Von: luk
Bozen – Die Bozner Gemeinderatsfraktion der Grünen spricht sich erneut klar gegen Überlegungen aus, das Südtiroler Archäologiemuseum mit der Gletschermumie Ötzi auf den Virgl zu verlegen. Gemeinderat Rudi Benedikter fordert stattdessen, die bereits beschlossene Lösung am ehemaligen ENEL-Areal in der Dantestraße umzusetzen.
In einer Stellungnahme kritisiert Benedikter neue Spekulationen über ein mögliches „Ötzi-Mountain-Museum“ auf dem Virgl. Nach jahrelanger Standortsuche sei am Ende der Amtszeit von Bürgermeister Renzo Caramaschi gemeinsam von Land und Gemeinde der Standort im ehemaligen ENEL-Gebäude bestätigt worden. Benedikter fordert deshalb den Bozner Bürgermeister Claudio Corrarati sowie Landeshauptmann Arno Kompatscher auf, diese Diskussion zu beenden und konkrete Schritte zur Umsetzung dieses Projekts zu setzen.
Der Gemeinderat betont zudem, dass die Standortfrage des Archäologiemuseums und die zukünftige Entwicklung des Virgl zwei getrennte Themen seien. Auch mögliche Pläne des Unternehmers René Benko Schoeller für Grundstücke auf dem Virgl sollten nicht mit der Museumsfrage verknüpft werden.
Die Grünen schlagen stattdessen vor, den Virgl als Naherholungsgebiet für die Bozner Bevölkerung zu entwickeln. Bereits 2021 hatte die Gemeinderatsfraktion ein Konzept mit dem Namen „Bellaria“ vorgestellt, das ein natur- und landschaftsgeschütztes Erholungsgebiet vorsieht, das über eine Seilbahn vom Verdiplatz erreichbar sein soll.
Benedikter hofft, dass zukünftige Planungen für den Virgl stärker an den Bedürfnissen der Stadt und ihrer Bewohner ausgerichtet werden.




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