Elterninitiative ist nicht zufrieden

„Keine Aussprache mit Deeg“

Sonntag, 18. August 2019 | 16:32 Uhr

Bozen – In Zusammenhang mit den Neuerungen bei der Kleinkindbetreuung Ende Juli 2019 meldet sich die Elterninitiative Kleinkindbetreuung Südtirol, die die ursprüngliche Petition gestartet hat und aufgrund dessen Änderungen vorgenommen wurden, zu Wort

Am 29 April wurde Landesrätin Waltraud Deeg und auch anderen das Ergebnis der Petition mit den 3.000 gesammelten Unterschriften übergeben. Deeg habe jedoch – anders als geschildert – bis heute nicht darauf reagiert und auch der runde Tisch habe nicht stattgefunden. „Und wir wurden bei der Lösungsfindung nicht miteinbezogen“, so die Elterninitiative.

Die Änderung des Beschlusses bezüglich der Kleinkinderbetreuung, insbesondere in Hinblick auf die Regelung der Abwesenheiten aufgrund von Urlaub und Krankheit entspreche nicht den Forderungen der Petition und liege auch nicht im Interesse der 3.000 Personen, die diese unterschrieben haben.

„Wir fordern weiterhin, dass Eltern ihre Kinder für sechs Wochen zu Hause behalten können, ohne dafür zahlen zu müssen. Die neue Beschlussabänderung gesteht den Eltern zwar eine vierte Urlaubswoche zu, jedoch auf Kosten der Genossenschaften, was wir auf keinen Fall wollten! Jeder Tag, der darüber hinausgeht, kommt den Eltern weiterhin teuer zu stehen. Es ist absurd, wenn Kleinkinder während des Urlaubs ihrer Eltern in die Kita oder zur Tagesmutter müssen, weil ‚Daheimbleiben‘ zu teuer ist“, erklären die Vertreter er Initiative.

Zusätzlich könnten nun von den Genossenschaften bis zu drei Schließungswochen genehmigt werden. Diese würden viele berufstätige Eltern einschränken. „Für viele Familien wären Schließungstage im Dezember oder August nicht tragbar und die Kinder wären wiederum nicht zu Hause, sobald die Eltern frei haben. Ein Rückschritt in punkto Flexibilität“, findet die Initiative.

„Unser Wunsch, dass Eltern ab dem dritten Krankheitstag des Kindes von der Tarifberechnung befreit werden, wurde nicht berücksichtigt. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in solchen ‚Ausnahmesituationen‘ ohnehin schwer zu bewerkstelligen, doch seit Jänner müssen die Familien ab dem dritten Krankheitstag des Kindes zusätzlich den Betreuungstarif bezahlen. Diese Lösungen sind für die Familien und vor allem auch für die Genossenschaften nicht tragbar und entsprechen nicht unseren Forderungen. Wir wollen neue Regelungen, welche im Interesse der Kinder und Familien sind und die Situation der Genossenschaften nicht verschlechtern, um die Qualität der Betreuung und die Arbeitsbedingungen des Betreuungspersonales nicht zu beeinträchtigen“, so die Vertreter der Elterninitiative.

Nach dem Start der Petition habe es eine kurze Anhörung bei der Landesrätin Waltraud Deeg am 6. Februar 2019 gegeben. „Seitdem wurden wir allerdings nie mehr kontaktiert und auch bei der Lösungsfindung der Beschlussabänderung nicht mit einbezogen. Es gab keine Aussprache, keinen runden Tisch und auch unser Schreiben ist unbeantwortet geblieben“, betonen die Vertreter der Elterninitiative.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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9 Kommentare auf "„Keine Aussprache mit Deeg“"


