Kritik von KFS und Allianz der Familie

Notdienst: „Zeiten gehen am Bedarf der Eltern vorbei“

Donnerstag, 14. Mai 2020 | 17:46 Uhr

Bozen – Die Allianz für Familie und der Katholische Familienverband möchten noch einmal darauf hinweisen, dass die angebotenen Zeiten der Notdienstbetreuung am Bedarf der Eltern vorbeigehen. Es habe keine vorherige Erhebung gegeben, wie sie beispielsweise einige private KITA-Dienste vorab durchgeführt haben, um dem Bedarf der Eltern unter den gegebenen Sicherheitsvorschriften bestmöglichst zu entsprechen.

Die Modalitäten der Einschreibung seien vielen nicht klar gewesen und hätten zu Unstimmigkeiten bei der Anmeldung geführt. Es sei nicht klar definiert gewesen, dass auch Eltern mit zeitweiser Home-Office Option und zeitweiser Anwesenheitspflicht im Betrieb ansuchen können)

Die italienischen Bildungseinrichtungen hätten zeitversetzt und erst sehr spät das Prozedere für die Notbetreuung initiiert.

Die Allianz der Familie und der KFS schlagen weiterhin als Lösungsansätze im Sinne der Eltern vor:

–          Öffnung der Kriterien (auch mittels nachträglichem Ansuchen, welches innerhalb der nächsten Tage gestellt werden kann), so dass die Kapazitäten der einzelnen Einrichtungen in den Gemeinden besser ausgenutzt werden können

–          Anpassung der Zeiten: Sie werden einer realistischen Arbeitszeit angepasst (mindestens 7.00-13.00 Uhr)

–          Kreative Lösungen müssen her: Unterstützungssysteme „von Familie zu Familie“ sollen aktiviert werden können, die Voraussetzungen hierfür sollen schnellstens geklärt werden

–          Eine weitere Möglichkeit wäre die Einrichtung eines übergreifenden Notdienstes (Geschwisterkinder werden gemeinsam betreut), sodass maximal zwei bis drei Familien in einer Gruppe vertreten sind, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren

–          Die Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen und den Anbietern der Sommerprojekte in den Sommermonaten wird vorgesehen und geplant

–          Jugendliche dürfen nicht vergessen werden!

Im Laufe des Sommers sei eine gute Planung der Angebote für den Schulbeginn im Herbst unerlässlich. Dabei sollten die Bedürfnisse der Familien im Mittelpunkt stehen. „Wirtschaft funktioniert ohne Familien nicht, Gesellschaft funktioniert ohne Familien nicht“, erklären KFS und die Allianz der Familie.

Familien müssten verstärkt unterstützt werden, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Arbeit in Home-Office das ausgeglichene, gut funktionierende Familienleben gefährden kann. Kinder bräuchten Zeit und Beziehung und dies könne nicht nur „nebenbei“ abgewickelt werden.

Schlussendlich müsse auch der angespannten finanziellen Situation der Familien Rechnung getragen werden, heißt es abschließend in einer Presseaussendung.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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19 Kommentare auf "Notdienst: „Zeiten gehen am Bedarf der Eltern vorbei“"


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jagerander
jagerander
Tratscher
14 Tage 6 h

na bietschian.olm lei meckern und maulen.recht wars nia.und dei am lautesten schreien geben die kinder in den Kindergarten und gian capucino trinken.

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
13 Tage 18 h

jagerander …. sel denk i a! Inzwischen moant onscheinend jedo, dass ihm a “Fixparkplotz” für die eigenen Kindo zusteht! i hon vollstes Verständnis für Alleinerziehende, obo a Ehepaar, des sich entscheidet Kindo zu kriegen, muss schun domit rechnen, dass sie eventuell für die eigenen Kindo selbo zuständig sein kanntn, dass amol eppas net so funktioniert wie sie sich des ausgimolt hom. Wohlstand und Freizeit zählt leido vielfoch mehr, als die eigenen Kindo.

xyz
xyz
Superredner
14 Tage 7 h

07.00?! Als ob die Schual bis iatz um 07.00 unfongen hätt.
Einverstanden bin i ober absolut mit den Jugendliche. Die 11-16 jährigen bräuchten dringend wieder etwas Normalität. Essstörungen, ritzen, exzessiven PC Konsum, Depression gab es bereits vor Corona unter den Schülern. Und gerade in diesem Alter sind Gleichaltrige extrem wichtig. Da muss noch eine Lösung gefunden werden.

elvira
elvira
Universalgelehrter
14 Tage 4 h

i find die jugendzentren solletn wieder auftian…

Lana77
Lana77
Superredner
14 Tage 4 h

Es isch woll für Kinder in jedem Olter wichtig dass sie unter Gleichaltrigen sein. I hon mein Kind ungmeldet, schun lai dass es wieder mit ondere holbwegs normal spieln konn. Hoff i zumindest 🤔

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
13 Tage 17 h
xyz …. i woass net wos du für Kindo hosch …… ba mir dohoam ritzt sich niemand, es isch niemand depressiv und Essstörungen hot a niemand! und es isch a no niemand ibogschnoppit, weil ausgion net möglich isch! Ein angenehmes, friedliches Zuhause, wo olm jemand isch der an zuhört wenn man will, wo sich jemand täglich pünktlich um gesunde Mahlzeiten kümmert …… isch onscheinend gor net so a schlechte Lösung für Kinder und Heranwachsende! Gleichaltrige sein wichtig bol in gonzn Tog dohoam niemand isch!!!!!! Kindo wern jo schun im Babyalter abgegeben und von sem un isch is tägliche Bestreben an… Weiterlesen »
marher
marher
Superredner
14 Tage 6 h

