Begehrensantrag angenommen

Landtag fordert Abschuss von Problemwölfen

Donnerstag, 12. Januar 2023 | 15:30 Uhr

Bozen – Der Landtag hat sich heute wieder mit den Großraubtieren und insbesondere mit den Wölfen befasst. Zur Abstimmung kam ein überparteilicher Begehrensantrag, um den Abschuss der problematischen Großraubwildtiere schnell und unbürokratisch im Bedarfsfall zu ermöglichen. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Begehrensantrag Nr. 52/22 Großraubwildtiere – Entnahme, schnell, unbürokratisch und mit Vernunft (eingebracht von den Abg. Unterholzner, Leiter Reber, Mair, Locher, Vallazza und Bacher am 14.11.2022): Der Landtag möge die italienische Regierung und das italienische Parlament auffordern, 1. Grundlagen zu schaffen, um den Abschuss der problematischen Großraubwildtiere schnell und unbürokratisch im Bedarfsfall zu ermöglichen; 2. eine einheitliche Gangart für die Regulierung von Großraubwildtieren für den gesamten Alpenraum zu schaffen; 3. innerhalb des EU-Rechts sämtliche Möglichkeiten der Derogation auszuschöpfen, um die geregelte Entnahme auf die Wildart „canis lupus” vor allem in den Bergregionen an die Regelungen jener europäischen Mitgliedsstaaten anzugleichen, in welchen bereits jetzt Ausnahmen vom generellen Wolfsabschussverbot gelten; 4. gesetzgeberisch eine klare Regelung zu schaffen, die bei Angriffen durch nachweislich gefährliche Wildtiere zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger unmittelbar zur Anwendung kommt.

Josef Unterholzner (Enzian) schickte voraus, dass die Bauern seit Jahren gegen die Risse der eigenen Haustiere kämpften. Es sei an der Zeit, dass man dies in den Griff bekomme; nicht rede, sondern Fakten schaffe. Dass es möglich sei, beweise Schweden, wo es derzeit eine Wolfoffensive gebe. Ebenso Estland. Auch diese Länder seien in der EU – deshalb sei es möglich. Er sei ein Freund der Tiere, auch des Wolfs, aber bei dieser Situation könne man nicht länger zuschauen. Er erinnerte an die Verhandlungen zum Antrag und betonte, dass der wichtigste Punkt erhalten geblieben sei. Die Wölfe hätten keinen Feind mehr, und das sei für unsere bewirtschafteten Almen untragbar. In anderen Ländern sei ein Wolfsmanagement möglich, daher müsse es auch hierzulande möglich sein. Bis jetzt habe die Politik viel zu wenig weitergebracht.

Franz Locher (SVP) wies darauf hin, dass die vielen Berghöfe in Südtirol nur mit viel Leidenschaft zu erhalten seien, und da sei der Wolf ein Problem. Er räumte ein, dass einiges bereits unternommen wurde, z.B. mit den Herdenschutzmaßnahmen, die aber nicht viel gebracht hätten. Viele Staaten in Europa hätten für sich eine Ausnahme vom generellen Abschussverbot gemacht, und eine solche Ausnahme sei auch für Südtirol gerechtfertigt. Nach den Aussagen des neuen Landwirtschaftsministers zum Thema sehe er Lichtblicke. Auf diesem Wege könne man weitergehen.

Diego Nicolini (5 Sterne Bewegung) konnte an dem Antrag nur die Emotionalität teilen. Wer ein wolfsfreies Südtirol fordere, betreibe Populismus, denn der Wolf kenne keine Grenzen. Man sollte sich mehr an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren. Der Wolf sei sicher ein Problem für die Viehwirtschaft. Eine “unbürokratische” Entnahme könne er nicht befürworten, wohl aber ein einheitliches Vorgehen im ganzen Alpenraum. Dieser Antrag ziele auf Eindruck bei den Medien, eine wirkliche Lösung liege anderswo.

