Kritik vom Team Köllensperger

“Lieber Postkästen als Mitarbeiter”

Dienstag, 26. Februar 2019 | 17:56 Uhr

Bozen – Das Team Köllensperger kritisiert das Abkommen zwischen Land und Post. “Was als ‘autonomiepolitischer Erfolg’ vor zwei Jahren von der SVP und Landeshauptmann Arno Kompatscher präsentiert wurde, entpuppt sich immer mehr als Komplettversagen. Die Grundlage für dieses Scheitern der politischen Führung wurde vor zwei Jahren mit dem Abschluss des Abkommens zwischen Poste Italiane und der Landesregierung gelegt.” Das Team Köllensperger fordert schnelle und mutige Entscheidungen, sowie Konsequenzen.

“Zehn Millionen Euro hat die Landesregierung im Zeitraum 2017-2019 für das Abkommen mit der italienischen Post zweckgebunden. Gar mancher glaubte nach der Unterzeichnung am 05. April 2017 in Rom zwischen Landeshauptmann Arno Kompatscher und Post-Chef Francesco Caio, dass die Post nun Landeskompetenz geworden sei – von wegen. Bei genauerem Hinschauen zeigt es sich, dass im Abkommen alles wichtiger zu sein scheint, als die Mitarbeiter der Post, damit der Mensch, der im aktuellen Regierungsprogramm der SVP so salbungsvoll in den Mittelpunkt gestellt worden ist. So sieht der Vertrag zwischen Land und Post z.B. vor, dass 75.000 Euro für die Ausstattung der Postämter mit Wi-Fi, 223.800 € für die Installation der zusätzlichen blauen Postkästen (für die internationale Post) und sage und schreibe 4,6 Millionen für die Zustellung der Zeitungen und Zeitschriften, auch samstags, aus dem Geldtopf der Südtiroler bezahlt werden”, so das Team Köllensperger.

Von einer Zuweisung der öffentlichen Geldmittel gezielt in die Anstellung und Aus- bzw. Weiterbildung der Mitarbeiter der Post stehe im Abkommen nichts. “Hier hat sich das Land als ziemlich schwacher Vertragspartner gezeigt.” „Im Alpinismus sind Gipfeltreffen das Ergebnis heroischer Leistungen. In der Politik entstehen Gipfeltreffen immer häufiger als Ergebnis unzulänglicher Arbeit und weil etwas im Argen liegt. Man denke nur an den Verkehrsgipfel, an den Sicherheitsgipfel und jetzt eben an den Postgipfel, der erst gar nicht stattgefunden hat,“ kommentiert Alex Ploner, der Abgeordnete des Team Köllensperger, die jüngsten Entwicklungen rund um das Postwesen in Südtirol.

„Ein Abkommen, das von vornherein vorwiegend strukturelle Dinge wie Postkästen, Schließfächer, Internet und Verteilerzentren fördert, aber
die Poste Italiane mit keiner Zeile zu einer Personalaufnahme verpflichtet, hätte so nie abgeschlossen werden dürfen“, zeigt sich Maria Elisabeth Rieder vom Team Köllensperger verwundert. Aus der Sicht des Team Köllensperger muss das Abkommen “sofort aufgelöst und neu verhandelt und anstatt in Postkästen in Menschen investiert
werden.”

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "“Lieber Postkästen als Mitarbeiter”"


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m69
m69
Kinig
1 Monat 3 h

 … mir gefällt die Diskussion …

aber mal jemand von der Basis, Postboten und oder Briefträger aus den jewiligen Bezirken zu den Verhandlungen mit der Post befragen oder hinzufügen nein, das macht ja keinen Sinn, gel?

tucano2
tucano2
Grünschnabel
1 Monat 2 h

Das versuchen ja die Südtirolnews Leser ja die ganze zeit zu sagen, aber niemand reagiert drauf! Wie immer, viel Geschrei und nix passiert!

Wohlzeit
Wohlzeit
Tratscher
1 Monat 3 h

in Eppan ist in der Bahnhofstraße weniger hundert Meter vom Postamt entfernt ein Briefkasten, aber am Rathaus keiner. Da verstehe man die Logik dahinter

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