Von: Ivd
Bruneck – Am Freitag fand im Ratssaal der Gemeinde Bruneck ein Treffen mit den Bürgermeistern und den Mitgliedern des Bezirksrates der Mitgliedsgemeinden der Bezirksgemeinschaft Pustertal sowie Gesundheitslandesrat Hubert Messner statt. Im Mittelpunkt des Treffens standen zentrale Herausforderungen und Zukunftsthemen im Bereich Gesundheit und Gesundheitsvorsorge im Pustertal.
Zur Einführung des Treffens gab Hubert Messner, Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, einen Überblick über die allgemeinen Herausforderungen und mögliche Perspektiven für das Südtiroler Gesundheitswesen, wobei er im Besonderen auf das Thema der Gesundheitsförderung und Vorsorge als Schlüssel für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen einging.
Ein Schwerpunkt des anschließenden Austausches mit den Bezirksräten und Bürgermeistern waren vor allem Themen der wohnortnahen Versorgung wie die hausärztliche Betreuung und die gesundheitliche Versorgung im Territorium. Landesrat Messner gab Einblick in die aktuellsten Zahlen: Landesweit sind derzeit 310 Hausärzte tätig – das sind so viele wie noch nie. Dennoch gäbe es Gebiete, in denen es immer wieder punktuell zu Engpässen bei der hausärztlichen Versorgung komme, wie beispielsweise aktuell im Tauferer Ahrntal. Gerade deshalb arbeite das Land insgesamt an der Stärkung der wohnortnahen Versorgung und versucht, auch über die derzeit laufenden Kollektivvertragsverhandlungen mit den Allgemeinmedizinern, Maßnahmen zur gezielten Aufwertung und Attraktivierung des Hausarztberufs bereitzustellen. Die Gemeinden betonten ebenfalls die Dringlichkeit von strukturellen Entlastungen, klarer Perspektiven und nachhaltiger Maßnahmen, um die hausärztliche Grundversorgung langfristig sicherzustellen.
Ein weiterer wesentlicher Pfeiler zur Stärkung der Gesundheitsversorgung vor Ort betrifft die Planung und Realisierung von insgesamt 12 Gemeinschaftshäusern im ganzen Land, davon je eines auch in Bruneck und Innichen, sowie die geplante Aktivierung der neuen Gesundheits-Rufnummer 116117 für alle nicht-dringlichen Gesundheitsanliegen. Die neuen Strukturen fungieren – in Kombination mit der neuen Infohotline 116117 – als zentrale Anlaufstelle für soziale und gesundheitliche Dienstleistungen, an die sich die Bevölkerung im Einzugsgebiet, insbesondere Menschen mit chronischen Erkrankungen, rund um die Uhr wenden können. Dies einerseits, um den Bürgern eine niederschwellige und landesweit einheitliche Betreuung zu bieten und andererseits, die Krankenhäuser und insbesondere auch die Notaufnahmen zu entlasten.
Auch infrastrukturelle Projekte standen im Fokus: so wurde sowohl über den geplanten Neubau des Gesundheits- und Sozialsprengel Tauferer-Ahrntal in Sand in Taufers als auch über die Sanierung des bestehenden Gesundheits- und Sozialsprengels Hochpustertal in Innichen gesprochen. Um die derzeitige Raumsituation nachhaltig zu verbessern und ausreichend Büroflächen für den Sozialsprengel Bruneck-Umgebung sicherzustellen, ist eine Umsiedlung des Gesundheitssprengels in die Räumlichkeiten des Krankenhauses Bruneck im Gespräch.
Die Bezirksgemeinschaft Pustertal und die teilnehmenden Vertreter der Gemeinden bedanken sich herzlich beim Landesrat Messner für die sehr informativen Gespräche. Der Präsident der Bezirksgemeinschaft Pustertal, Robert Alexander Steger, betonte die Bedeutung eines starken gemeinsamen Engagements für den Bezirk: „Ein regelmäßiger Austausch zu wichtigen Themen und eine enge Zusammenarbeit mit der Landesregierung ist für die Weiterentwicklung des Bezirks dringend notwendig. Das Treffen mit dem Landesrat Messner trägt dazu bei, die Gesundheitsversorgung im Pustertal nachhaltig zu sichern und an die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen.“, ist sich Steger sicher.




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