Von: mk
Bozen – Die Süd-Tiroler Freiheit hat über eine Landtagsanfrage aktuelle Zahlen zu Alkoholvergiftungen und Krankenhausaufenthalten in den letzten fünf Jahren abgefragt.
Die Antwort von Landesrat Hubert Messner offenbart eine alarmierende Situation: Jährlich landen in unserem Land hunderte Menschen wegen akuten Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus – oft mit lebensgefährlichen Begleiterscheinungen. „Zwar ist die Zahl der jungen Menschen in der Statistik rückläufig, was allerdings nicht automatisch Grund zur Freude gibt; denn dem gegenübergestellt steigen die Zahlen von jungen Menschen, die Drogen und andere Suchtmittel konsumieren, laufend an“, erklärt die Süd-Tiroler Freiheit.
Die aktuellen Zahlen zu Alkoholvergiftungen und Krankenhausaufenthalten in Südtirol seien laut Bewegung ein deutliches Warnsignal. „Wenn Jahr für Jahr hunderte Menschen mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus landen, dann zeigt das, dass wir ein ernstes gesellschaftliches Problem haben, das nicht länger verharmlost werden darf“, betont die Landtagsabgeordnete Myriam Atz.
Die Zahl der Notaufnahme-Zugänge wegen Alkoholmissbrauchs bleibt laut Süd-Tiroler Freiheit auf einem konstant hohen Niveau. Im Jahr 2025 verzeichneten Südtirols Krankenhäuser insgesamt 918 Notaufnahme-Zugänge im Zusammenhang mit Alkohol. Besonders besorgniserregend: Bei den stationären Krankenhausaufenthalten gab es im Jahr 2022 mit 317 Fällen einen Spitzenwert.
Aufgrund der vorliegenden Statistiken verweist die Süd-Tiroler Freiheit auf zwei Details ans Licht. Erstens: Ein signifikanter Teil der Behandlungen betrifft Personen, die außerhalb Südtirols geboren wurden. Bei den stationären Krankenhausaufenthalten im Jahr 2024 stammen fast 44 Prozent der Patienten (97 von 223) von außerhalb der Provinz. In der Notaufnahme ist dieser Trend noch deutlicher: Hier sind teilweise über 400 Zugänge pro Jahr auf Personen zurückzuführen, die nicht in Südtirol geboren sind.
Zweitens: Die Statistik zeigt ein klares Geschlechtergefälle. So waren im Jahr 2025 etwa 70 Prozent der Notaufnahme-Fälle männlich (648 Männer gegenüber 270 Frauen). Besonders die Altersgruppe der über 55-Jährigen sticht bei den Männern mit konstant über 200 Notfällen pro Jahr hervor.




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