Treffen in Wolkenstein

Langkofel: Austausch über einen stärkeren Schutz

Dienstag, 10. März 2026 | 18:36 Uhr

Von: mk

Wolkenstein – Wie kann der Schutz des Langkofels und angrenzender Bereiche wie der Cunfinböden künftig stärker gesichert werden? Mit dieser Frage befasste sich der Informationsabend, der am Montag, den 9. März 2026 um 20.00 Uhr im Gemeindesaal von Wolkenstein in Gröden stattfand. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Initiativgruppe Nosc Cunfin, die Moderation übernahm die Präsidentin Heidi Stuffer. Daran nahmen Bürgermeister, Gemeindereferenten und Gemeinderäte aus Wolkenstein, St. Christina, St. Ulrich und Kastelruth teil.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Überlegung, wie der Schutz des Langkofelgebiets und angrenzender Bereiche wie der Cunfinböden gestärkt werden kann. Zu den vorgestellten Möglichkeiten gehörten die Einbeziehung von Flächen von besonderem naturkundlichem Wert in den Naturpark Schlern Rosengarten oder, alternativ dazu, die Schaffung eines neuen Naturparks.

Im Verlauf des Abends wurde der Wert des Langkofels als Symbol des Grödnertals und als Gebiet von großer landschaftlicher, ökologischer und kultureller Bedeutung bekräftigt. Ein stabilerer und langfristig besser erkennbarer Schutz wurde als Chance gesehen, die Biodiversität und sensible Lebensräume zu erhalten, die Landschaft zu bewahren, eine klarere Planung zu fördern und ein intaktes Gebiet auch mit Blick auf den Tourismus aufzuwerten.

Nach einer kurzen Einführung in den bisher zurückgelegten Weg kamen mehrere Gäste zu Wort und brachten unterschiedliche, einander ergänzende Fachkenntnisse und Sichtweisen ein.

Gianluca Vignoli, Ingenieur für Umwelt und Raumplanung, erläuterte die Schutzinstrumente und mögliche Abgrenzungen und betonte: „Schutzgebiete sind von grundlegender Bedeutung für das Wohlergehen unserer Gemeinschaft.“

Franziska Zemmer, Biologin, lenkte die Aufmerksamkeit auf den naturkundlichen Wert des Gebietes und seiner Lebensräume: „Schutzgebiete sind Identitätslandschaften und Refugien der Artenvielfalt.“ Michael Trocker, Touristiker, unterstrich den Zusammenhang zwischen einer intakten Landschaft und der Qualität des künftigen Angebots: „Die Gemeinden im UNESCO Welterbe Dolomiten sind für die Entwicklung des Schutzgedankens verantwortlich.“

Heiner Oberrauch, Unternehmer, stellte die Verantwortung gegenüber diesem besonderen Ort und gegenüber den künftigen Generationen in den Mittelpunkt: „Nicht nur aus der Verantwortung des besonderen Ortes und der zukünftigen Generationen, sondern auch aus einer wirtschaftlichen Sicht für das Morgen sind die Langkofelgruppe und die Cunfinböden zu schützen.“

Der Bürgermeister von Villnöss Peter Pernthaler verwies schließlich auf einen möglichen institutionellen Weg und auf die Rolle der Gemeindeverwaltungen. Als Beispiel nannte er die Gemeinde Villnöß und fasste den Gedanken mit den Worten zusammen: „Puez Geisler: Vielfalt sichern, Zukunft schützen.“

Der Abend endete mit einem offenen Austausch. Mit dieser Initiative wollte die Gruppe Nosc Cunfin eine klare Informationsgrundlage schaffen, um die Diskussion über die Zukunft einer der repräsentativsten Landschaften der Dolomiten weiterzuführen.

Bezirk: Salten/Schlern

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