„Volksparteienpolitik gleicht einer Showsendung im Privatfernsehn“

Mair: „Möchtegern-Kanzler Kurz im ‚italienischen‘ Südtirol“

Donnerstag, 13. Juli 2017 | 13:24 Uhr

Bozen – Die Freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, kritisiert das mangelnde Feingefühl der Volksparteien diesseits und jenseits des Brenners für Südtirol. „Anscheinend geben sich Außenminister Sebastian Kurz in Wien und Landesrat Philipp Achammer in Bozen mit dem Stand der Dinge zufrieden und stellen die Weichen für die endgültige Aushöhlung der Autonomie“, erklären die Freiheitlichen.

„Möchtegern-Kanzler Kurz will ein paar erholsame Tage im „italienischen“ Südtirol verbringen, bevor der Brenner seine Tore aufgrund der illegalen Masseneinwanderung dicht macht. Vier Jahre Kompatscher und Achammer haben offenbar ausgereicht, um aus unserem Südtiroler Heimatland eine italienische Provinz zu machen. Das politische Vermächtnis der beiden Herren Achammer und Kompatscher nach ihrer ersten Legislaturperiode: weniger Unabhängigkeit für Südtirol, weniger Autonomie, weniger Kompetenzen, keine eigene Sportmannschaft und keine Landeshymne – dafür aber die italienische Nationalhymne bei Staatsanlässen und italienische Verhältnisse in Südtirol. Achammer und Kompatscher werden wohl weder den Herrn Kurz über Südtirol aufklären und sich wohl auch nicht eine vernünftige Einwanderungspolitik vermitteln lassen“, kritisiert die Freiheitliche Fraktionssprecherin Ulli Mair in einer Aussendung einleitend.

„Das unzertrennliche SVPD-Duo schafft es nach 25 Jahren der Streitbeilegung die Autonomie immer weiter auszuhöhlen. Der politische Klimawandel scheint nun auch endgültig in Südtirol angekommen zu sein. Während die autonomen Errungenschaften auf dem römischen Altar bereitwillig geopfert werden, nimmt die Überfremdung unseres Landes dank der untätigen SVPD-Politik immer weiter zu. In der Kurz-ÖVP hat die SVP einen guten Lehrmeister für leere Worte und Ankündigungen gefunden. Politik versteht sich als „Unterhaltungsshow im Privatfernsehnformat“. Den großen Worten folgen keine Taten. Es zählt nur die Selbstinszenierung“, unterstreicht Mair.

„Während sich viele Gutgläubige von dieser Politshow blenden lassen, schwindet die Freiheit des Bürgers, zerfließt die Autonomie wie der Schnee auf den Gletschern und die illegale Masseneinwanderung aus kulturfremden Gegenden geht im gleichen Maße weiter. So wird Südtirol schon bald – wahrscheinlich mit dem Segen der Kurz-ÖVP – eine normale italienische Provinz sein“, so Mair.

„Anstatt konsequent die Schließung der Mittelmeerroute voranzutreiben, die Interessen des gesamten Tirols zu schützen und durchzusetzen und für Südtirol mehr Eigenstaatlichkeit zu fordern, wird der Kurz-Besuch vom billigen Wahlkampfgeplänkel und von Belanglosigkeiten geprägt sein“, hält Ulli Mair abschließend fest.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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6 Kommentare auf "Mair: „Möchtegern-Kanzler Kurz im ‚italienischen‘ Südtirol“"


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Superredner
1 Monat 4 Tage

Stimme Frau Mair voll und ganz zu.

00
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Tratscher
1 Monat 1 Tag

Sie konnte ja die Bombe nicht platzen lassen.

nikolaus
nikolaus
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Ach Frau Maier wie hab ich euch nur wählen können , mehr wie panik machen und abkassiern könnt ihr ja auch nicht !

Iceman
Iceman
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

ach Ulli, wenn die Politik der Volksparteien nur eine Showsendung ist, dann ist die Politik der FH höchstens die Beate Uhse Werbung dazwischen.

steidler
steidler
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

H.C. Strache ist doch auch ein Möchtegern-Kanzler…

matthias_k
matthias_k
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

“Möchtegern-Kanzler Kurz (…)”
Das Wort Möchtegern genau aus ihrem Mund? Bis auf plumpe Beleidigungen und Attacken hat Mair doch selbst nicht zu Stande bekommen in all den Jahren? Eher hat sie mit einigen Skandalbehafteten Aktionen ihrer Partei einen Bärendienst erwiesen …..

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