Zusammenarbeit und Klimaschutz

Kompatscher bei Alpendialog in Bayern

Donnerstag, 04. April 2019 | 18:36 Uhr

Herrenchiemsee – Auf Einladung des bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder hat Landeshauptmann Arno Kompatscher heute an einem Treffen von Regierungschefs des Alpenraumes zu Zusammenarbeit und Klimaschutz teilgenommen.

“Gerade bei Umwelt- und Klimathemen stehen wir im Alpenraum großen Herausforderungen gegenüber, da unser gemeinsamer Lebensraum besonders sensibel ist. Darum ist es sinnvoll hier die grenzüberschreitende Zusammenarbeit voranzutreiben und unseren Vorschlägen Gehör zu verschaffen“, hob Kompatscher beim Treffen auf Herrenchiemsee hervor. Man habe vereinbart, sich künftig noch stärker als bisher auszutauschen, um Maßnahmen koordiniert und in gegenseitiger Abstimmung auszuarbeiten und umzusetzen. Dabei kam aber nicht nur das Thema der Klimaveränderung sondern auch der Verkehr, der Katastrophenschutz sowie die Erhaltung der Biodiversität zur Sprache. Landeshauptmann Kompatscher, der unmittelbar aus Brüssel nach Herrenchiemsee angereist war, informierte seine Amtskollegen in diesem Zusammenhang auch über die angestoßene Initiative zur nachhaltigen Lebensmittelpolitik sowie die Notwendigkeit öffentlicher Vergaberegeln, die es erleichtern regionale Kreisläufe zu fördern. Auch das europäische Ziel, in Zukunft rund 25 Prozent der Mittel aller EU-Programme für den Klimaschutz vorsehen sei in diesem Zusammenhang eine große Chance. “Veränderung ist immer auch eine Gelegenheit, um Dinge besser zu machen und wir wollen die sich bietenden Chancen gemeinsam nutzen. Die heutigen Gespräche waren ein wichtiger Schritt in diese Richtung”, sagte Kompatscher im Anschluss an das Treffen.

Neben Landeshauptmann Arno Kompatscher und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder haben am Treffen auch der bayerische Europaminister Florian Herrmann, der Oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer der Tiroler Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler, die Salzburger Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Regierungsvizepräsident Christian Rathgeb aus Graubünden und Regierungsrat Marc Mächler aus St. Gallen teilgenommen. Die Vertreter aus vier Ländern haben das gemeinsame Ziel, die Alpenregion als Lebens-, Wirtschafts-, Natur- und Erholungsraum zu erhalten und zu schützen. Darum seien gezielte Schutzmaßnahmen für Mensch und Natur sowie eine verstärkte Kooperation zur Unterstützung der Klimaforschung nötig, waren sich die Konferenzteilnehmer einig. Dafür wurde heute eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, mit der eine intensive regionale Zusammenarbeit verstärkt werden soll.

Von: mk

Bezirk: Bozen