In Bahrain wurden ein Hotel und Wohngebäude beschädigt

Israels Luftwaffe bombardiert erneut Teheran

Freitag, 06. März 2026 | 04:32 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters

Israels Luftwaffe greift in der Nacht erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Man habe eine “großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet”, gab die Armee bekannt. Nähere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Der Iran griff indessen Ziele in Bahrein an, Saudi-Arabien und Katar wehrten Angriffe ab.

Israels Generalstabschef Ejal Zamir hatte zuvor eine neue Phase der Angriffe gegen den Erzfeind angekündigt. “In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen”, sagte Zamir laut Militärangaben. Er kündigte demnach nicht näher benannte “weitere Überraschungen” an.

Angriffe auf Saudi-Arabien, Katar und Bahrain

Ein Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien ist Ziel eines Raketenangriffs geworden. Die Luftabwehr habe drei ballistische Raketen, die in Richtung der Prince Sultan-Basis abgefeuert worden seien, abgefangen und zerstört, teilte das saudische Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mit. Irans Streitkräfte attackieren neben Israel auch Stellungen in den Golfstaaten, darunter neben Saudi-Arabien in Bahrain, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak.

In diesen Staaten haben die USA Stützpunkte, der größte liegt in Katar. Dort wurde in der Nacht auf Freitag ein Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Udeid nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums abgewehrt. In Manama, der Hauptstadt Bahrains, wurden zudem Wohngebäude und ein Hotel bei Angriffen aus dem Iran beschädigt, Todesopfer gab es aber laut dem dortigen Innenministerium nicht.

Der Iran hatte seit Kriegsbeginn am Samstag eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Laut US-Präsident Donald Trump sind Irans Raketen jedoch inzwischen zu 60 Prozent zerstört. Nach Angaben des zuständigen US-Kommandanten Admiral Brad Cooper feuert das Land mittlerweile auch deutlich weniger Raketen ab. Im Vergleich zum Beginn des Krieges seien die Angriffe mit ballistischen Raketen um 90 Prozent zurückgegangen. Zudem gebe es inzwischen deutlich weniger Drohnenangriffe.

Drohnenangriff auf Ölfeld im Irak

Im irakischen Kurdistan hat ein Drohnenangriff auf ein von der US-Firma HKN Energy betriebenes Ölfeld die Produktion dort zum Erliegen gebracht. Dies teilten Sicherheitskreise und ein Ingenieur des Ölfelds mit. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Kurdische Vertreter beschuldigen jedoch mit dem Iran verbündete irakische Milizen. Sollte sich dies bestätigen, hätten die Milizen ihre Angriffe von US-Militärstützpunkten auf US-Energieinteressen ausgeweitet.

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