Nur Gutachten des Rechnungshofs ausständig

Lehrpersonal: Reallohnerhöhung ist definitiv genehmigt

Freitag, 19. Juni 2026 | 15:22 Uhr

Von: mk

Bozen – In wenigen Monaten wird ein spürbares Plus auf dem Gehaltszettel des Lehr- und Bildungspersonals an den Landesschulen stehen: Auf Vorschlag von Personallandesrätin Magdalena Amhof hat die Landesregierung am Freitag, 19. Juni, die Umsetzung der Reallohnerhöhung von durchschnittlich 5.200 Euro brutto im Jahr definitiv genehmigt. “Damit setzen wir zunächst für den Bereich der Landesschulen das Ziel um, das wir uns im Koalitionsprogramm gesetzt hatten, nämlich Bildungsberufe besser zu vergüten”, betont Personallandesrätin Magdalena Amhof, die auch den ungebrochenen Einsatz des Landeslehrpersonals im Laufe des vergangenen Schuljahres hervorhebt. Die Schulen staatlicher Art (Grund-, Mittel- und Oberschulen) würden in Kürze folgen, der Vertragsentwurf sei vor wenigen Tagen unterzeichnet worden.

Formeller Weg zur endgültigen Unterzeichnung fast abgeschlossen

Bereits im Herbst 2025 hatte die Landesregierung die Bereitstellung von jährlich 110 Millionen Euro für die Lohnaufwertung des Personals im Bildungsbereich angekündigt. In der Folge wurde verhandelt und rund 90 Millionen Euro dieser Summe für eine allgemeine Lohnerhöhung zugesagt, die beim Landeslehrpersonal 400 Euro brutto pro Kopf mal 13 Monate betragen wird. “Mit der nun erfolgten Ermächtigung der Landesregierung zur definitiven Vertragsunterzeichnung und Zweckbindung der Geldmittel ist ein weiterer notwendiger Schritt im Verhandlungsprozess getan. Sobald auch die positive Bescheinigung des Rechnungshofes vorliegt, wird der Vertrag definitiv unterschrieben und im Amtsblatt der Region veröffentlicht – dann kann die Auszahlung erfolgen”, erläutert Amhof.

Die Geldmittel stehen rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 zur Verfügung. Neben dem Lehrpersonal der Berufsschulen, Fachschulen und Musikschulen des Landes gilt die Gehaltsaufwertung auch für pädagogische Fachkräfte an Kindergärten, Kindergärtnerinnen und Kindergärtner, Sozial- und Schulsozialpägagoginnen und -pädagogen sowie Mitarbeitende für Integration.

Weitere Aufwertungen bereits in Verhandlung

Wie Landesrätin Amhof erinnert, befinden sich nach der bereits erfolgten Inflationsanpassung im Herbst 2025 derzeit noch weitere finanzielle Maßnahmen und normative Anpassungen in Verhandlung. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Annäherung der Gehälter für Lehrpersonen unterschiedlicher Schulen und Schulstufen sowie die zusätzliche Vergütung besonderer Leistungen im Schulalltag.

Bezirk: Bozen

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