Benedikter zeigt sich solidarisch mit Boscarol

Justizreferendum führt zu Spannungen in Bozen

Mittwoch, 11. März 2026 | 19:32 Uhr

Von: mk

Bozen – Das anstehende Volksbestätigungsreferendum zu Justizthemen hat in Südtirol zu Spannungen unter Berufsvertreters des Sektors geführt. Weil der Bozner Anwalt Marco Boscarol für ein Nein zur Verfassungsänderung wirbt, wurde er von der Bozner Kammer der Strafverteidiger ausgeschlossen. Der Bozer Gemeinderat Rudi Benedikter, der selbst Anwalt ist, zeigt sich schockiert.

„Ja geht’s noch Kollegen? Seit wann gibt es in den Anwaltskammern einen politischen ‚Fraktionszwang‘? Wenn es zutrifft, dann ist es unerhört“, wettert Benedikter in einer Stellungnahme.

Ich bin selbst – wie viele andere Kollegen – als Pflicht- und Vertrauensanwalt in Dutzenden von Strafverfahren engagiert und möchte auf diesem Wege meinem Kollegen Marco volle Solidarität aussprechen. Und ich teile voll und ganz seine Gründe für ein Nein beim Justizreferendum“, betont Benedikter.

Die Kammer der Strafverteidiger ist eine gemeinnützige Vereinigung, die die Strafverteidiger der Umgebung zusammenschließt.

Bezirk: Bozen

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