Von: Ivd
Bozen – Verschiedene aktuelle Herausforderungen im Südtiroler Personentransport standen im Mittelpunkt eines Treffens zwischen den Mietwagenunternehmern im lvh und Landesrätin Ulli Mair.
Im Fokus der Aussprache standen Fragen rund um Wettbewerbsbedingungen, Meldepflichten, Lizenzwesen sowie Maßnahmen zur Sicherstellung regulärer Beschäftigungsverhältnisse. Ziel des Treffens war es, im konstruktiven Dialog gemeinsame und praktikable Lösungen zu entwickeln, um Qualität und Sicherheit im Südtiroler Personenverkehr langfristig zu stärken.
Der Obmann der Mietwagenunternehmer im lvh, Hansjörg Thaler, sprach dabei unter anderem die Bedeutung gut abgestimmter, auch länderübergreifender Kontrollen an. Unterschiedliche Vollzugspraktiken würden in der Praxis mitunter zu Unsicherheiten führen. Auch der Meldestatus und die ordnungsgemäße Registrierung der tätigen Fahrer seien wichtige Themen für die Branche. Thaler betonte: „Unsere Betriebe stehen für Professionalität und Sicherheit. Uns ist wichtig, dass für alle dieselben klaren Rahmenbedingungen gelten.“
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war das Lizenzwesen im Taxi- und Mietwagensektor mit Fahrer (NCC). Transparenz bei der Vergabe sowie nachvollziehbare Überprüfungen seien zentrale Elemente für stabile Marktverhältnisse. lvh-Vizepräsident Hannes Mussak unterstrich: „Faire und verlässliche Rahmenbedingungen sind die Grundlage für eine positive Branchenentwicklung. Daher ist eine gute Abstimmung zwischen Wirtschaft und Behörden entscheidend.“
Auch das Thema reguläre Beschäftigungsverhältnisse wurde angesprochen. Die Sicherstellung korrekter Meldungen und die Einhaltung aller Vorschriften tragen wesentlich zur Qualität im Personenverkehr bei.
Im Austausch mit Landesrätin Mair wurden mögliche Lösungsansätze diskutiert. So könnten präventive Kontrollen – begleitet von entsprechender Aufklärungsarbeit und in Zusammenarbeit mit der Finanzpolizei – einen Beitrag zur weiteren Klärung offener Fragen leisten. Ebenso wurden Sensibilisierungsmaßnahmen im Linienbusverkehr sowie die Rolle der Lokalpolizei beziehungsweise des Gemeindeverbands thematisiert. Landesrätin Ulli Mair bestätigte die Wichtigkeit der Präventionsarbeit und betonte: „Qualität und Sicherheit im Personenverkehr haben oberste Priorität. Eine enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist der richtige Weg, um praktikable Lösungen zu erarbeiten.“
Auch innerhalb des Verbandes sollen weitere konkret Schritte gesetzt werden. „Wir werden unsere Mitglieder darüber informieren, welche Dokumente Fahrer bei Kontrollen bereithalten müssen. Zudem planen wir ein Webinar, um Voraussetzungen, Pflichten und Abläufe im Mietwagensektor transparent darzustellen“, erklärte lvh-Direktor Walter Pöhl. Der regelmäßige Austausch zwischen Branche und Politik soll fortgeführt werden, um gemeinsam tragfähige Lösungen für einen fairen und sicheren Personentransport in Südtirol weiterzuentwickeln.




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