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Tratscher
30 Tage 19 h
ICH bin der festen überzeugung das NIEMAND einem kleinkind seine persönlichen anforderungen gerecht werden kann wie die Mamma oder der tata…. das wäre auch nicht möglich da es niemand so gut kennt… .. ich halte nichts von dieser fremdbetreuung in den ersten 3 jahren weil sie nur auf kompromisse aufgebaut ist und die auch nur von seiten der eltern kommen müssen… das land hat nur seinen standartplan… da wird sich auch nichts ändern… ein betreuungsschlüssel von 1/5??? ich habe nur 1 kind im alter von 2 jahren und kann es mir nicht vorstellen wie man 5 kleinkinder gleichzeitig betreuen soll… Weiterlesen »
Vaju1613
Vaju1613
Grünschnabel
30 Tage 16 h
Net jeder hot die Wohl, leider! Selche Kommentare konn man sich sporn! Wer keina Ahnung hot, wias bei a Tagesmutter olaft soll still sein! Meine Kinder hobm beade so a schiane Zeit genossn bei der Tagesmutter, dass sie heint no noch ihr frogn! Die Kinder spieln miteinonder und lernen a gonz viel voneinonder! Wer konn sogn, dass LEI die Mama es Beste isch! So a Schmorn aus meiner Sicht! I bin zwor nimmer af die Tagesmütter ungewiesn ober i find sie mochn a echt tolln Job und er muaß iatz holt no von der Politik verbessert werden, so verbessert, dass… Weiterlesen »
Vaju1613
Vaju1613
Grünschnabel
30 Tage 16 h

@mammy bitte kein zweites Kind bekommen, denn ob zwei oder fünf ist immer das selbe! Auch als Mama kannst du bei mehreren Kindern nicht immer allen gerecht werden!

Tratscher
30 Tage 14 h
genau nicht jeder hat die wahl….warum haben nicht alle mütter das anrecht auf wartestand?? die in öffentl. stellen haben den ja auch,nutzen auch fast alle.. es heißt immer vereinbarkeit von beruf und familie… wo denn?? uns wird nur erzählt dass wir schnell wieder arbeiten müssen um geld zu verdienen um das land teuer dafür zu bezahlen, betreuer einzustellen die total unterbezahlt sind um uns in der zeit zu ersetzen…..am ende bleibt für die familie wieder nichts…. auser stress und zeitdruck…. warum kostet das so viel dass man doch wieder nichts verdient hat?? die arbeitslosigkeit die du als TREND bezeichnest setzt… Weiterlesen »
Tratscher
30 Tage 12 h

achso.. weil du ja selber zwei kinder hast , hast du ahnung wie es ist 5 kinder zu haben…. interessant🤔 hat dir deine tagesmutter erzählt ,das es das selbe ist?? das bezweifle ich stark..
mir hat eine tagesmutter neulich erzählt wie anstrengend es für sie ist 5 kleinkinder von 1- 2,5 jahren gleichzeitig zu betreuen….aber mit weniger würde sie nicht genug verdienen, also muss sie 5+ 1 zusatzkind ab und zu haben… aber wie du schon geschrieben hast, ich als vollzeit mamma hab ja keine ahnung…. wirst wohl recht haben…

Dolomiticus
Dolomiticus
Superredner
30 Tage 22 h

Was soll sich die Landesrätin denn mit so einer kleinen Initiative lang treffen und Zeit verlieren. Die Politiker und deren Beamten wissen schon selber und besser, was für die Eltern, Kinder und Betreuungsstätten gut und besser ist.       hahahahahahaha

Staenkerer
30 Tage 21 h

gibs de überhaupt no?

und wenn jo, warum soll se ontwortn, wenn nit a extra geld für sie dafür außerschaug …

Savonarola
30 Tage 16 h

ah die Deeg, woas olls sie, brauchts es nix weiter nou derzuasogn.

Rosenrot
Rosenrot
Tratscher
30 Tage 16 h
@Mammy: welche berufstätige Frau kann 3 Jahre in Mutterschaft gehen und ihr Kind in dieser Zeit selbst betreuen, wenn sie nicht gerade beim Land arbeitet – leichter gesagt als getan. Was Frau Deeg anbelangt, kann ich nur folgendes sagen: von den Bedürfnissen der heutigen Eltern haben Sie keinen blassen Schimmer, denn wie kommt es, dass der Kindergarten gekürzt wird (ab Freitag Mittag geschlossen), wo es doch eigentlich notwendig wäre, die Öffnungszeiten zu verlängern, ebenso im Sommer offen zu halten. Das hochgelobte Betreuungsangebot ist in Südtirol lächerlich. Die Politik denkt mehr an die Bedürfnisse des Kindergartenpersonals als an die die Eltern.… Weiterlesen »
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