Auch Odessa wurde erneut von Russland angegriffen

Mindestens drei Tote bei russischen Angriffen auf Ukraine

Montag, 23. Februar 2026 | 10:54 Uhr

Von: APA/AFP/dpa

Bei einer russischen Angriffswelle auf mehrere Regionen der Ukraine sind in der Nacht auf Montag mindestens drei Menschen getötet worden. Nach einem Drohnenangriff auf die südostukrainische Regionalhauptstadt Saporischschja starb nach Angaben des Gouverneurs Iwan Fedorow ein 33-jähriger Mann. In der südukrainischen Hafenstadt Odessa wurden Gouverneur Oleh Kiper zufolge zwei Menschen bei Attacken auf Einrichtungen der Energie-Infrastruktur und weitere zivile Ziele getötet, was als Kriegsverbrechen gilt.

In Saporischschja wurde bei der russischen Attacke auf eine Industrieanlage Gouverneur Fedorow zufolge zudem ein 45-jähriger Man verletzt. Auch Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, geriet laut Behördenangaben erneut ins Visier russischer Angriffe. Bürgermeister Ihor Terechow schrieb im Onlinedienst Telegram von Raketenbeschuss. Demnach schlug ein Geschoß im Viertel Cholodnohirskyj ein, Rettungskräfte seien derzeit im Einsatz.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten am Montag in der Früh, dass Russland mit 126 Drohnen und einer Rakete vom Typ Iskander angegriffen habe. Die meisten Drohnen seien unschädlich gemacht worden, Einschläge habe es an 20 Stellen gegeben, teilte die Flugabwehr mit.

Saporischschja und Charkiw, wichtige Industriezentren in Frontnähe, sind häufige Ziele russischer Angriffe. Kurz vor dem vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine am Dienstag versucht Russland, den Druck auf die Ukraine zu erhöhen. Am Sonntag waren bei massiven Angriffen auf das Land ein Mensch getötet und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden.

Russen melden ukrainische Gegenangriffe in Belgorod

Die Ukraine setzte ihre Gegenangriffe im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg ebenfalls mit Luftschlägen fort. In der grenznahen Stadt Belgorod meldete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow Ausfälle bei der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung nach einem ukrainischen Raketen- und Drohnenangriff auf die Energieinfrastruktur. Fünf von zehn Drohnen seien abgeschossen worden, es gebe Schäden an Energieanlagen, Wohngebäuden, Autos und an einer Kirche, sagte er.

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Montag, dass innerhalb von 24 Stunden neben Raketenschlägen auch 541 ukrainische Drohnenangriffe abgewehrt worden seien. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Das Ministerium teilte auch mit, dass bei den Angriffen in der Ukraine unter anderem Objekte der Energie- und Verkehrsinfrastruktur Ziele gewesen seien.

Russland überzieht die Ukraine seit vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. An diesem Dienstag, dem Jahrestag des Kriegsbeginns, geht die Invasion in ihr fünftes Jahr.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen