Freiheitliche sprechen von verpasster Chance

Mair: „Landesstelle für den Pass wäre von Anfang an notwendig gewesen“

Mittwoch, 11. August 2021 | 09:41 Uhr

Bozen – Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair erklärt, dass das Chaos bei der Ausstellung des „Grünen Passes“ eingedämmt hätte werden können, wenn die Landesregierung den freiheitlichen Antrag zur Einrichtung einer eigenen Landesstelle unterstützt hätte.

„Zum Nachtragshaushalt des Landes legten wir Freiheitliche einen Tagesordnungsantrag vor, wonach in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium eine Landesstelle einzurichten sei, welche für die Ausstellung des „Grünen Passes“ für die Südtiroler Bevölkerung zuständig wäre. Dieser Antrag wurde von der SVP-Lega-Mehrheit abgelehnt und heute zeigt sich mehr denn je, wie notwendig diese eigene Landesstelle gewesen wäre“, hält Ulli Mair in einer Aussendung einleitend fest.

„15.000 Südtiroler warten nach wie vor auf die Ausstellung des Passes und müssen bald zusätzlich für die Testkosten aufkommen. Dies ist eine Schikane erster Ordnung und ist ein Paradebeispiel, wie die Regierungspolitik das Vertrauen der Bürger verspielt“, kritisiert Mair.

„Der flächendeckende Einsatz und die schnelle Verfügbarkeit von Gratistests ist nach wie vor eine Notwendigkeit. Es geht nicht nur darum, diese Möglichkeit aufrecht zu halten bis die Probleme mit dem „Grünen Pass“ gelöst sind, sondern auch darum, dass sich das Testen als zuverlässige Waffe zur Eindämmung des Virus erwiesen hat. Insbesondere müssen Gratistests für Lehrer und Kinder stets zur Verfügung stehen“, unterstreicht Mair. „Kein nachvollziehbarer Grund liegt vor, weshalb von einer bewährten Strategie abgegangen wird und damit dem Virus erneut der rote Teppich ausgerollt wird. Der Nutzen dieser Gratistests würde die Kosten allemal aufwiegen“, unterstreicht die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Die Diskussion um die Verlängerung des Impfnachweises, der nach dem Impfen ausgestellt wird, geht vollkommen am Problem vorbei. Im digitalen Zeitalter müsste es doch möglich sein, dass das Land für den Staat einspringt und einen gültigen QR-Code auf die Beine stellt. Im EU-Ausland gelten die Zettel des Impfnachweises nicht immer und überall“, so Mair.

„Zudem habe ich den Eindruck, dass es nicht nur beim Staat hapert, sondern dass auch Südtirol Daten schlampig weitergeleitet hat. Denn selbst Personen, die alle Angaben 1000-fach korrekt eingegeben haben, erhalten eine Fehlermeldung. Sehr häufig eben jene, die nur eine Impfung (Johnson&Johnson) erhalten haben, sich beim Hausarzt haben impfen lassen oder jene, die genesen sind und nur eine Impfung erhalten haben. Da muss auch in Südtirol ein Fehler im System sein“, betont die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Noch heute muss eine Lösung auf den Tisch. Alles andere ist nicht mehr vertretbar“, so Ulli Mair abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Mair: „Landesstelle für den Pass wäre von Anfang an notwendig gewesen“"


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Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Liebe Frau Mair, dann finden sie bitte eine!    noch heute!    

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Frau Mair hat vollkommen recht. Was da abgeht, ist ein Riesenskandal. Doch mein Zahnarzt hat darauf die optimale Antwort: Siamo in Italia.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 10 Tage

Gut, dass sie es früh genug vorgeschlagen haben, bevor es zu spät war.

Sumsi
Sumsi
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Bin kein SVP-Wähler, im Gegenteil, aber im Nachhinein ist jeder schlauer, dazu braucht es keine Opposition!

thomas
thomas
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

und den Impfstoff müssen wir auch selbst herstellen. Die Laimburg mocht des schun

Savonarola
1 Monat 10 Tage

@ thomad

ja, die Laimburg und der andere Betrieb in der Töll bei Meran 🤣

Server
Server
Superredner
1 Monat 10 Tage

Interessant ist auch, daß man bei Hausarzt, Gemeinde, Apotheke, Steueramt und Co. Keinen “Green pass” benötigt. Zahlen dürfen wir immer und gerne, sonst werden wir behandelt wie die “Verbrecher”. Wenn schon den Pass, dann bitte gestaffelt. Und Bürger, die Steuern zahlen und keine Coronahilfen bekommen haben, sollten bevorzugt werden. Zwischen Gemeinde, – Müll-, Trkinkwasser-, Gebäudesteuer. Nicht zu knapp! Dann Medikamente, Altersheim-, Fernseh-, Internet-, Telefon, Heizung, Hundearzt und sonstige Ausgaben und das alles ohne Hilfe! Da frag ich mich, für was man einen “Grünen Pass” braucht? Wer mehr zahlt, hat auch frühzeitig Vorteile.

Offline
Offline
Kinig
1 Monat 10 Tage

Dass das in der IT Hightech Provinz Südtirol passieren kann, ist mir völlig schleierhaft.

AnWin
AnWin
Superredner
1 Monat 10 Tage

…Schmarrn!

einervonvielen
einervonvielen
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

:-), wenn etwas notwendig sein sollte, dann ist es ein Verbot der Sonderlocken und Sonderwege 

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