Landesbeirat spricht Martha Stocker Solidarität aus

„Hass ist keine Meinung“

Mittwoch, 18. April 2018 | 13:30 Uhr

Bozen – Der Landesbeirat für Chancengleichheit setzt sich seit Jahren gegen Hass im Netz ein. Hass sei keine Meinung, sondern ein Zeichen von mangelnder Diskussionskultur. Diverse Studien haben herausgefunden, dass dieser Online-Hass überwiegend männlich ist und fast 80 Prozent der Kommentare von Männern geschrieben wird. Die Opfer hingegen seien, wie – Landesrätin Martha Stocker – vornehmlich weiblich, erklärt Beiratspräsidentin Ulrike Oberhammer.

Seit 2013 ist die Landesrätin Martha Stocker unter anderem für die Agenda Chancengleichheit zuständig. „Dies ist eine ihrer zahlreichen schwierigen und umfassenden Aufgabenbereiche. Martha Stocker ist vor dieser Mammutaufgabe nicht zurückgeschreckt, sondern hat in den letzten Jahren einen großen Einsatz und viel Mut bewiesen. Nationale Vorgaben und Entscheidungen haben die Arbeit zusätzlich erschwert“, erklärt der Landesbeirat.

Trotz zahlreicher Hürden habe sich Stocker in ihrer langen politischen Laufbahn in unermüdlichem Einsatz stets um die Belange der Heimat und der Bevölkerung gekümmert und auch frauenpolitisch wichtige Weichen gestellt und entscheidende Gesetze, wie z.B. das Gleichstellungsgesetz aktiv vorangebracht.

„Es kann deshalb nicht weggeschaut werden, wie mit der Entscheidung der Landesrätin bei den nächsten Wahlen nicht mehr anzutreten, in der Öffentlichkeit umgegangen wird. Als durch und durch politischer Mensch ist Martha Stocker die Entscheidung sicherlich nicht leichtgefallen, obwohl es sie zu respektieren gilt. Zahlreiche Menschen habe ihre Meinung dazu in den sozialen Medien kundgetan. Was aber zu lesen war, waren gedruckter Hass, abwertende Kommentare, Gehässigkeit und Anfeindungen. Bedrückend für die Leserinnen und Leser, leider Normalität für viele Politikerinnen. Sie werden im Netz gezielt mit Worten und Bildern abgewertet“, erklärt Oberhammer.

Bei Anfeindungen gegenüber Politikerinnen gehe es oft um Machtausübung durch ein Zurückdrängen in die Objektrolle. „Menschen, die solche Hasskommentare schreiben, sollten nicht vergessen, dass auch Politikerinnen Menschen sind wie du und ich und einen respektvollen Umgang verdient haben!“, betont Oberhammer abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "„Hass ist keine Meinung“"


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elmike
elmike
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Wenn die Politiker “Menschen wie du und ich” sind, wieso haben sie dann eine höhere Lebenserwartung?
Wenn die Plitiker nicht nur ihre eigenen Interessen verfolgen würden, sondern die der Bevölkerung, dann wäre dieser “Hass” sicherlich nicht vorhanden! Sie werden ja schließlich von uns Seuerzahlern bezahlt und auch das Geld, mit dem sie wirtschaften , kommt von den uns!
Und diese Aussage, dass vorwiegend Männer gegen Frauen Hasspostings schreiben finde ich soll nur vom Thema ablenken, dass Frau Martha einfach keine gute Politik gemacht hat! Unser Gesundheitssystem ist mitlerweile zum schämen!

kik
kik
Tratscher
1 Monat 2 Tage

die marta oder martha werd 150 johr!locker!

silas1100101
silas1100101
Superredner
1 Monat 2 Tage

Die Südtiroler sind böse und hochnäsige Leute! Man wird oft beschimpft und geschlagen von den Südtirolern!

Staenkerer
1 Monat 2 Tage

a sell muaß man sich erst verdien, gleich wie lob und anerkennung, respekt und an plotz in der gselschoft!
man krieg im lebn ollm des zrug wos man aussahnt!

Waltraud
Waltraud
Superredner
1 Monat 1 Tag

Armer Silas.

giftzwerg
giftzwerg
Superredner
1 Monat 2 Tage

den respekt muss man sich verdienen.

man konn net olls über die köpf der lait hinweg entscheiden und sich noar wundern ,wenn die lait net begeistert sein und kritisiern

Mitgequatscht
Mitgequatscht
Tratscher
1 Monat 2 Tage

Ich bin sicher kein Fan von Stocker und habe sie auch nie gewählt. Und ich finde auch das Kritik bis zu einem gewissen Punkt notwendig und wichtig ist, auch negative. ABER: alles bis zu einem gewissen Punkt und wer sich ohne Beschimpfungen, Bedrohungen und unverblümten Hass nicht zu helfen weiß beleidigt in erster Linie sich und seinen Intellekt.

gina57
gina57
Neuling
1 Monat 2 Tage

Ich glaube das diese Haaskommentare nicht wären,wenn sie dem Volk ein bisschen Aufmerksamkeit geschenkt hätte,weil jeder Politiker muss das Volk vertretten,aber da kam von ihrer Seite sehr sehr wenig.Das ist sicher ein sehr schwieriges Ressort,das sie bekommen hat , aber wenn ich merke das bewältige ich nicht.Dann finde ich zeigt es mehr Stärke und ich trette zurück oder gebe das Ressort ab.Dadurch hat es den Anschein ,ihr geht es nur um die Politikervorteile und Renten.Nur zum Glück hat das letzte Hemd keine Taschen.Trotzdem wünsch ich ihr alles Gute

kik
kik
Tratscher
1 Monat 2 Tage

jeder gauner ist im NACHRUF ein ehrenhafter Mensch gewesen!. warum soll es in der

ivo815
ivo815
Kinig
1 Monat 1 Tag

Hass ist etwas für armselige und komplexbeladene Menschen

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