Von: mk
Bozen – Der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen positioniert sich klar und unmissverständlich gegen die für den 28. Februar angekündigte Demonstration zur „Remigration“.
Hinter diesem Begriff stünden Konzepte der Ausgrenzung, der Entrechtung und der systematischen Zurückweisung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft. Solche Positionen seien mit dem Prinzip der Gleichheit und der Menschenwürde unvereinbar und widersprächen den Grundwerten unserer demokratischen und rechtsstaatlichen Ordnung, erklären Präsidentin Ulrike Oberhammer und ihre Stellvertreterin Nadia Mazzardis in einer Aussendung.
„Als Beirat für Chancengleichheit, der sich für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen in all ihrer Vielfalt einsetzt, weisen wir rassistische, nationalistische und extremistische Ideologien entschieden zurück. Frauenrechte sind universelle Menschenrechte. Sie gelten für alle Frauen – unabhängig von Staatsangehörigkeit, Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Aufenthaltsstatus“, so Oberhammer und Mazzardis.
Gerade migrantische und geflüchtete Frauen seien häufig mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt. „Sie brauchen Schutz, Zugang zu Rechten, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe, nicht Stigmatisierung und Drohkulissen. Diskurse, die Menschen pauschal ausgrenzen wollen, verschärfen bestehende Ungleichheiten und gefährden den sozialen Zusammenhalt.“
Gleichzeitig stünden derartige Positionen und Diskurse auch in klarem Widerspruch zu den Zielsetzungen des Gleichstellungsaktionsplans, der ausdrücklich zur Bekämpfung von Mehrfachdiskriminierung und zur Verteidigung demokratischer Grundwerte verpflichte.
„Rassismus, extremistische Ideologien und politische Konzepte, die auf Ausgrenzung und Entrechtung beruhen, haben in Südtirol keinen Platz. „Eine demokratische Gesellschaft lebt von Respekt, Vielfalt und der gleichen Würde aller Menschen. Dafür stehen wir entschlossen und solidarisch“, so Oberhammer und Mazzardis.




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