Gleichstellungsrätin legt Jahresbericht vor

Mobbing ist Topthema

Donnerstag, 13. September 2018 | 13:02 Uhr

Bozen – Zum Auftakt der heutigen Landtagssitzung hat Gleichstellungsrätin Michela Morandini den Abgeordneten ihren Jahresbericht für 2017 vorgestellt. Seit November 2014 ist das Amt der Gleichstellungsrätin beim Südtiroler Landtag angesiedelt und eine der Ombudsstellen des Landes. Seit 2017 ist das Büro der Gleichstellungsrätin auch Geschäftsstelle des Südtiroler Monitoringausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Die Gleichstellungsrätin ist Anlaufstelle für Diskriminierungen am Arbeitsplatz aufgrund des Geschlechtes. In den letzten Jahren ist zudem die Anzahl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmern, die sich aufgrund von Mobbing an die Gleichstellungsrätin gewandt haben, angestiegen.

Über das ganze Jahr verstreut hatte die Gleichstellungsrätin über 2000 Kontakte. Konkret wurden 308 Fälle bearbeitet, davon waren 30 Prozent Informationsgespräche, 44 Prozent Beratungen über einen längeren Zeitraum hinweg und 26 Prozent Mediationen. Die Zahl an Mediationen zwischen Arbeitnehmerseite und Arbeitgeberseite steigt von Jahr zu Jahr an. Die Beratungsanfragen sind seit Aufnahme ihrer Tätigkeit 2014 um rund 60 Prozent gestiegen.

Betrachtet man die Sprachzugehörigkeit gehören 51 Prozent der deutschen Muttersprache, 37 Prozent der italienischen, 6 Prozent der ladinischen und weitere sechs Prozent anderen Sprachgruppen an.

Was die Bereiche, aus denen die Klientinnen und Klienten stammen angeht, kamen 152 Arbeitnehmerinnen und -nehmer (60.08 Prozent) aus dem öffentlichen Bereich, 36 (14.22 Prozent) aus dem Bereich Handel, 25 (9.88 Prozent) aus dem Bereich Gastgewerbe, 10 (3.95 Prozent) aus dem Bereich Industrie, 5 (1.98 Prozent) aus dem Bereich Handwerk und 25 (9.88 Prozent) haben nur angegeben, aus der Privatwirtschaft zu kommen.

„Topthema“, auch 2017, mit dem sich die Klientinnen und Klienten an die Gleichstellungsrätin wenden, ist Mobbing bzw. multiple Formen von Diskriminierungen. Fast 30 Prozent der Personen, die eine Beratung bei der Gleichstellungsrätin in Anspruch nahmen hatten dieses Anliegen. Dem folgt das Thema der Vereinbarkeit Familie und Beruf mit fast 26 Prozent. Die weiteren Themen, mit denen sich die Personen an die Gleichstellungsrätin gewandt haben waren Übergriffe und Stalking am Arbeitsplatz, Abbruch von Arbeitsverhältnissen, Veränderungen des Aufgabenprofils, Gehalt, Karriereentwicklung, Versetzungen und Zugang zu Fort- und Weiterbildungen.

Seit Jänner 2017 ist die Geschäftsstelle des Südtiroler Monitoringausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bei der Gleichstellungsrätin angesiedelt. Der Monitoringausschuss setzt sich aus fünf Selbstvertreterinnen und Selbstvertretern, einer Fachperson aus dem Bereich Chancengleichheit und Antidiskriminierung und einer Fachperson aus dem wissenschaftlichen Bereich der Inklusion zusammen. 2017 wurden sechs interne und eine öffentliche Sitzung durchgeführt. Der Monitoringausschuss hat die Hauptaufgaben die Einhaltung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen in Südtirol zu überwachen. Das Jahresthema 2017 war das Selbstbestimmte und inkludierte Leben von Menschen mit Behinderungen in Südtirol (Artikel 19 der UN-Konvention). 2017 wurden. Bei einer ersten öffentlichen Sitzung wurden die Anliegen und Bedürfnisse der direkt und indirekt Betroffenen erhoben. 2018 wird dann überprüft was konkret in Südtirol noch umgesetzt werden muss, damit Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt wohnen können. Zu diesem Thema soll auch am 26. Oktober eine Tagung in Bozen stattfinden.

