Trauerkundgebung am Tag nach dem Anschlag

Mutmaßlicher Täter nach CSD-Anschlag in Berlin getötet

Sonntag, 26. Juli 2026 | 19:35 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters

Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist der Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Das bestätigte die Berliner Senatsinnenverwaltung. Nach dpa-Informationen wurde der Mann angeschossen und erlag den Verletzungen. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Bei dem Angriff am Samstagabend mit dem Auto sowie anschließend mit einer Stichwaffe, mutmaßlich eine Machete, wurde laut Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Frau getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Sie befanden sich laut Polizei am Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr.

Öffentliche Fahndung

In der Früh hatte die Polizei ein Foto veröffentlicht, mit dem sie nach dem 21 Jahre alten Abdul B. fahndete. Der mutmaßliche Täter hat sich Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zufolge radikalisiert und gehört der islamistischen Szene an, wie Dobrindt sagte. Der Mann sei schon in der Vergangenheit “auffällig” geworden. Dobrindt sprach von einem “hohen Maß von Straftaten” und einer “islamistischen Radikalisierung” des 21-Jährigen.

Im vergangenen Jahr versuchte Abdul B. laut Berliner Generalstaatsanwaltschaft mehrfach, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Nach mehreren

In der Vergangenheit sei der Beschuldigte zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, sagte der Innenminister. Dagegen habe die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt. In der Verhandlung hatte sich Abdul B. laut Generalstaatsanwaltschaft “überwiegend geständig” gezeigt und vom IS distanziert.

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