Von ausgeschriebenen 91 Stellen bleiben heuer 68 unbesetzt

Hausärztemangel weiterhin ein Problem

Dienstag, 13. August 2019 | 09:09 Uhr

Bozen – Erneut kommen vom Gesundheitswesen in Südtirol weniger gute Nachrichten. Von den im April ausgeschriebenen 91 Stellen für Hausärzte bleiben heuer 68 unbesetzt.

Diese Information hat Gesundheitslandesrat Thomas Widmann auf Anfrage der Süd-Tiroler Freiheit mitgeteilt.

60 Allgemeinmediziner sind in Südtirol in den vergangenen fünf Jahren in den Ruhestand getreten, die meisten von ihnen in Meran und Bozen. Mindestens 16 weitere werden ihnen bis 2021 landesweit folgen.

Laut Berechnung des Gesundheitsressorts bräuchte Südtirol für die optimale Versorgung 91 Hausärzte – bei maximal 1300 Patienten.

Mehr dazu lest ihr in der heutigen “Dolomiten”-Ausgabe!

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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11 Kommentare auf "Hausärztemangel weiterhin ein Problem"


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Pacha
Pacha
Tratscher
11 Tage 2 h

Fragt sich nur woran es liegen mag, denn Medizinstudenten gibt es genug.

Costa
Costa
Tratscher
11 Tage 1 h

Der Mangel an Hausärzten kommt weder überraschend noch plötzlich: die Verwaltung weiß ganz genau wann ihre Ärzte in Pension gehen werden. Und Medizinstudenten gibt’s reichlich. Vergeigt wurde die Facharztausbildung und der kontengierte Zugang dazu. Man hätte vor 10 Jahren anfangen müssen entgegenzusteuern. Dazu kommt, dass der ländliche Raum benachteiligt wird, weil für viele nicht attraktiv als Arbeitsplatz. Die Gemeinde Brenner musste sich letztes Jahr auch was einfallen lassen, um sich einen neuen Arzt zu sichern.

Grantelbart
Grantelbart
Tratscher
10 Tage 23 h

Von all diesen Studenten entfallen eben nur wenige auf die Sparte der Hausärzte. Mehr Geld winkt in der Privatwirtschaft der Posten hat einfach kein Prestige und die kürzliche Aufstockung der Patientenzahlen helfen dabei auch nicht! Der andere Faktor ist die unsichere hiesige Facharztausbildung wie Costa schon ausgeführt hat.

iuhui
iuhui
Kinig
10 Tage 21 h

@Costa
genau, und das selbe wird in 4-5 Jahre bei dem Pflegepersonal passieren… aber ja, wir haben ja noch 5-6 Jahre Zeit…

abenteuerlustig
10 Tage 19 h
Teisch die nit. Es gib 1. Eben nit genua Medizinstudenten. 2. Isch Südtirol nit im Stonde, die Fochorztausbildung endlich auf die Reihe zu kriagn, de ergo im Auslond absolviert werden muas (und meistens bleiben die Jungärzte sem nor hängen). 3. Sein Medizinstudenten in dr Regel fa Natur aus ehrgeizigere Leit und viele welln in groaße Kliniken / Universitätskliniken bleiben, wo man gonz ondere Pathologien behondeln und a Karriere mochen konn (und a susch bessere Angebote hot wos Leben und Freizeit betrifft). 4. Gibs sicher a Ausnahmen. Uaner meiner Kollegn hot es Medizinstudium mit dr Obsicht, irgendwenn Hausorzt in seinem Dorf… Weiterlesen »
wellen
wellen
Universalgelehrter
11 Tage 2 h

Da sieht man wieder: Widmann ist ein genialer Werbesprecher, und es klingt alles zu schön, aber wie er die Pläne von wegen Kleinspitäler erhalten – umsetzen will bei dem Personalmangel, hat er nicht gesagt. War in der Mobilität dasselbe: Busse in jedes Dorf mit Haufen Geldinvestition, aber keinen Takt auf der Brennerstrecke zusammenbringen, wenn nur teure Privatzüge, 2 Stunden am Vormittag fährt gar nix. Wenns in der Sanität gleich geht…

thomas
thomas
Universalgelehrter
11 Tage 49 Min

wenn man die Präsentation des LR gehört hat, kamen solche Probleme nicht vor. Mit Sanitätsromantik wird man keine einzige Baustelle schließen

Sag mal
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Kinig
10 Tage 6 h

thomad.Den Gutgestellten fehlt Es an Nichts.Sie können Sich Privatärzte “leisten”.Was selbstverständlichkeit wäre ist Luxus geworden🙈

Sag mal
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Kinig
10 Tage 20 h

Also Wer heute gesund ist und nicht mal regelmässig Medis braucht Der weiss gar nicht wie gut Ers hatt.😫

netzexperte
netzexperte
Grünschnabel
10 Tage 17 h

System ändern, freie Wahl des (Kassen-)Arztes einführen und schon ist das Problem behoben. So wie es bis dato läuft ist es ein Zwei- wenn nicht Dreiklassensystem, wo Ärzte auf dem Land viel Arbeit für wenig Geld haben und solche in den Ballungszentren eine ruhige Kugel schieben und abkassieren. Die Stellen in den Städten sind heiß begehrt, für die restlichen Gebiete interessiert sich keine Sau. Achja, und der 2jährige Lehrgang für Hausärzte ist sowieso ein Witz

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
10 Tage 6 h

Hat der LH die Sanität nich mal zur Chefsache erklärt oder war das vor den Wahlen? 🙃

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