Es sei nicht nur ein emotionales Problem, entgegnete Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit). Die Schäden für die Berglandwirtschaft seien echt. Was beim Problem oft übersehen werde, seien die Hybriden, die weniger Scheu hätten und in die Siedlungen hineingingen. Entnahme bedeute nicht immer nur “Töten”, es gebe auch andere Wege, etwa ein Wegbringen. Auch eine Sterilisierung könne ins Auge gefasst werden, vor allem bei den Hybriden. Das Problem seien die Herdenbildung und die unkontrollierten Risse. Es brauche koordinierte Maßnahmen im Alpenraum, auch für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Auf gesamteuropäischer Ebene könne man sich überlegen, wo die Wölfe hingebracht werden könnten, wo sie keinen Schaden anrichten könnten.

Maria Elisabeth Rieder (Team K) unterstrich, sie komme selbst aus einer Bergbauernfamilie und der Schutz der Nutztiere sei wichtig und richtig. Sie wolle kurz dazu Stellung nehmen, was die Einbringer des Begehrensantrags getan hätten: Denn der, der gestern vorgelegen habe, habe mit dem von heute nichts mehr zu tun. Es sei ein populistischer Antrag, der aufwiegle und Ängste schüre, die nicht real seien. Sei den Bauern, die die Einbringer scheinbar vertreten wollten, auch die Wahrheit gesagt worden, was so ein Antrag in Rom bewirke? Es scheine ihr, es gehe um persönliche Werbung für die Einbringer.

Hanspeter Staffler (Grüne) erklärte, dass der Begehrensantrag in Wirklichkeit nichts Neues sage – er habe aber das Problem, dass er das Pferd von hinten aufzäume. Man befasse sich im Landtag seit Jahren mit Wolfsmanagement. Am Ende gehe es darum, Tiere zu entnehmen. Es würde aus Sicht der Grünen mehr bringen, die Landwirte dazu zu bewegen, dass die vom Land gebotenen Maßnahmen angenommen würden. So habe Landesrat Arnold Schuler unlängst berichtet, dass es kaum Anfragen zum Herdenschutz gebe. Auch die Grünen seien für Wolfsmanagement, und fänden es auch okay, wenn am Ende aller möglichen Maßnahmen ein Tier entnommen werde – doch zuerst müssten andere Schritte umgesetzt werden. Das werde aber nicht getan. Nur von Entnahmen zu reden, und das Prophylaktische, das Vorbeugende auszublenden, sei nicht in Ordnung. Das Ganze müsse wissenschaftlich-sachlich angegangen werden.

Sandro Repetto (Demokratische Partei – Bürgerlisten) betonte, der ursprüngliche Antrag habe eine klare politische Ausrichtung gehabt: Man sei davon ausgegangen, dass die Politik bis jetzt nichts getan habe, was aber nicht stimme. Im beschließenden Teil des Antrags fehle der Impuls, das geltende Landesgesetz zum Großraubwild umzusetzen. Es fehle auch der Zusammenhang zu den hydrogeologischen Risiken, denn ein Monitoring von Bär und Wolf sei auch in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Angesichts dessen, wie der Antrag zustande gekommen sei und wer ihn letztendlich unterschrieben habe, könne man schließen, dass es um einen Angriff auf den zuständigen Landesrat gehe. Der Antrag gehe also weit über das Wolfsthema hinaus.

Die Regierung Meloni habe, so Marco Galateo (Fratelli d’Italia), sich bereits ausführlich mit dem Thema befasst. Es gebe mit dem jüngsten Haushaltsgesetz auch gesetzliche Regelungen, die es ermöglichten, dass die Regionen und autonomen Provinzen vorgehen könnten, wenn Wildtiere gefährlich werden, in anderen Regionen Italiens die Wildschweine, in Südtirol die Wölfe. Das Land müsse nur entscheiden, wie es das umsetzen wolle.

Riccardo Dello Sbarba (Grüne) machte dem Abg. Unterholzner ein Kompliment, weil er es dank dem Abg. Locher geschafft habe, die gesamte Volkspartei auf seine Seite zu ziehen. Der Großteil des abgeänderten Antrags entspreche dem ursprünglichen. Der Abg. Staffler habe Recht: Die Regeln gebe es schon, sie müssten lediglich angewandt werden. Es stünden auch öffentliche Mittel dafür zur Verfügung. Hier gehe es nicht um den Wolf, sondern vielmehr um die nächsten Wahlen. Der Kern des Problems sei der schnellere Abschuss des Wolfes. Er sei überzeugt davon, dass der Großteil jener, die später für die Annahme des Antrags stimmen würden, dies mit Bauchschmerzen machen würden – und das halte er nicht für gut.

