RFI stellt Zugverkehr ein

Mitten im August: Kein Zug zwischen Brenner und Trient

Freitag, 29. Juni 2018 | 11:03 Uhr

Bozen – RFI ist stets für Überraschungen gut: Kurz vor Beginn der Sommersaison teilt der Schienennetzbetreiber mit, dass wegen dringender Instandhaltungsarbeiten zwischen Brenner und Trient vom 10. bis 15. August kein Zugverkehr stattfinden wird – weder für Güter noch für Passagiere. Darauf weisen die Grünen im Südtiroler Landtag hin.

Für den Personenverkehr wird Medienberichten zufolge ein Bus-Ersatzdienst eingerichtet. Beim Güterverkehr wird gerechnet, dass dieser in den Augusttagen geringer ausfällt, weil die meisten italienischen Industriebetriebe Ferien haben.

Die Grünen kritisieren allerdings, dass in der Ferragosto-Woche das Pendleraufkommen zwar schwächer, der Urlauberverkehr aber umso intensiver sei. Sie fragen, wie Reisende und Pendler zeitgerecht darüber informiert werden, dass sie ab Brenner bzw. Trient umzusteigen müssen.

Die Grünen haben nun eine Landtagsanfrage eingereicht.

HGV protestiert gegen Sperre der Brennerstrecke im Hochsommer

Die Eisenbahnstrecke von Brenner bis Trient soll zur Hauptreisezeit Mitte August komplett gesperrt werden. Diese Ankündigung empfindet der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) als einen schlechten Witz. Man könne nicht in der Haupturlaubszeit der Italiener eine strategisch wichtige Verkehrsachse für mehrere Tage einfach schließen, zürnt HGV-Präsident Manfred Pinzger. Weiters kritisiert er, dass der Schienenbetreiber angeblich alle möglichen nationalen und internationalen Partner rechtzeitig in die Pläne eingeweiht hat, nur einige der wichtigsten Akteure zur Hauptreisezeit, die Touristiker, nicht. „Dies zeugt von wenig Gespür der Verantwortlichen des Schienenbetreibers gegenüber dem Tourismus in Südtirol und im Trentino. Sonst kann ich mir nicht erklären, dass wir nur aus den Medien über die Totalsperre der Brennerstrecke erfahren“, kritisiert HGV-Präsident Pinzger. Sollte der Schienenbetreiber seine Ankündigung wahrmachen, werde es im Hochsommer in Südtirol zu einem totalen Verkehrskollaps kommen, nachdem die Brennerautobahn bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen stößt, befürchtet der HGV. Somit ist nicht zuletzt auch die Politik in beiden Regionen gefordert.

Der HGV fordert daher den Schienenbetreiber auf, die angekündigte Totalsperre für den Zugverkehr zwischen Brenner und Trient zu verschieben. Die Landesregierungen von Bozen und Trient werden ersucht, sich ebenso dahingehend einzusetzen, schreibt der HGV abschließend in seiner Presseaussendung.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Mitten im August: Kein Zug zwischen Brenner und Trient"


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keflar
keflar
Neuling
17 Tage 18 h

Besser in den ferien umdisponieren als während der Arbeitszeit darauf zu verzichten.

Richtige entscheidung meiner Meinung nach.

maria zwei
maria zwei
Superredner
17 Tage 15 h

wir leben ganz in der Nähe der Bahngleise Brixen OHNE LÄRMSCHUTZ und das schon seit Jahren!!!!!!! Das wird Balsam auf die Seele und Ohren sein und das eine Woche lang………..

DetlefSchmidt
DetlefSchmidt
Grünschnabel
17 Tage 10 h

Naja die Bahnstrecke gibt es ja schon seit ein paar Jahren. Das hätte man schon wissen können, vor man da hinzieht, dass es da nicht ganz leise ist

werner66
werner66
Superredner
17 Tage 9 h

Eine gute Gelegenheit alles zu verkaufen!

maria zwei
maria zwei
Superredner
17 Tage 6 h

@DetlefSchmidt beim Kauf wurde uns versprochen dass eine Lärmschutzwand errichtet wird nur könnten sich Gemeine und Ferrovia nicht einigen.
Auch mit Lärmschutzwänden wird es nie leise sein, aber zumindest wäre es eine Linderung, denn im Bahnhofsbereich und mit über 200 Zügen pro Tag wäre ein Lärmschutz nicht zuviel verlangt und eine Pflicht der Gemeinde seinen Bürgern gegenüber.

Rosenrot
Rosenrot
Neuling
17 Tage 12 h

……….und dann kommen noch Asphaltierungsarbeiten auf der Autobahn dazu und das Chaos ist perfekt. Passt genau in die Hauptsaisonszeit, ist ja eh keiner unterwegs!!! Intelligenter geht’s nicht.

Staenkerer
17 Tage 9 h

de verspätungen sein vorprogramiert, de schienenersatzbusse brauchn von vorne herein länger als der zug, mit den verkehraufkommen zu ferraugosto dauerts no länger, also isch stress, ba de benutzer schun vorprogramiert!

Rapunzel
Rapunzel
Grünschnabel
17 Tage 10 h

Eine solche Totalsperrung ist mit anderen Infrastruktur Betreibern lange abgesprochen, so das nicht auf alternativ Strecken zugleich gearbeitet wird. Auch die Firmen die die Arbeiten an mehreren Baustellen zugleich durchführen, haben ihre Termine darauf eingerichtet. Für die internationalen Züge werden schon seit Monaten keine Tickets für diesen Zeitraum verkauft, und alternative Strecken angeboten. Für den Regional Transport ist ein Schienenersatzverkehr organisiert. Jetzt Verschieben ????

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
17 Tage 10 h

@ Rosenrot
ja wenn man mit Streichschokolade arbeitet dann werden diese Arbeiten eben auch noch alle fünf Minuten fällig :-)) aber dafür
ist der Preis für den Autofahrer auch günstig :-))

elmike
elmike
Grünschnabel
17 Tage 8 h

Egal wenn se de Arbeiten mochen, a poor tatn olbn schreien! Wenns nötig isch, donn isch woll besser früher, als dass no wos passiert…

tom
tom
Superredner
15 Tage 11 h

der hgv am lautesten. wegen a hondvoll touris, de mitn zug kemmen

Asgarth
Asgarth
Grünschnabel
16 Tage 22 h
Klingt ja wieder mal nach einem Schildburgerstreich von irgend welchen Planern, die noch nie im Zug unterwegs waren. Folgende Situation: Zug 1: Süden nach Norden(Trient).Circa 600 -1000 Leute je nach Zuglänge mit bis zu 20 Fahrrädern, Gepäck, Familien die in 3 Generationen unterwegs sind aus Sizilien(also zu 10.!) auf dem Weg zur Seiser Alm. Zug 2: Deutschland Ü-60 auf dem Weg nach Süden! Ziel: Nicht Bibione, Rimini oder Meran: Entstation Brenner: Wiederrum 600 – 1000 Gäste – Pro Stunde! Und alle warten auf den BUS! Wieviel Busse brauchen wir da nochmal (70 Sitzplätze) d.h. 10-15 Busse pro STUNDE (+Fahrad/ Gepäck)heisst… Weiterlesen »
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