Von: luk
Lana – Der Einsatz chemischer Unkrautvernichtungsmittel in der Gemeinde Lana sorgt für Kritik. Die Freiwilligengruppe „Stop Pesticidi Alto Adige/Südtirol“ fordert die Gemeindeverwaltung auf, künftig auf Glyphosat und andere chemische Herbizide zu verzichten.
Auslöser ist eine Mitteilung der Gemeinde, wonach zwischen dem 1. und 8. April entlang von Straßen und Gehwegen Unkrautbekämpfungen mit den Wirkstoffen Carfentrazon-Ethyl, Glyphosat und Oxyfluorfen durchgeführt werden. Laut der Initiative handelt es sich dabei um Substanzen, die sowohl für die menschliche Gesundheit als auch für die Umwelt potenziell schädlich sind.
Die Gruppe plädiert stattdessen für alternative Methoden wie thermische Verfahren oder den Einsatz umweltfreundlicherer Mittel, etwa auf Basis von Essig- oder Pelargonsäure. Diese seien zwar oft aufwendiger in der Anwendung, hätten jedoch deutlich geringere Auswirkungen auf Böden, Grundwasser und Gesundheit.
Zudem verweist die Initiative auf bestehende gesetzliche Einschränkungen: Ein Dekret des italienischen Gesundheitsministeriums aus dem Jahr 2016 verbietet den Einsatz glyphosathaltiger Produkte in öffentlich stark frequentierten Bereichen wie Parks, Spielplätzen oder Schulgeländen. Diese Regelung diene insbesondere dem Schutz empfindlicher Bevölkerungsgruppen.
In der Mitteilung werden auch die Risiken der eingesetzten Wirkstoffe hervorgehoben. So gelten einige als umweltschädlich für Gewässer oder können allergische Reaktionen auslösen. Für Glyphosat werden zudem mögliche gesundheitliche Risiken diskutiert.




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