Von: luk
Bruneck – Deutliche Kritik an der geplanten neuen Trasse des Nordrings in Bruneck kommt vom Umweltverein „Naturtreff Eisvogel“. In einer Stellungnahme an die Stadtgemeinde Bruneck, an Landesrat Peter Brunner sowie an mehrere Landesämter warnt der Verein vor erheblichen Eingriffen in Natur- und Schutzgebiete.
Konkret bemängelt der Verein, dass für die Verlegung der bestehenden Umfahrungsstraße wertvolles Kulturland geopfert werde. Die geplante Trassenführung verlaufe in unmittelbarer Nähe des Natura-2000-Gebiets Ahrauen und bringe erhebliche negative Auswirkungen auf Flora und Fauna mit sich. Der im Projekt vorgesehene Schutzwall zwischen Straße und Schutzgebiet sei aus Sicht der Naturschützer unzureichend.
Bereits bei einem Lokalaugenschein im November 2025 mit Vertretern der Stadtgemeinde und der Landesverwaltung habe man auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Schutzwall in beide Richtungen zu verlängern und näher an der Straße zu errichten, um das Schutzgebiet wirksam vor Lärm, Licht und Staub abzuschirmen.
Der Naturtreff Eisvogel bekräftigt zudem frühere Forderungen aus den Jahren 2017, 2019 und 2025. Der Neubau einer Straße entlang des Schutzgebiets stelle einen gravierenden Eingriff dar und sollte verhindert werden. Falls das Projekt dennoch umgesetzt werde, dürften keine negativen Auswirkungen auf das Natura-2000-Gebiet zugelassen werden. Gefordert wird unter anderem ein durchgehender, bepflanzter Schutzstreifen mit heimischen Sträuchern und Bäumen.
Besonders kritisch sieht der Verein auch die geplante neue Brücke, die direkt über das Biotop Ahrauen führen soll. Diese würde laut Stellungnahme eine weitere Verschlechterung für das Schutzgebiet bedeuten. Der neue Straßenverlauf müsse stärker abgeschirmt werden, zudem seien zusätzliche Ausgleichsflächen für den Naturschutz erforderlich.




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