LR Arnold Schuler erinnerte daran, dass die heute geltenden Regelungen zu einer Zeit eingeführt worden seien, als der Wolf noch nicht so weit verbreitet gewesen sei wie heute; auch in Südtirol habe sich der Wolf ausgebreitet. Es bräuchte die Lockerung der Regelungen und vernünftige Einzelentnahmen. Doch um mittelfristig die Konflikte zu reduzieren, würden Einzelentnahmen nicht ausreichen. Auch in der Weidehaltung müssten Maßnahmen gesetzt werden. In anderen Staaten der Europäischen Union gebe es Möglichkeiten der Entnahme. Italien diskutiere den sogenannten Wolfsplan seit 2003. Im ersten Entwurf des Managementplans war die Möglichkeit der Entnahme nicht vorgesehen, er habe in der Agrarkommission die Annahme des Planes ohne Möglichkeit der Entnahme verhindert. Es gebe immer noch einige Regionen, die von Entnahmen nichts wissen möchten. Der letzte Entwurf des Managementplans sehe nun aber die Möglichkeit der Entnahme vor. Das andere sei die Umsetzung des Landesgesetzes; es sei wichtig, dass man vom Verfassungsgerichtshof Recht bekommen habe. Man sei im Gespräch, um eine Lösung zu finden, um verstehen zu können, was die Voraussetzungen sind, das wissenschaftliche Gutachten zu erhalten und das Landesgesetz umsetzen zu können. Zum Selbstschutz gebe es bereits eine Regelung, dass man intervenieren könne – der Schutz des Lebens sei vorrangig. Aber Voraussetzung dafür sei ein aggressives, gefährliches Verhalten des Tieres. Seines Wissens habe es in Italien ein solches in den vergangenen Jahren nie gegeben. Allein das sich Nähern an ein Haus oder das Durchwandern eines Gebietes reiche nicht aus. Die Wissenschaft sei sich nicht einig, ab wann man von einem Wolf rede und bis wann um einen Hybrid. Bei den Entnahmen müsse man nicht unbedingt vom Schießen sprechen, sondern auch von möglichen Umsiedlungen und Sterilisationen, wie Abg. Knoll angemerkt habe. Das seien keine wirklichen Lösungen. Denn ein so scheues und schlaues Tier wie den Wolf einzufangen, sei ein sehr schwieriges Unterfangen. Und welches Land würde einen Wolf abnehmen? Der Südtiroler Politik werde häufig vorgeworfen, sie sei bezüglich Wolfs untätig. Das stimme nicht, es habe unzählige Treffen zum Thema gegeben – nicht nur auf nationaler Ebene, sondern darüber hinaus; es gebe Maßnahmen für Hirten usw.

Unterholzner bat um namentliche und getrennte Abstimmung aller Punkte. Einige Kollegen hätten ihm wegen des Einbringens des Begehrensantrags Populismus vorgeworfen, doch er arbeite seit Oktober 2018 sachlich und für die Wähler. Die Frage sei, ob das Problem gelöst worden sei. Die Antwort sei nein. Der Antrag solle ein Beitrag zur Lösung des Problems sein. Der Abg. Nicolini habe gemeint, dass bei diesem Thema Emotionen im Spiel seien – doch es seien inzwischen fast 300 Schafe im Jahr, die in Südtirol gerissen würden. Wenn man vor toten Tieren stehe, könne man durchaus emotional sein. Der Begehrensantrag wurde in Teilabstimmungen zu den Prämissen und den einzelnen Punkten mehrheitlich (22 bis 27 Ja) angenommen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

24 Kommentare auf "Landtag fordert Abschuss von Problemwölfen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
ieztuets
ieztuets
Superredner
16 Tage 2 h

Jo bravo, startn Menschn a Offensive gegen Tiere wie in Mittelolter, traurige Welt!

