"Südtiroler Familien oft verschuldet"

Pöder bezeichnet SVP-Wahlwerbung zu Eigenheim als zynisch

Sonntag, 05. August 2018 | 16:36 Uhr

Bozen – Als „zynisch“ bezeichnet der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder (BürgerUnion) die Wahlwerbung der SVP, in der diese behauptet, dass 70 Prozent der Südtiroler „im Eigentum“ leben würden.

„Das Wohnungseigentum gehört oft den Banken, Südtiroler Familien sind im Durchschnitt mit 23.000 Euro privat bei Banken verschuldet. Häufig geht es dabei um Wohnbaukredite. Insgesamt haben alle Südtiroler Familien laut Daten der Banca d‘Italia einen privaten Schuldenberg bei den Banken von fünf Milliarden Euro – und hier sind Kredite bei Bankinstituten außerhalb Südtirol noch gar nicht eingerechnet“, erklärt Pöder

Es stimme, dass aufgrund der Südtiroler Wohnbauförderung, die so noch auf Alfons Benedikter und Rosa Franzelin zurückgeht, sich viele ein Heim errichten oder kaufen können. Aber gehört es ihnen allen auch? Laut BürgerUnion müssten sich viele fürs Eigenheim hoch verschulden und hart arbeiten. Diese Verschuldungszahlen hätten sich in den letzten Jahren verschlechtert. Vor Jahren noch sei die Verschuldung der privaten Haushalte mit rund 19.000 Euro angegeben worden.

„Die Tatsache, dass alles gestiegen ist bis auf die Löhne, wirkt sich natürlich auf die Schuldensituation der privaten Haushalte aus. Von ‚Eigentum‘ kann man deshalb nicht in allen Fällen wirklich sprechen. Wohnen ist in Südtirol extrem teuer. Die Wohnbauförderung hat diese Situation deutlich angeheizt. Man hätte viel früher etwas gegen diese hohen Wohnpreise unternehmen müssen und man hätte viel früher Mietkauf-Modelle oder Bausparmodelle entwickeln müssen“, so Pöder.

Der Abgeordnete der BürgerUnion kritisiert auch die „viel zu späte Reaktion der Landesregierung auf die ständig steigenden Bau- und Wohnpreise“. „Die im neuen Raum Ordnung Gesetz vorgesehene Preisbindung leider Ausweisung von Wohnbaugrund ist leider nur halbherzig und kommt zu spät“, meint Pöder.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Pöder bezeichnet SVP-Wahlwerbung zu Eigenheim als zynisch"


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Mastermind
Mastermind
Superredner
16 Tage 4 h

Von Eigentum kann man nie Sprechen die ganzen Steuern, die man für ein Haus zahlt, für das was mir gehört zahle ich keine Steuern. Man spricht eigentlich nur von einem Besitzrecht, aber der Staat kann die mit “Entschädigung” enteignen.

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
15 Tage 23 h

Mir wurde ein Grund von einer Gaunergemeinde zu 85 % enteignet. Dafür zahlte die Gemeinde netto 44.000 € aber für die Berechnung der IMU wurde der Grundwert mit 196.000 € gerechnet

m69
m69
Universalgelehrter
15 Tage 22 h

Krakatau @

Sauerei!!!!
🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷🐷

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
15 Tage 14 h

@krakatau Da würde ich mich aber gewaltig wehren-SAUEREI!

Loewe
Loewe
Superredner
16 Tage 2 h

Ich weiß nicht warum, aber ich habe gehört, dass seit der Einführung der Wohnbauhilfen durch das Land die Wohnungspreise gestiegen sind.

Meiner Meinung wäre besser und viel unbürokratischer die Steuern auf Lohnabgaben und die Einkommensteuern stark zu reduzieren und keine Beiträge mehr auf Wohnungskauf mehr!

Und natürich Reduzierung aller Lohnnebenkosten, damit man mit einem Gehalt und in der Folge mit der Rente viel besser leben kann!

m69
m69
Universalgelehrter
15 Tage 23 h

Loewe @

So sehe ich das auch, das gleiche gilt für die Mitbeihilfen, sollten abgeschafft werden.
Es verzerrt nur den Markt!
Vor allem bei der ausländischen Bevölkerung, wo meist nur eine Person arbeitet (vor allem im Niedriglohnsektor) und meisten die Frau auf die Kinder 3+ aufpasst, kommen in den Genuss der Mietbeihilfe.
Das wissen natürlich auch die Vermieter und drücken die Miete fleißig nach oben!
Die Familie bekommt eh die Mietbeihilfe.

PS. Liebe Hater u. Linke, gerne nehme ich ein paar Dislike entgegen! 😎

traktor
traktor
Universalgelehrter
16 Tage 3 h

traurig ist das öffentliche stellen zum teil so schlecht honoriert werden das keine familie davon leben kann, geschweigedenn ein eigenheim bauen…
und dann reden vom eigenheim…zum kitzen

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
15 Tage 14 h

Dies alles ist “Augenauswischerei der SVP” Hoffentlich bekommt sie das bei den Herbstwahlen zu spüren,denn die Südtiroler/innen klnnen auch rechnen!!! 

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
15 Tage 23 h

Wenn die Bürokratie für die Aufstockung einer Wohnung bei einem bestehenden Haus schon 40.000 € kostet ist die “Wohnbauhilfe” ein Spott. Was ist mit dem schon lange versprochenen Bürokratieabbau ?

Storch24
Storch24
Tratscher
15 Tage 14 h

Herr Pöder hat immer was zu reklamieren, was andere machen . Nur ER ist gut. Do sieht es jedenfalls er.

m69
m69
Universalgelehrter
15 Tage 12 h

Storch24@

… in der Tat, er  ist besser als viele der SVPD Regierung, dass wirs sich dann auch im Herbst zeigen! Vielleicht sind diesmal 2 Mandate drinn??? 👍👍😊😊

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
15 Tage 14 h

Kann mir jemand zum heutigen Zeitpunkt erklären,welche junge Familie sich überhaupt noch ein Eigenheim leisten kann mit diesen exorbitanten Kosten?? Wenn nicht mindestens 100.000 Euro flüssig sind,sind sie vor dem Kauf schon finanziell “TOT” und die Bank lacht! Und die SVP schläft!

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