhaupt gib) gut bezuschußt, de wieniger no a bisl und der agresivsten no verteuert, also belohnung vom lond fürs umsteign aufs “mildeste” mittel! war a anreiz und amoll a beiteog von de olle profitiern!

nobody
nobody
Tratscher
4 Tage 21 h

Do hobn die Grünen mal wirklich Recht!

typisch
typisch
Universalgelehrter
4 Tage 16 h

ausnahmsweise

traktor
traktor
Universalgelehrter
4 Tage 19 h

dai griana.
wegn einem schwarzen schaf alle in einen topf werfen…
typisch

peterle
peterle
Superredner
4 Tage 16 h

Und hier geht es um die Gesungeit Aller. An den Pranger im Sinne von medialer Präsens der schwarzen Schafe. Nur so sind gewisse Dinge in den Griff zu bekommen.

rota
rota
Grünschnabel
4 Tage 20 h
Die Obstbauern  behandeln ihre Apfelanlagen mit verschiedenen Cocktails an PSM. Es wird auch gegen Besenwuchs und Feuerbrand vorgegangen. Bienen verbreiten durch ihre Bestäubungsarbeit auch viele Erreger und sind auch wegen der medialen Sensibilität für die Apfelbarone immer wieder ein Reiz -Thema.  Ich rate den Imkern, gleich wie im europäischen Ausland, Bestäubungsprämien  zu kassieren. Im Bodenseeraum werden auch gut und gerne 95€ für 2 Wochen pro Volk bezahlt. Hier betteln die Imker um die Völker in die Apfelblüte  zu stellen.  Imker können die Intensiv Kulturen mit PSM Einsatz meiden.- Weniger ist in diesem Falle mehr.  Oder nur gegen Entgelt hinstellen denn… Weiterlesen »
So sig holt is
So sig holt is
Tratscher
4 Tage 18 h

und wos isch wenn iber 3/4 von die imker Bauern oder Nebenerwerbsbauern sein?? sollen sie ihre bienen in ihmene eigenen wiesen nimmer inni stellen? die imker kannten logisch a geld verlogen, wundert mi sogor dass sie hel nit tian. Folls niamend mear di bienen in die wiesen stellen tat, richten sich die bauern, de nit selber schun ihre hoben, holt eigene

SilviaTierfreund
SilviaTierfreund
Grünschnabel
4 Tage 16 h

@rota na hilfeee🙈🙈es geat do decht net ums geld sondern uns Überleben der Bienen hiiiilfe Niveau

Sun
Sun
Tratscher
4 Tage 17 h

Jammert nicht rum, geht mit gutem Beispiel voran und fördert die ökologische Anbauweise, indem ihr bewusster einkauft!
Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt, nicht dummes Geschwätz.

Paul
Paul
Universalgelehrter
4 Tage 19 h

auch bei den vielen Fischsterben im Lande sind immer die gleichen Verursacher ! Ist eben noch so

typisch
typisch
Universalgelehrter
4 Tage 16 h

kormoran und fischreier?

Tobi
Tobi
Neuling
4 Tage 7 h
Wenn fa 37000 völker 11 draufgian donn sein des 0,03%. Also tat i sogn konn man net fa an massiven bienensterben redn. Es gib sicher mehrere Gründe wieso wärend dr blüte mehr bienen sterben: schworze Schofe fa Bauern de an Tog friaer spritzn als sie derfetn. Imker de es Bienvolk bis zur leschten Minute stian lossn, obwohl schun ols ogebliant isch. Wia in dem Foll. Ämter de es Spritzverbot zu long unsetzen und Lausmittel de net bienengefährlich sein wia es Teppeki wärend dr Blüte verbiaten , sodass seit a poor Johr wieder vermehrt Lausbefoll isch und dodurch verbotene Spritzungen gfördert… Weiterlesen »
Staenkerer
3 Tage 23 h

wenn von xxxxx schofe der wolf a poor reißt sein des 0,???% und decht mochn olle a theater draus, der schuler es größte und olle solln applaudiern!

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
3 Tage 22 h

ei- ei  Frau und Herr “Grüne”- jede Woche werden in den Krankenhäusern von Bozen und Meran Kinder abgetrieben- habt ihr euch daran schon gewöhnt????

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