Antrag von Amhof und Tauber

Innovationsschub in der Corona-Krise: Weiterbildungsanbieter unterstützen

Montag, 22. Juni 2020 | 16:57 Uhr

Bozen – Schulungen und Seminare werden auch in Südtirol vermehrt mit Hilfe von Videotechnik über das Internet übertragen. Die SVP-Landtagsabgeordneten Magdalena Amhof und Helmut Tauber verweisen auf den enormen Innovationsschub, den die Corona-Krise im Bereich der Erwachsenenbildung ausgelöst hat. Mit ihrem Beschlussantrag streben sie eine Erfahrungsbewertung sowie die Unterstützung der Weiterbildungsanbieter Südtirols an, damit digitale Erwachsenenbildung auch nach Corona in einem sinnvollen Maße weitergeführt werden kann.

Fortbildungsveranstaltungen wurden in den vergangenen Monaten vom Seminarraum in den virtuellen Raum verlegt. Aus Seminaren wurden Webinare (ein Kofferwort, das aus den Begriffen Web und Seminar gebildet wird), in denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer per Videokonferenz treffen und arbeiten. „Das ist praktisch und effizient“, sagt Magdalena Amhof.

„Dadurch, dass die Teilnahme am Webinar an keinen festen Ort gebunden und mit einer einfachen technischen Ausstattung erreichbar ist, stellt diese Art der Fortbildung für viele Menschen eine attraktive Möglichkeit des Lernens dar. Vor allem in der berufsorientierten Weiterbildung können Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen profitieren“, ist Amhof überzeugt.

Auch Helmut Tauber sieht hier großes Entwicklungspotential: „Das, was wir in den letzten Wochen und Monaten erprobt haben, ist auf jeden Fall weiterzuführen. Die Technologien werden immer ausgereifter, sodass ‚Lernen im virtuellen Raum‘ zum Standard wird und die Weiterbildung eine neue Bedeutung erfährt.“ Selbstverständlich könnten nicht alle Bereiche über ein Webinar abgedeckt werden. Während sich beispielsweise Buchhaltungs- oder Sprachkurse wunderbar für ein Webinar eignen, können Schweißen oder Nähen nicht über das Netz erlernt werden. Auch Weiterbildungsangebote im Bereich der Persönlichkeits-entwicklung eigenen sich nicht für Webinare, da sie meist soziale Nähe voraussetzen, welche im virtuellen Raum nicht gegeben ist. Die Aufgabe der Bildungspolitik werde es deshalb sein, hier ein gutes Maß zu finden.

Große Technologieanbieter wie Apple, Google, Microsoft usw. investieren bereits massiv in Bildungsplattformen und auch in Bildungsinhalte. Kleine Anbieter werden Nischen besetzen müssen, um hier mithalten zu können. „Auch darauf werden wir uns vorbereiten müssen“, so Amhof. Sie habe deshalb zusammen mit Tauber einen Beschlussantrag vorgelegt, in welchem die Landesregierung angeregt wird, auch im Bereich der Erwachsenenbildung die Erfahrungen der vergangenen Monate zu bewerten und darauf aufbauend gezielte Unterstützungsmaßnahmen für Südtirols Weiterbildungsanbieter vorzusehen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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