Von: luk
Bozen – Auf eine Anfrage des Team K-Abgeordneten Franz Ploner hat Landesrat Hubert Messner die Kosten des Südtiroler Sanitätsbetriebes für die Olympischen Winterspiele in Antholz offengelegt. Die Zahlen werfen laut dem Team K Fragen zur Wirtschaftlichkeit auf.
“Allein für fünf Flugrettungseinsätze (davon zwei im Nachtbetrieb) wurden 143.429 Euro ausgegeben – ein dedizierter Hubschrauber, obwohl Alternativen wie der reguläre Rettungsflugdienst von Bruneck oder Brixen sowie bodengebundene Einsätze zur Verfügung gestanden hätten. Dazu kommen rund 350.000 Euro für den bodengebundenen Rettungsdienst des Weißen Kreuzes, zuzüglich noch nicht bezifferter Kosten der CRI”, erläutert das Team K.
“Die Personalkosten belaufen sich auf fast 970.000 Euro (420.842 Euro für Ärzte, 546.420 Euro für Pflegepersonal) – wobei ein Großteil des Personals bereits fest beim Sanitätsbetrieb angestellt ist und zusätzlich zahlreiche Freiwillige im Einsatz waren. Für medizinische Geräte (Ultraschall, Röntgen, Labor) wurden 188.407 Euro investiert – wohin genau diese Geräte nach den Spielen verteilt wurden, bleibt unklar, eine Nachverfolgung nach Struktur fehlt. Auch bei den Infrastrukturkosten von 372.655 Euro ist laut Landesrat ‘eine Auflistung nach Standort nicht möglich'”, bemängelt das Team K.
Besonders auffällig sei: “Die Stiftung Milano-Cortina erstattet dem Sanitätsbetrieb lediglich 486.680 Euro – ein Betrag, der ursprünglich für das medizinische Leitungsteam vorgesehen war. Angesichts von Gesamtkosten, die schon jetzt bei über 2 Millionen Euro liegen (Endabrechnung steht noch aus), erscheint die Rückerstattung minimal. Dass die medizinische Versorgung bei einem solchen Großereignis gewährleistet sein muss, steht außer Frage. Doch die vorliegenden Zahlen werfen die berechtigte Frage auf, ob mit den öffentlichen Geldern wirklich umsichtig gewirtschaftet wurde – oder ob hier, wie so oft, Geld ausgegeben wurde, ohne genau nachzurechnen”, so Ploner.




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