"Mehr Baustellen als Lösungen"

Leiter Reber: „Martha Stockers Abgang wenig überraschend“

Dienstag, 17. April 2018 | 10:08 Uhr

Bozen – Der freiheitliche Landesparteiobmann Andreas Leiter Reber kommentiert den Abgang von Martha Stocker wie folgt: „Martha Stocker ist als Person Tribut zu zollen für ihre langjährige politische Tätigkeit. Doch kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass Martha Stocker in ihrem Amt mehr Baustellen hinterlässt als Lösungen brachte: die Schließung der Geburtenstationen in Sterzing und Innichen, die Ausdünnung der Gesundheitsvorsorge am Land und die einseitige Konzentration auf Bozen, das Chaos in der Asylantenbetreuung und Asylantenunterbringung, das Versagen in der Impfthematik, die Aufweichung von Proporz und Zweisprachigkeit im Gesundheitsbereich zum Schaden der Patienten, die ein Anrecht auf Behandlung in ihrer Muttersprache haben, ohne dass dadurch im mindesten der Ärztemangel behoben worden wäre, das Hinhalten der Jungmediziner, deren Vorschläge nicht beachtet werden – all dies hat Martha Stocker letztendlich politisch zu verantworten.“

Dass sie dabei nur die Vorgaben ihrer SVP und von Landeshauptmannes Arno Kompatscher befolgte, möge zwar stimmen, enthebe sie aber nicht ihrer Verantwortung, so die Freiheitlichen. Schlussendlich sei Martha Stocker wohl ein Bauernopfer und Blitzableiter, um den Unmut der Bevölkerung abzulenken.

„Daher sind die Krokodilstränen von SVP-Obmann Achammer zu hinterfragen. Stockers Abgang löst keines der genannten Probleme, da auch unter einem anderen SVP-Politiker keine Kursänderung zu erwarten ist. Nur mit einem Politikwechsel wird das gelingen. Wir Freiheitlichen stehen für einen solchen Politikwechsel – der Wähler hat es im Herbst in der Hand, diesen Wechsel herbeizuführen!“; so Leiter Reber abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Leiter Reber: „Martha Stockers Abgang wenig überraschend“"


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herbstscheich
herbstscheich
Superredner
7 Tage 20 h

zu dieser Analyse braucht es keinen blauen Dunst….

Marco schwarz
Marco schwarz
Grünschnabel
7 Tage 19 h

Ja der Leiter-Reber: da sagt er Patienten haben das Recht auf Mutterspeache. Nur deutschsprachige Patienten oder auch italienischsprachige? Zu den Geburtenstationen: wenn nicht einmal 1Geburt pro Tag ist, wer soll für den ganzen Apparat aufkommen? Und zudem sind meines Wissens die Kinder dennoch auf die Welt gekommen, auch ohne Innichen und Sterzing. Dass es Baustellen gibt, ist sicher. Aber dazu bedarf es nicht nur Kritik, sondern auch handeln. Und auch ihr seid Politiker, deshalb handelt mal. Dann können wir weiterreden.

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