Von: APA/dpa
Die Kämpfe entlang der Fronten im Südosten der Ukraine dauern in unverminderter Heftigkeit an. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte sprach in seinem abendlichen Lagebericht von insgesamt 219 bewaffneten Zusammenstößen an verschiedenen Frontabschnitten. Schwerpunkt der Kämpfe lag bei Pokrowsk im Industrierevier Donbass, wo die russischen Streitkräfte nach Darstellung der Generalität in Kiew über 40 Angriffe gegen ukrainische Stellungen führten.
Russland setzte unterdessen auch seine Angriffe gegen zivile Ziele in der Ukraine fort. Kurz nach Mitternacht Ortszeit wurde die Hauptstadt Kiew von ballistischen Raketen getroffen. Im Zentrum der Dreimillionenstadt war Brandgeruch spürbar, wie ein Reporter berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte bei Telegram über mehrere Brände in zwei Stadtteilen. Der Luftalarm wurde erst mit Verzögerung nach den ersten Explosionen ausgelöst.
Attacken auch auf Odessa und Charkiw
Bei einem Raketenangriff auf die südukrainische Hafenstadt Odessa wurden nach Angaben des regionalen Militärverwalters Oleh Kiper sechs Menschen verletzt. Explosionen nach russischen Angriffen wurden auch aus der ostukrainischen Großstadt Charkiw ohne weitere Details gemeldet.
Russland führt seit über vier Jahren einen Offensivkrieg gegen die Ukraine. Bisher haben die russischen Streitkräfte knapp ein Fünftel des Territoriums des Nachbarlandes besetzt. Seit Monaten gibt es an den Fronten kaum Bewegung, Russland hat mit hohen Verlusten an Personal nur geringe Erfolge vorzuweisen. Zuletzt haben die russischen Streitkräfte ihre Angriffe gegen zivile Ziele in ukrainischen Städten verstärkt.




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