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
15 Tage 21 h

Finden sie es für richtig wenn viele andere bisher heimische Tierarten wegen den Wölfen verschwinden, viele andere große Qualen erleiden, Tierhalter nicht mehr schlafen können und Bergbauernhöfe sowie Almen aufgegeben, wodurch die öffentliche Sicherheit für Menschen durch Lawinen, Muren, Brände und Überschwemmungen gefährdet wird ???

Frage
Frage
Neuling
15 Tage 20 h

Ja finde ich richtig. haha welche einheimischen Tierarten verschwinden denn durch den Wolf?!?! Quelle?
Wenn die Almen verschwinden wächst wieder Wald = Schutzfunktion für Muren usw. wird gesteigert und nicht andersherum.

Tanne
Tanne
Universalgelehrter
15 Tage 12 h

Landschaftspfleger, woher deine Unwissenheit? Tiere verschwinden nicht durch die Anwesenheit der Grossraubtiere, das Gegenteil ist der Fall. Bitte Unterhalte dich diesbezüglich mit Wildbiologen.

N. G.
N. G.
Kinig
15 Tage 10 h

@Landschaftspfleger Wie dein Nick sagt, du bist Landschaftslfleger und kein Natur und Wildexperte!

andr
andr
Universalgelehrter
16 Tage 59 Min

Höchste Zeit aber man redet zuerst jahrelang und dann kommt es halt doch zu dem was der einfache Bauer schon am Anfang gesagt hat. Der Wolf gehört in die große Wildnis…………..

@
@
Universalgelehrter
16 Tage 45 Min

@andr
Glaubst du wirklich dass wegen eines Begehrensantrages von ein paar “Hansl” Rom den Schutzstatus des Wolfes ändert?
Wahlkampfgeplänkel. Träum weiter.

So ist das
15 Tage 10 h

Ach das Wahlvolk hat noch nicht verstanden, dass vor den Wahlen vieles versprochen wird.
Sind alles nur Ver-sprecher 😂😂😂

N. G.
N. G.
Kinig
16 Tage 2 h

Die Ausagen mancher Politiker lesen sich teilweise wie Grimms Märchen oder der Hexenhammer aus dem Mittelalter.
Jedenfalls, wird jetzt zum Wohl unserer Bauern ernst gemacht.
Ich stehe dann “emotional bewegt” vor dem toten Wolf!

info
info
Superredner
16 Tage 1 h

Wie “von Seiten der Gemeinde” anmerkt: “Es geht um das Schüren von Ängsten, Panikmache […] und in erster Linie um die Verrohung der Sprache, die sachliche Diskussionen zunehmend verunmöglicht.”
https://www.youtube.com/watch?v=Kuo6QD7903Y

Paladin
Paladin
Superredner
15 Tage 11 h
@N.G.: Du stehst “emotional bewegt” vor dem toten Wolf, ein anderer vor dem toten Schaf. Wessen Leben wiegt mehr? Eine schwierige Debatte. Es werden Bauern subventioniert und dann nochmal speziell die Züchtung bestimmter Schafe/Ziegen etc. Auf der einen Seite wird das Idyll, der Bergbauernhof, propagandiert und gefördert. Auf der anderen Seite will man auch den Wolf wieder heimisch ansiedeln. Ein Tier wird immer die Beute reißen, die am einfachsten zu bekommen ist. Das sind natürlich in der Regel eingezäunte Nutztiere. D.h. der Wolf wird subventioniert und tötet die Tiere die ebenfalls subventioniert werden. Ein Teufelskreis, der dazu auch noch Unmengen… Weiterlesen »
N. G.
N. G.
Kinig
15 Tage 10 h

@Paladin Ein Tierschützer würde niemals vor einem gerissenem Schaf stehen und in Tränen ausbrechen. Er weiß, dass das ein ganz normaler Vorgang in der Natur ist! Wenn z. B. Räuber in der Natur Neugeborene oder Jungtiere reißen dann sieht das für uns Menschen grausam aus aber dient letztendlich auch nur der Balance zwischen Räubern und Gejagten.

