"Extrakontingent macht nur bei Saisonarbeitern Sinn"

Hausärzte: Begehrensantrag für Freigabe von 40.000 verfügbaren Patientenstellen

Samstag, 15. Juli 2017 | 17:24 Uhr

Bozen – Mit einem Begehrensantrag will Andreas Pöder (BürgerUnion) mit Unterstützung von Elena Artioli (Team Autonomie) die Freigabe von 40.000 verfügbaren Patientenstellen von Südtiroler Hausärzten aus dem Nicht-EU-Bürger-Kontingent erreichen. “Südtirols Hausärzte haben derzeit fast 40.000 freie Patientenstellen aus einem Extra-Kontingent von insgesamt rund 65.000 Stellen für Nicht-EU-Bürger. Dieses Kontingent sollte wenigstens teilweise auch für Einheimische geöffnet werden”, so der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder (BürgerUnion). Laut Pöder habe jeder Hausarzt zusätzlich zur Höchstzahl von 1.575 einheimischen Patienten ein Kontingent von weiteren 225 Patientenplätzen für Nicht-EU-Bürger reserviert.

Wie Pöder in einer Pressemitteilung verkündet, habe die Landesrätin Martha Stocker auf seine Anfrage hin mitgeteilt, dass das Kontingent für Nicht-EU-Bürger der 288 Hausärzte in Südtirol zu etwas mehr als einem Drittel ausgeschöpft sei, während über 39.000 Patientenstellen ungenutzt blieen. 25.700 Nicht-EU-Bürger seien derzeit bei Südtirols Hausärzten als Patienten registriert.

“Das Extrakontingent macht zum Beispiel bei Saisonarbeitern durchaus Sinn, unverständlich ist jedoch, dass auch dauerhaft ansässige Nicht-EU-Bürger durch dieses Extra-Kontingent quasi freie Arztwahl haben, während für einheimische Patienten derzeit schwere Engpässe bestehen”, so Pöder. “Auch die Landesregierung hat mir bei der jüngsten Debatte zu meinem Tagesordnungsantrag für die Öffnung des Kontingents recht gegeben, jedoch auf die staatlichen Vorschriften verwiesen. Deshalb nun der Begehrensantrag, de, dann wohl auch die Landtagsmehrheit zustimmen kann”, so der Abgeordnete.

Von: mho

Kommentare

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9 Kommentare auf "Hausärzte: Begehrensantrag für Freigabe von 40.000 verfügbaren Patientenstellen"


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thomas
thomas
Superredner
1 Monat 6 Tage

unverständlich ist wohl eher, dass den Hausärzten immer neue Zugeständnisse gemacht werden. Man sollte eher kontrollieren, ob sie die notwendigen Leistungen erbringen

Tantemitzi
Tantemitzi
Superredner
1 Monat 6 Tage

I hon is Ausmaß von dem Problem a erst voston, wie i itz gsollt hätt für mein Kind, des 14 werd, an Hausarzt wählen! Momentan schaugs nämlich so aus, dass jedo Ausländer in Arzt wählen darf den er will, obo z.B. i für meine Kind net wählen darf sondern es werd mir der einzig freie Arzt oanfoch zugewiesen! d.h. die gonze Familie hot in gleichn Arzt obo mein Kind krieg den net, weil er für Einheimische “voll” isch!

Krotile
Krotile
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Hausärzte hom an schwierigen Beruf der net olm fein isch! und de solln deswegen a anständig verdienen und kriegen wos se brauchen!

Tantemitzi
Tantemitzi
Superredner
1 Monat 5 Tage
Des isch momentan total ungerecht für ins Einheimische! Wenn mein Kind vom Kinderarzt betreut werd, noa muss i wenn des 14 werd an Hausarzt wählen; wählen konn i obo lai oan, der frei isch! Wenn i itz 5 Kindo hätt, de nacheinander in die nägsten Johr 14 wern, noa hätt wohrscheinlich jedes meiner Kinder an ondon Hausarzt, weil i olm lai den krieg, der grod frei isch! Bei einer Grippeerkrankung de meistens die gonze Familie durchmocht, missat i noa mit jedem meiner Kinder zu an ondon Arzt gion!  Ausländische Mitbürger darfn obo wählen wen sie welln!!! Egal ob der Arzt… Weiterlesen »
Krotile
Krotile
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage
So wie es itz geregelt isch, konn jeder Zuwanderer in Arzt frei wählen und mir Doige missn nemm wos frei isch! so a Frechheit! Do Arzt von der Oma geat in Pension und itz muss se an Arzt nemm der 4 Dörfer weiter weck sein Praxis hot; für sie ohne Hilfe unerreichbar weil se zwor pfiffig und fit isch obo nimma gut zu Fuß isch. So nimmt man ihr die für sie so wichtige Selbstständigkeit weil sie für jedes Rezept drauf angewiesen isch, dass se jemand zum Arzt fährt! Des konn in die Zuwanderer net passieren, de darfn in Arzt… Weiterlesen »
Tantemitzi
Tantemitzi
Superredner
1 Monat 5 Tage

Mir darfn für inso Kind net inson Hausorzt wählen! für ins isch der VOLL! jedo Ausländer darf den obo wählen! Wars net für olle oanfocha, wenn jedes Familienmitglied in gleichn Arzt hätt? Die Wartezimmer warn bestimmt a weniger voll weil man oft für die Oma eppas gleichzeitig erledigen kannt wenn man zin Arzt muss….. 

So ist das
So ist das
Superredner
1 Monat 5 Tage

Immer auffällig, dass wenn etwas nicht möglich ist, immer aud Rom verwiesen wird, ausser bei Renten und Gehältern.

Krotile
Krotile
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Frau Stocker, wos hot sich die Politik dobei gidenkt? Ausländer darfn frei wählen und mir Einheimische net! Worum darf a Zuwanderer der in insre Kassen nie eppas eingizohlt hot in Arzt frei wählen und mir Einheimische kriegn net amol für jedes Familienmitglied in gleichn Arzt! der muß die Plätze nämlich für Zuwanderer frei holtn!!!  Für Ausländer isch jeder Arzt frei und für ins Einheimische net! 

einstein
einstein
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Bedankt euch bei Frau Lehrerin Martha.

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