FPÖ und STF fordern Realisierung der Reschenbahn

Kofler, Achhorner und Knoll: „Start des Baus der Reschenbahn steht nichts im Weg“

Freitag, 20. Januar 2023 | 11:16 Uhr

Bozen/Reschen – Einmal mehr ist die Reschenbahn Gesprächsthema. Der Landecker Wirtschaftskammerobmann Michael Gitterle machte im Zuge des Neujahrsempfangs von sich reden. Er pries nämlich die Variante Landeck-Schuls an, was die betroffenen Bürgermeister, die sich in einig für die Variante Landeck-Mals ausgesprochen haben, brüskierte. FPÖ Tirol und Süd-Tiroler Freiheit, die beide schon seit langem gemeinsam für die Reschenbahn kämpfen, stärken den Bürgermeistern und der Initiativgruppe „Pro Reschenbahn“ nun den Rücken.

Die freiheitliche Verkehrssprecherin, LAbg. DI Evelyn Achhorner, verweist auf die Zusage der Landesregierung, die diesem Projekt positiv gegenübersteht: „Wir nehmen sie da nun auch in die Pflicht, dass dies kein leeres Versprechen bleibt.” LAbg. Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit begrüßt, dass im Landtag des Bundeslandes Tirol dieses Projekt mittlerweile breite Unterstützung erfährt. „Aus Südtiroler Sicht ist die Reschenbahn mehr als zu begrüßen. Bemerkenswert finde ich allerdings die Ankündigung aus Innsbruck, erstmals ein geologisches Gutachten erstellen zu lassen, da es dieses schon längst gibt und wir dies auch bereits vor- und zur Verfügung gestellt hatten.“

Für die freiheitliche Südtirol-Sprecherin, LAbg. Gudrun Kofler, BA ist dieses Projekt allein schon deshalb zu begrüßen, weil es „die Tiroler Landesteile wieder ein Stück näher zueinander bringt und nur förderlich für die Zusammenarbeit wäre. Die grenzüberschreitende Diskussion zeigt, wie fruchtbar solche Projekte sind. Ganz abgesehen von den verkehrs- und umwelttechnischen sowie touristischen Aspekten, die allesamt für dieses Projekt sprechen.“

FPÖ und STF kündigen an, das geologische Gutachten nun allen Gemeinden, die an der möglichen Bahntrasse liegen, sowie allen Abgeordneten der Landtage südlich und nördlich des Brenners zur Verfügung zu stellen. „Damit hat die Landesregierung keine Ausrede mehr, um das Projekt auf die lange Bank zu schieben“, so Achhorner.

Abschließend berufen sich die drei Politiker auf die direkte Demokratie und Einbindung der Bevölkerung. „Das Projekt Reschenbahn zwischen Landeck und Mals wird von den Bürgern gewünscht und sollte realisiert werden. Ein Übergehen wäre aus demokratischer Sicht äußerst fragwürdig. Die Machbarkeit ist gegeben, ein Gutachten längst erstellt, der Wunsch der Bürger ist da und das Projekt ist sinnvoll. Dem Bau steht rational nichts mehr im Wege“, so die drei abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Vinschgau

Kommentare

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13 Kommentare auf "Kofler, Achhorner und Knoll: „Start des Baus der Reschenbahn steht nichts im Weg“"


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Oracle
Oracle
Universalgelehrter
11 Tage 4 h

… gut, dann sollte uns die STF auch sagen, woher das Geld geanu kommen sollte, also eine nachvollziehbare Finanzierung auch vorlegen…

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
11 Tage 1 h

@Oracle….wenn es Südtirol mit Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Verkehrsreduzierung wirklich ernst ist, muss es auch mal etwas tiefer in die Kasse greifen. Außerdem gibt es für solche Projekte ganz sicher Förderungen seitens der EU…

Doolin
Doolin
Kinig
11 Tage 1 h

…wenn es Kies fürs Zugele nach Schenna gibt, des eh niamend will, und für a Stross in Percha, dann wird wohl für die Obervinschger ah amoll eppes übrig sein…
😆

Zugspitze947
10 Tage 9 h

Doolin: Also i glab net dass des Bahnl noch Schenna niemand will ! Des war a groasse Entloschtung für Viele 🙂

Zugspitze947
10 Tage 9 h

Dooolin: Übrigens baut endlich die Stroß aus im Vinschgau von der TÖLL bis Schlonders direket AUF der Etsch ! Braucht kuan Grund und JEDES Dorf hot seine Umfohrung ! Dia Bummelststrecke kosschtet jedn Tog Hunderttausende an Wirtschaftsverlusten 🙁

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
10 Tage 4 h

@Zugspitze947.Hermann, bei allem Verständnis was Kosten/Nutzen anbelangt, sollte man ein ÖPNah !V Bähnchen, egal wie Viele es nun wollen und dann auch nutzen !!???, nicht mit einer zeitgemäßen Anbindung des Vinschgaus und ganz Südtirols an die nordwestlichen Nachbarländer und damit den FERNverkehr vergleichen

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
10 Tage 3 h

@Zugspitze947…aber dann doch lieber den Aus- und Weiterbau der, zumindest bis Mals vorhandenen, Bahnstrecke. Und einmal davon abgesehen, dass eine “Deckelung” der Etsch schon allein wegen des Dauer Gefälles/der Steigung eine Schnapsidee ist, würde das mit den Grundeigentümern unter den Anrainern, den Bauern und nicht zuletzt mit den organisierten Natur-, Tier- und Artenschützern sicher jahrzehntelange Auseinandersetzungen geben. Und das ZU RECHT !!

Zugspitze947
10 Tage 1 h

Rudolf: Das wäre keine Deckeungsondern natürlich hoch genug ,über die bisher vorhandenen Brücken ……. Das ist wie bei einem Wasserkraftwerk,wenn es fertig ist fliesst die Etschwie eh und je und die Fische freuts 😉 UNd du mienst im Ernst dass ein Tunnel von Mals nach Landeck ohne Proteste usw ablaufen würde ? Das ist wohl ein bischen Naiv 🙁

Zugspitze947
11 Tage 2 h

Träumt weiter 😝👌HT

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
11 Tage 1 h

Hermann, Du nimmst mir meine Hoffnungen, das noch erleben zu dürfen😢. Vielleicht ist es ja nur eine Frage von Jahren und des Geldes (Förderungen durch die EU), dass ich für meine Fahrten nach Südtirol irgendwann komplett auf die Öffis umsteigen kann….

Zugspitze947
10 Tage 9 h

Rudolf: Es tut mir leid,aber dieses Projekt kann nicht sinnvoll sein ! Es gibt ja schon ein direkte Buslinie von Nauders über den Reschen 🙂 Oder wurde diese wegen Flaute eingestellt ?

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
10 Tage 4 h

@Zugspitze947..ok, dann muss ich halt irgendwann eine/n ChauffeurIn einstellen😉…

klablueter
klablueter
Grünschnabel
9 Tage 7 h

@Zugspitze947

Das ist die schlechteste Art um Verkehrslinien zu planen. So imitiert man die Fehler die Amerika im öffentlichen Verkehr macht. Und was kriegt man von sowas? Deprimierte Teenager die keine andere Wahl haben als zu Hause Videospiele zu spielen, weil die ganze Aussenwelt von Autos dominiert ist.

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