Von: mk
Natz-Schabs – Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung am 12. Juni die technischen Merkmale für den Umbau des Knotenpunkts Ladestatt an der Pustertaler Staatsstraße (SS 49) genehmigt. Vorgesehen sind auch neue Straßenverbindungen im Norden und Süden im Gemeindegebiet von Natz-Schabs. Das Projekt ist Teil der Landesplanung 2026–2028 und mit 21,9 Millionen Euro veranschlagt.
Grundlage bildet eine technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie. Im Zuge des Baus der neuen Bahnlinie im Riggertal wird die Verkehrsführung im Bereich Ladestatt neu organisiert. Davon betroffen sind insbesondere die Verbindungen nach Aicha und in Natz-Schabs Umgebung. Geplant ist ein neuer Verkehrsknoten mit Kreisverkehr, der die Anbindung der umliegenden Ortschaften verbessert und gleichzeitig einen flüssigen Verkehrsablauf auf der Pustertaler Staatsstraße gewährleistet.
“Hier handelt es sich nicht nur um eine Kreuzung, sondern um einen strategisch wichtigen Knotenpunkt für die Mobilität in diesem Gebiet”, betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. “Mit dem Projekt sollen sichere und funktionale Verbindungen gewährleistet werden, auch im Zusammenspiel mit der neuen Eisenbahninfrastruktur.”
Laut Beschluss umfasst das Projekt Fahrstreifen mit einer Breite von 3,50 Metern, Bankette von jeweils 0,75 Metern, eine Brücke mit einer Spannweite von 30 Metern sowie einen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 35 Metern. Die nördlichen und südlichen Verbindungsarme werden mit einer 3 Meter breiten Fahrbahn und Banketten von jeweils 0,5 Metern ausgeführt.
Zum Vorhaben gehören auch neue Straßenabschnitte im Norden und Süden sowie Anbindungen an das bestehende und geplante Radwegenetz. Betroffen sind die Bereiche Raut im Norden und Förch im Süden. Für den Abschnitt Raut sind weitere Planungen erforderlich, insbesondere im Zusammenhang mit der bestehenden Bahnlinie und einer geplanten Straßenunterführung.
Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Projekts ist die enge Abstimmung mit dem italienischen Schienennetzbetreiber RFI (Rete Ferroviaria Italiana). Da sich einzelne Straßen- und Bahnbaumaßnahmen überschneiden, sollen die Arbeiten zeitlich koordiniert werden. Eine entsprechende Vereinbarung soll sicherstellen, dass die Bauarbeiten effizient umgesetzt und die Verkehrsverbindungen während der Bauphase bestmöglich aufrechterhalten werden. “Ziel ist es, die Entwicklung der Bahn mit einer leistungsfähigen Straßeninfrastruktur zu begleiten”, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. “Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das mehr Sicherheit, klare Verbindungen und eine bessere Verkehrsorganisation in diesem Bereich.”




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