Von: APA/dpa/Reuters
Durch einen russischen Bombenangriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind am Dienstag eine Frau und deren elfjährige Tochter getötet worden. Weitere 14 Personen wurden laut dem Gouverneur für das Gebiet Donezk, Wadym Filaschkin, verletzt. In der südukrainischen Schwarzmeerregion Odessa wurde laut Energieversorger DTEK eine Energieanlage durch einen russischen Angriff schwer beschädigt. Regionalgouverneur Oleh Kiper zufolge sind einige Ortschaften teilweise ohne Strom.
Vor der seit fast vier Jahren andauernden russischen Invasion hatte Slowjansk 105.000 Einwohner. Es ist eine der Städte im Industrierevier Donbass, deren Räumung Russland verlangt, die die Ukraine aber unbedingt verteidigen will.
Ukraine beschießt besetzten Teil von Saporischschja
Die Ukraine griff ihrerseits Ziele im russisch besetzten Teil des Gebietes Saporischschja an. Der Generalstab in Kiew berichtete von Treffern in einem Ort, in dem Kleindrohnen gebaut und Drohnenpiloten ausgebildet werden. Auch ein Befehlsstand für den Drohneneinsatz sei getroffen worden. Für solche Militärangaben gibt es meist keine unabhängige Bestätigung.
Allerdings berichtete die russische Besatzungsverwaltung für Saporischschja ebenfalls von zahlreichen ukrainischen Drohnenangriffen. Der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Jewgeni Balizki schrieb auf Telegram von Stromausfällen in mehreren Regionen. In dem Dorf Skelky sei eine Trauergesellschaft getroffen worden. Es gebe einen Toten und sechs Verletzte.
Leitung am AKW Saporischschja wieder kaputt
Nach russischen Angaben wurde auch eine erst Mitte Jänner reparierte Hochspannungsleitung zerstört, die das Kernkraftwerk Saporischschja mit Strom versorgt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) sei informiert worden, teilte die russische Werksleitung der staatlichen Moskauer Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Der Strom zum Kühlen der sechs abgeschalteten Reaktoren komme nun allein über eine zweite Leitung. Die IAEA hatte im Jänner wie mehrfach zuvor Kampfpausen zur Reparatur von Leitungen ausgehandelt.




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