N. G.
N. G.
Kinig
15 Tage 9 h

@Paladin Subventionen ist ein Thema für sich denn was wird denn in Südtirol gemacht? Es wird im Grunde ne Museumsalmwirtschaft unterstützt. Der guten alten Zeiten willens. Entweder sie ist rentabel oder nicht. Wie sehen diese Almen oft aus? Überspitzt gesagt, Getränke Ausschank und morgens und abends etwas Vieh rum treiben!? Dann lassen wir doch ganz emotionslos auch alle Subventionen bleiben! Wenn ich Kulturlandschaft lese, wird mir übel!
Am Ende aller Zeiten wäre nirgends mehr Platz für wilde Tiere!?

krokodilstraene
krokodilstraene
Tratscher
16 Tage 4 h

Haben sich Vallazza und Bacher nun auch dazugesellt?
Stehen denn Wahlen vor der Tür?

@
@
Universalgelehrter
16 Tage 29 Min

Einfach nur peinlich.Die SVP lässt sich von der Opposition und den Bauern Locher und Valazza beim populistischen Thema “Wolf” vor sich hertreiben aus Angst vor Stimmenverlust bei den nächsten Wahlen. Lustig ist auch, dass sich Bacher, die sich als Arbeitnehmervertreterin rühmt, auf die Seite der Bauern schlägt.Einfach nur peinlich.

ieztuets
ieztuets
Superredner
15 Tage 11 h

Wenn man nicht imstande ist, seine eigenen Zuchttiere, wohlgemerkt im persönlichen Interesse, nicht der immer angesprochenen Allgemeinheit (wegen der Almen, Bergbauernhöfe, Landschaftsschutz blablabla) zu schützen hat nicht der Wolf schuld, er handelt nach Instinkt!

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
15 Tage 10 h

Ich freue mich schon darauf wie sie uns das Schützen von Nutztieren auf Hochalmen und auf steilen, steinigen Bergbauernhöfen mit viel Körpereinsatz und unter Einhaltung aller Tierschutzbestimmungen, verwirklichen und uns vorführen. Wenn ihnen das gelingt, dann werden sie ein großer Pionier sein, denn dies ist noch nirgendwo und niemanden gelungen !!

Paladin
Paladin
Superredner
15 Tage 9 h

@ieztuets: Wie weit geht Schutz? Wenn ein Bauer einen Wolf auf gut deutsch gesagt, abknallen darf um seine Tiere zu schützen, ist das ja auch Herdenschutz? Man kann keine riesigen Zäune auf Almen ziehen um den Wolf auszusperren, das macht weder finanziell, noch optisch Sinn. Wer zahlt dafür? Das wird dann wieder subventioniert, eine bürokratische und hirnrissige Spirale, die Geld der öffentlichen hand verschlingt. Frage: Wie würdest du denn diese Zuchttiere schützen?

fingerzeig
fingerzeig
Tratscher
15 Tage 23 h

mit *fordern* klappts sicher… gibt ja genügend beispiele dafür.

EviB
EviB
Superredner
15 Tage 19 h

Und die Landtagswahl rückt näher…. und mit ihr die “Zuggolan” für die Wähler…

pingoballino1955
pingoballino1955
Universalgelehrter
15 Tage 13 h

Bis jetzt viel blabla,passiert ist nichts,und die Herdenschutzmassnahmen helfen auch nichts.Wer einmal auf der Alm war und gesehen hat,was da mit den Wölfen abläuft,der weiss zumindest von was er spricht,der Rest ist SvP und Enzian Wahlwerbung!

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
15 Tage 10 h

Wölfe haben dort ihre Berechtigung, wo sie wie in den diversen nordamerikanischen und kanadischen Nationalparks nach ihrer Wiederansiedlung sogar zur Verbesserung der Biodiversität beitragen. Nämlich indem sie die großen Grasfresserherden (Wapiti ua.) im natürlichen Gleichgewicht halten.

bern
bern
Universalgelehrter
15 Tage 20 h
ieztuets
ieztuets
Superredner
15 Tage 7 h

Sicher ist alles schwierig, es muss halt im eigenen Interesse abgewägt werden… ich glaube nicht dass alle Wölfe die es bei uns gibt abgeschossen werden dürfen bzw. auch gar nicht können oder wäre das richtig?

wpDiscuz