Immer wieder wird die Stromversorgung angegriffen

Massiver russischer Raketenangriff auf Stromnetz der Ukraine

Samstag, 01. Juni 2024 | 14:02 Uhr

Von: APA/dpa

Russland hat die benachbarte Ukraine in der Nacht auf Samstag erneut mit schweren vor allem gegen die Energieversorgung gerichteten Raketen- und Drohnenangriffen überzogen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe zielte die russische Armee mit insgesamt 53 Raketen und 47 Kampfdrohnen vor allem auf Kraftwerke und andere Einrichtungen der Energieinfrastruktur in unterschiedlichen Teilen des Landes. Laut dem Energieversorger DTEK wurden zwei Wärmekraftwerke beschädigt.

Bei den russischen Angriffen wurden der ukrainischen Luftwaffe zufolge 35 Raketen und 46 Drohnen abgefangen. Zum Standort der beschädigten Wärmekraftwerke machte der Energieversorger DTEK keine Angaben, erklärte aber, die beiden Anlagen seien “schwer beschädigt”. Im Onlinedienst Telegram erklärte das Unternehmen weiter, es habe sich um den sechsten Großangriff auf DTEK-Wärmekraftwerke seit Mitte März gehandelt.

Der ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko erklärte, Energieanlagen in den Regionen Donezk, Dnipropetrowsk, Kirowohrad, Saporischschja und Iwano-Frankiwsk seien attackiert worden. Die Region Iwano-Frankiwsk liegt nur wenige Dutzend Kilometer von der Grenze zu den EU-Mitgliedstaaten Polen, Slowakei, Ungarn und Rumänien entfernt. Aufgrund der Angriffe sei mit Stromausfällen zu rechnen, fügte Haluschtschenko an.

Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte seine Forderung nach mehr Unterstützung der westlichen Verbündeten der Ukraine bei der Luftabwehr. “Russlands Hauptziel ist es, den Terror zu normalisieren und den Mangel an Luftabwehr und Entschlossenheit der Partner der Ukraine auszunutzen”, erklärte er in Onlinenetzwerken. Das russische Verteidigungsministerium sprach am Samstag von einer “Reihe von Angriffen mit Langstrecken-Präzisionswaffen”. Dabei seien Energieanlagen getroffen worden, die “die Arbeit von Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes unterstützen”. Die Angriffe seien eine “Antwort auf die Versuche des Kiewer Regimes, russische Energie- und Transportinfrastruktur zu beschädigen”.

In der Stadt Balaklija im Gebiet Charkiw gab es unterdessen zwölf Verletzte durch Treffer in Wohnhäusern, darunter acht Kinder. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hat Russland dabei Raketen und Marschflugkörper sowie Drohnen eingesetzt. Die Marschflugkörper wurden dabei teilweise weit hinter der Grenze von russischen strategischen Bombern des Typs Tu-95 im Gebiet Saratow oder über dem Kaspischen Meer abgefeuert.

Die Attacke ist Teil der von Russland systematisch betriebenen Zerstörung der ukrainischen Energieversorgung. In den vergangenen zwei Jahren hat das russische Militär bereits Stromkapazitäten von rund 8.000 Megawatt in der Ukraine vernichtet. Ziel ist es, den Widerstandswillen auch der Zivilbevölkerung im Nachbarland zu brechen. Wegen der ständigen russischen Angriffe gibt es häufig flächendeckend Stromausfälle. Zudem musste Kiew gerade das zweite Mal seit Kriegsbeginn die Strompreise erhöhen.

Kommentare

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8 Kommentare auf "Massiver russischer Raketenangriff auf Stromnetz der Ukraine"


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Goennenihrwichtigtuer
Goennenihrwichtigtuer
Universalgelehrter
19 Tage 19 h

Iranische Drohnen für insre Putinversteher de seit nuiesten a Rechtsexperten sein und muanen dor Ukraine nit erlauben zu können Woffen zu benutzen. Für N.G.s Seelenheil nit umbedingt in Palast vom ersten “Zivilisten” des im Kolonialreichs… 🙄

N. G.
N. G.
Kinig
19 Tage 17 h

Wer hat hier geschrieben sie dürften nicht Waffen nutzen. Es geht darum für was sie sie nutzen. Da der Ukraine von internationaler Seite EINDEUTIG erklärt wurde wozu sie die Waffen einsetzen dürfen, brauchen wir nicht darüber zu diskutieren, denn da hab ich und einige andere die Meinung dieser Politiker auf unserer Seite.
Du machst dich mehr und mehr lächerlich!

OrtlerNord
OrtlerNord
Universalgelehrter
19 Tage 12 h

@N. G.
nah ja sind meist Figuren die voll hinter dem Möchtegernzar stehen und das ziemlich charakterlos.
Ukraine schießt mit den eigenen Waffen auf alle russischen Energieinfrastrukturen die sind für den Schurkenstaat Kriegsentscheidend

bon jour
bon jour
Kinig
19 Tage 12 h

Da die Ukraine von russischem Territorium aus angegriffen wird, ist es ihr Recht, auf Militärbasen in Russland zu schießen.

Doolin
Doolin
Kinig
19 Tage 10 h

@N. G.
…sind tapfere Helden, deine Freunde…

N. G.
N. G.
Kinig
19 Tage 10 h

@OrtlerNord der “Herr” Wichtigtuer weiß sehr genau, was ich damit meine! Ich bin prinzipiell dagegen russischen Boden anzugreifen aber wenns denn sein muß dann militärische Ziele. Und NUR darum gehts! Wenn der Palast Putins für den … dazu gehört, dann ist fertig diskutiert. Sofern man das mit dieser … überhaupt kann oder sollte!
Denkst du denn, dass Selenski dafür eine Genehmigung aus dem Westen bekäme? Nie und nimmer! Also reden wir nicht!
Hier gibt es niemanden der Putin befürwortet!

OrtlerNord
OrtlerNord
Universalgelehrter
19 Tage 8 h

@N. G.
…….Hier gibt es niemanden!
Entschuldigung aber das ist BLÖDSINN IN REINFORM!
Ich bin der Meinung die Ukraine kann die gleichen Ziele angreifen wie der Möchtegernzar und das ist keine Rache!

Faktenchecker
19 Tage 7 h

“sie sie” da schau her.

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