Im Anschluss an den Bericht stellte sich Morandini den Fragen der Abgeordneten, die auch ihre Wertschätzung für die Arbeit der Gleichstellungsrätin bekundeten.

Der Tätigkeitsbericht kann von der Internetseite der Gleichstellungsrätin (http://www.landtag-bz.org/de/ gleichstellungsraetin.asp) heruntergeladen werden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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17 Kommentare auf "Mobbing ist Topthema"


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Bipa
Bipa
Grünschnabel
5 Tage 3 h

Viele Büros, bspw. In der öfftl.Landesverwaltung sind völlig unausgelastet und dann mobben sie sich untereinander zu Tode – traurig! ..von wegen Gehaltserhöhung

Tabernakel
5 Tage 2 h

Ich nehme an Du hast Beweise?

Bipa
Bipa
Grünschnabel
5 Tage 2 h

Alle Tage reden sie im Büro bloß, wann die nette Gehaltserhöhung ansteht :/. Ein Freund von mir wurde Jahre lang gemobbt und ist,-naheliegend, an Bauchkrebs leider verstorben. Kennst du das beklemmende Gefühl wenn es dir ab Montag den wochenverlauf schlimmer werdend, immer mehr den Magen zuschnürt /Engegefühl -ha?

AnWin
AnWin
Tratscher
5 Tage 1 h

@Tabernakel …ja  ja Beamtenmikado!Der erste,der sich bewegt…hat verloren!Hahaha

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
5 Tage 1 h

@Bipa Mobbing im Kondominium hört auch nach 8 Stunden nicht auf.

hundeseele
hundeseele
Grünschnabel
5 Tage 30 Min

@Tabernakel …warum mobbst du hier immer alle🤣🤣🤣🤣

jet
jet
Tratscher
4 Tage 19 h

@Tabernakel beweise?hosch du tomaten auf die augen?

m69
m69
Universalgelehrter
4 Tage 10 h

Hundeseele@

Wieso SN. nicht interveniert???

Das ist die große Frage?

m69
m69
Universalgelehrter
4 Tage 9 h

Jet@

So so, nun Tomaten?
Wo sind die Gurken, Radieschen, Sellerie usw., wenn es nur (Rote) Tomaten wären, dann ginge das ja noch! 😉

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
5 Tage 3 h

warum kommt das Meiste in der öffentlichen Verwaltung vor?

Tabernakel
5 Tage 2 h

Vielleicht liest Du den Artikel erst einmal?

Steinbock 1
Steinbock 1
Grünschnabel
5 Tage 2 h

weil wollen Karriere machen

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
5 Tage 1 h

@Tabernakel

hast du meine Frage gelesen?
und hast du sie auch verstanden?

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
5 Tage 1 h

Wenn i im folschn Moment, jemandem schief unschaug, isch des eh schun Mobbing !
Überdrahnte Gesellschoft !

Steinbock 1
Steinbock 1
Grünschnabel
5 Tage 3 h

Mobbing kommt bei den großen betriebe und bei den öffentlichen betriebe da werden sie von oben herab gemobbt die noch eine hohe Leistung Premie bekommen und die gemobbt werden wird ihnen gestrichen

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
5 Tage 30 Min

@ Blitz
als einzelner Hinterhofbastler könnte man Mobbing so interpretieren 
aber leider ist es was viel hinterhältigeres und es wird so schlutzig betrieben dass es äuserst schwierig zu beweisen ist.Bei einigen großen Konzernen werden Leute auf diese Weise auser Gefecht gesetzt.

Steinbock 1
Steinbock 1
Grünschnabel
4 Tage 21 h

es sind leider Lügner lecker schmutzige u schmutzige bei einen Betrieb u die machen leider alles kapput und die schwachen u unschuldigen zahlen drauf weil sie mehr arbeiten müssen u bekommen keine Leistung Prämie besonders i öffentlichen bezirkgemeinscchaften Gemeinde u land

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