Heimatbund: Südtiroler Anliegen leider nicht im Koalitionsabkommen

Österreichische Staatsbürgerschaft: SHB bedauert

Donnerstag, 02. Januar 2020 | 20:17 Uhr

Bozen – “Die politische Entwicklung in Wien, wo es nunmehr zu einer türkis-grünen Regierung Kurz/Kogler kommt, lässt das einstige türkis-blaue ÖVP-FPÖ-Vorhaben, Südtirolern die österreichische Staatsbürgerschaft zu erteilen, bedauerlicherweise zeitweise entschwinden. Alle Zeichen deuten nämlich darauf hin, dass die jüngste Nationalratsentschließung sowie die österreichweite Umfrage, bei der sich 83 Prozent für die doppelte Staatsbürgerschaft der Südtiroler ausgesprochen haben, damit schubladisiert werden”, so der Obmann des Südtiroler Heimatbundes, Roland Lang.

“Laut soeben vorgestelltem Koalitionsabkommen kommt das Thema darin überhaupt nicht zur Sprache. Überdies gehört Außenminister Schallenberg – ein Berufsdiplomat, der als einziger Minister, der der bisherigen Übergangsregierung Bierlein angehörte, von der neuen Regierung Kurz/Kogler übernommen wird, nicht zu den Befürwortern des Projekts und lässt erwarten, dass er sich auch künftig nicht dafür einsetzen, sondern es bedauerlicherweise sogar beschweigen wird”, meint Roland Lang.

“Zudem wird sich der ÖVP-Teil der Regierung im Blick auf Südtirol mit Alibi-Themen, über die ohnehin jahrelang immer wieder substanzlos und ohne greifbare Ergebnisse gesprochen wurde (“Stärkung der Autonomie”/”Ausbau der Schutzfunktion” u. dgl. mehr) befassen, um dem Staatsbürgerschaftsthema aus dem Weg zu gehen. Der grüne Wiener Bundesregierungsteil  hat mit Sicherheit dafür gesorgt, dass die ablehnende Haltung der “geschwisterlichen” “interethnischen” Südtiroler Grünen/Verdi, die die österr. Grünen zu 100 % teilen, ihren dogmatischen Niederschlag im Koalitionsvertrag fand. Dass laut Umfrage durchgeführt im November 2018, die italienische Bevölkerung mehrheitlich mit 59 Prozent nichts gegen die Doppelstaatsbürgerschaft hätte, sei auch den Grünen nachgerufen”, kritisiert der Obmann des Südtiroler Heimatbundes.

“Die Verleihung einer Staatsbürgerschaft an eine österreichische Minderheit bleibt wann auch immer es geschehen wird, ein souveräner Akt unseres Vaterlandes. Da auf diese Möglichkeit laut der von der Gaismair Gesellschaft durchgeführten Meinungsumfrage mehr als 136.000 Südtiroler geduldig warten, wird diese Frage sicher auch weiterhin aktuell bleiben”, abschließend der Obmann des Südtiroler Heimatbundes, Roland Lang.

 

 

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Österreichische Staatsbürgerschaft: SHB bedauert"


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magari
magari
Grünschnabel
1 Monat 18 Tage

Wer oder was ist bitte der Südtiroler Heimatbund? Sind das die Schützen? SHB – noch nie gehört …

Sag mal
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Kinig
1 Monat 17 Tage

magari.🙄dann lass es.

luis p
luis p
Tratscher
1 Monat 18 Tage

Verlass(en) von Österreich

Sag mal
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Kinig
1 Monat 17 Tage

luis p.Nicht Österreich ist schuld ..das kriegten die Südtiroler Selbst gut hin.Sie wollen bei I bleiben(zu Viele davon)..und gönnen Andern nichts .

Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

das mit den 83 % ist ein Märchen und nützt gar NICHTS ! Das wird in Wien und Rom entschieden und DAS WARS 🙂

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 17 Tage

“Märchen” würde ich nicht sagen, sondern eher “Interpretationssache”.
Diejenigen, mit denen ich gesprochen hab, sagten sinngemäß “von mir aus,s’ist eh wurscht”. Das könnte man auch als befürworten auffassen.

Roland Lang
Roland Lang
Grünschnabel
1 Monat 17 Tage

Zugspitze947, hier das Märchen!!!!!!!!!!!!!!!!

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 15 Tage

Das Märchen ist, dass “damit einverstanden sein” durch “beführworten” ersetzt wurde.

In der Grafik fehlt leider die Angabe, wer die Umfrage organisiert wurde und wo befragt wurde.
Gibt es hierzu einen Link?

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