"Tirol-Bezüge könnten an den Rand gedrängt werden"

Heimatbund mahnt vor Olympia zur Wahrung der Identität

Samstag, 10. Januar 2026 | 16:58 Uhr

Von: luk

Bozen – Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo warnt der Südtiroler Heimatbund davor, die kulturelle Identität Südtirols aus dem Blick zu verlieren. Insbesondere ladinische und tirolerische Besonderheiten drohten in der internationalen Berichterstattung unterzugehen.

Der Heimatbund befürchtet, dass Austragungsorte wie Cortina d’Ampezzo kaum als ladinisches Siedlungsgebiet wahrgenommen und regionale Eigenheiten pauschal als „italienisch“ dargestellt werden. Auch in anderen Landesteilen, etwa im Pustertal, könnten Tirol-Bezüge an den Rand gedrängt werden.

Die Olympischen Spiele böten laut Heimatbund eine Chance, Südtirols Geschichte und kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen. Kritik übt die Organisation an der Landespolitik, der es an klarer Haltung fehle. Als wichtigen Test nennt der Heimatbund den olympischen Fackellauf Ende Jänner durch Südtirol.

Bezirk: Bozen

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