Der Notdienst für die kommenden 4 Wochen und das nur für auserwãhlte Kinder ist für mich nicht nachvollziehbar. Meines Erachtens eine Verarschung um für gewisse Eltern die Wogen zu glätten. Bitte was bringt sich das, ausser Caos, grossen Zeitaufwand, Neid, Verschwendung von Geldern u.s.w. und das für lappige 4 W. Wenn man den SA. und SO wegzählt dann geht es rechnerisch um etwa 20 Tage. Einfach lächerlich.

hage
hage
Tratscher
14 Tage 4 h

ist den erzieherinnen doch egal wenn niemand kommt. dann bleiben sie halt auch zu hause und bekommen trotzdem ihr gehalt. während Lehrer/innen (mit einigen ausnahmen) fernunterricht gestalten, korrigieren und auf die schüler zu den prüfungen begleiten dürften kindergärtnerinnen zur zeit wohl eine ruhige kugel schieben
jeder arbeiter der nicht arbeitet hat reduziertes gehalt

Gustl64
Gustl64
Neuling
14 Tage 7 h

Nie zufrieden. Mal schauen ob der Dienst überhaupt am Montag beginnen kann. Ohne Gesundheitsprotokoll keine Betreuung von Seiten der Lehrer.

Motorrad
Motorrad
Grünschnabel
13 Tage 18 h

de Eltern kommen mit ihren rotzlöffl net zurecht, dann soll’s einen Notdienst geben um die abzuschieben.
immer nur jammern, zwei Wochen keine Arbeit dann schreien sie, wir haben kein Geld, schämt euch ! Bringt Mal euer Leben auf die Reihe

Elmarchi
Elmarchi
Grünschnabel
14 Tage 6 h

Wie leider immer, wenn die Entscheidungsträger nicht selbst das betreffende Problem haben.

tzick
tzick
Grünschnabel
14 Tage 3 h

Ich habe aus Prinzip meine Kinder ( 2 im Grundschulalter und 1 Mittelschüler) nicht angemeldet. Mit diesen Vorraussetzungen hätten wir Eltern sowieso nicht arbeiten können (Fahrt zur Arbeit mind. halbe Stunde) 2. Wenn nur 1 Kind zugelassen würde, was dann verpflichtend teilnehmen müsste, könnten wir trotzdem nicht arbeiten. So bleibe ich mit gutem Gewissen im Lohnausgleich und zahle keine Steuern… irgendwann wird der Landesverwaltung auch das Geld für seine Angestellten ausgehen. Bitte dort aber keine Unterstützung mehr von uns Eltern einfordern, die wird es von uns nicht mehr geben. Diese Beziehung wird nur mehr sachlich und pragmatisch vonstatten gehen.

maikaefer8
maikaefer8
Tratscher
14 Tage 3 h

7-13:00 Uhr ist eine realistische Arbeitszeit?
Sorry das sind mit Anfahrt in den Betrieb nicht mal 20 Stunden in der Woche.

Costa
Costa
Superredner
13 Tage 17 h

Betriebskindergarten einfordern.

xyz
xyz
Superredner
13 Tage 17 h

Ich weiß zwar nicht welche Schule Ihr Kind besucht, aber die meisten Grundschulen haben eine Unterrichtszeit zwischen 07.50 und 12.30.
Manche Eltern tun jetzt wirklich so, als ob bis jetzt Schulen eine 24 Stunden Betreuung angeboten hätten. 
Es heißt ja bewusst “NOTDIENST” und nicht Rundumbetreuung.

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
13 Tage 17 h

mi schnagglts ou……. wieviel Stunden in do Woche willsch DEINE Kindo abgeben? Missn Kindo wirklich 40!!!! Stunden in do Woche von fremme Leit betreut werden? wenn möglich no länga damit sich a Kaffe, a Frisör und a Tennisstunde a no ausgeat??? worum kriegn die Leit Kindo, wenn se koan Lust me hom sich selbo um sie zu kümmern?? und noa hättn olm ondre Schuld, wenn se net so “funktionieren” wie die Eltern sel gern hättn!

nok
nok
Superredner
14 Tage 6 h

Der Satz ist gut:”Jugendliche dürfen nicht vergessen werden”

gibt es da noch keine Sicherheitssensoren?

xyz
xyz
Superredner
13 Tage 17 h
Anscheinend haben sie im Landtag die Mittelschüler komplett vergessen. Die Kleinen brauchen eine Notbetreuung, die Großen schaffen es alleine…aber jene in der Mitte? Welche man zwar ohne Probleme alleine zuhause lassen kann, weil sie sich eine TK Pizza auch alleine in die Mikro schieben können, aber einfach doch noch irgendwie Struktur und Fürsorge brauchen um zwischen Homeschooling, fortnight und den tiefen des Internets nicht ganz verloren zu gehen. Wie kann die Politik einfach Kinder und Jugendliche vergessen?! Gerade weil dieses Problem der Abstandhaltung usw. nicht einfach zu lösen ist, sollte man sich gerade dafür Zeit nehmen und Experten holen; anstatt… Weiterlesen »
Goggile
Goggile
Grünschnabel
13 Tage 18 h

Ich glaube nie, dass bei anderen Zeiten so viel mehr Kinder wären! Viele brauchen einfach nur etwas zum schimpfen und maulen!!!

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