Land fordert insgesamt zehn Millionen

Prozesslawine: Führungskräfte wehren sich gegen Rückzahlung

Donnerstag, 20. Juni 2019 | 08:03 Uhr

Bozen – Auf das Land rollt eine Prozesslawine zu, berichtet das Tagblatt Dolomiten. Denn: Viele Ex-Führungskräfte wollen nicht hinnehmen, dass sie Zulagen, die ihnen in Arbeitsverträgen zugestanden wurden, zurückzahlen sollen.

„Das ist wie wenn man vor zehn Jahren eine Wurstsemmel gekauft hat und sie jetzt wieder zurückgeben soll, obwohl sie längst aufgegessen ist“, erklärt der ehemalige Direktor der Laimburg, Josef Dalla Via laut „Dolomiten“.

Über Jahrzehnte gingen in Südtirols öffentlichem Dienst pro Jahr fünf Prozent der Führungskräftezulage ins Grundgehalt über und wurden auch dann beibehalten, wenn die Betreffenden keinen Führungsauftrag mehr innehatten.

Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts stellt das Land die Zahlung dieser Zulagen nicht nur ein, sondern fordert rückwirkend bis 2009 von 600 bis 800 Landesangestellten und 250 Mitarbeitern im Sanitätsbetrieb rund zehn Millionen Euro zurück.

Mehr lest ihr in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts Dolomiten!

 

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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49 Kommentare auf "Prozesslawine: Führungskräfte wehren sich gegen Rückzahlung"


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denkbar
denkbar
Kinig
28 Tage 4 h

Eingeführt in der Ära Durnwalder dürfen nun alle Blüten die nichts dafür können. Jene ins verbockt haben, werden nicht zur Verantwortung gezogen. Allein deshalb halte ich Politikergehälter für weit überzogen. In jedem anderen Beruf muss man für die eigenen Fehler gerade stehen.

hundeseele
hundeseele
Tratscher
28 Tage 3 h

…treffend formuliert!!!

alpenfranz
alpenfranz
Tratscher
28 Tage 3 h
@denkbar 5 % ist brutal viel, eine Frechheit. natürlich viel zu viel. Allerdings gilt folgendes zu bedenken: ich entscheide mich für eine Landesstelle, weil es für mich in der Summe aller Leistungen attraktiv ist…wenn jetzt die Bedingungen einseitig geändert werden und wie hier auch noch rückwirkend, dann find ich das nicht ok, vor allem für jene welche keine Führungspositionen bekleiden. Beispiel: ein Koch entscheidet sich zu unterrichten und fängt mit 1.350 Euro an statt, ich sag Mal, im Durchschnitt 3.500 Euro in der Privatwirtschaft, da er mehr Freizeit für die Familie möchte. nach 15 Jahren bekommt er ca. 1.850 euro.… Weiterlesen »
falschauer
falschauer
Universalgelehrter
28 Tage 4 h

der vergleich mit der wurstsemmel hinkt gewaltig, wenn ich etwas erhalten habe was mir nicht zusteht dann muss ich es zurückgeben auch wenn ich es in der zwischenzeit verpulvert habe, ist wohl klar oder? wo ist das problem?

Savonarola
28 Tage 3 h

@ falschauer

das Problem ist, dass diese Bestimmungen jahrzehntelang von keiner Gerichtsbehörde, auch nicht vom Rechnungshof, beanstandet worden sind. Die Reinemacher von heute sind also die ersten, die falsches Vetrauen auf die Rechtmäßigkeit dieser Situation erweckt haben. Auch das ist nicht gerecht.

mithirnundherz
mithirnundherz
Tratscher
27 Tage 5 h

genau i mus a stoire zruck zohl wenne ziviel kriog honn und die hente aukeb hon obwohle eigntlich na sogn gwkennt hat…

Sommerschnee
Sommerschnee
Tratscher
28 Tage 4 h

Warum eine Führungskraft-Zulage ausbezahlen, wenn die Person keine Führungskraft ist! 🤔
Das wäre ja noch schöner.

der Vinschger
der Vinschger
Superredner
27 Tage 14 h

Jo eibn, zrugzohln des Geld und basta!

Lana77
Lana77
Superredner
28 Tage 4 h

Isch richtig sou. Jeder ondere dear fen Lond/Stoot eppes kriag wos ihm nit zuasteat muases a zrugzohln. Zem frog a niamend obs Geld nou ummer isch oder nit. A Zualoge weiter kassiern zu kennen für an Posten denn men nimmer überhot isch sowiso lächerlich und fe Grund auf folsch.

Sag mal
Sag mal
Kinig
27 Tage 20 h

die dümmste Ausrede überhaupt.Zurückzahlen ohne Wenn und Aber.

wellen
wellen
Superredner
28 Tage 3 h

Logisch prozessieren! Schun extra. Protest ! Mit dem besten Anwalt auch noch. Das Land muss spüren dass es sich solche Fehler nicht leisten kann. Und den normalen Krankenpflegerinnen einen Kaffe geben…aber nur im Stehen!

ikke
ikke
Tratscher
28 Tage 2 h

Ich wäre manchmal froh wenn ich die Zeit hätte einen Kaffee im stehen zu bekommen!!!

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
27 Tage 21 h

muasch di holt a bissl schleinen ,noar kimsch a dorzua

Fahrenheit
Fahrenheit
Tratscher
28 Tage 4 h

Naja, ob das am Ende klappt, Beträge von 10 Jahren zurückzubekommen? Diese Zulage gehört im Sinne der Gerechtigkeit natürlich sofort abgeschafft. Es wäre das Mindeste, dass das jetzt wirklich durchgezogen wird, denn wer einen Führungsauftrag nicht mehr inne hat, soll auch nicht mehr dafür bezahlt werden! Der Herr Landeshauptmann und seine Kollegen hingegen machen sich anscheinend schon Gedanken, wie man diese Zulage so ändern kann, dass sie trotzdem weiterhin auszahlen kann. Wahrscheinlich wird sie dann halt einfach umbenannt. DAS wäre der Gipfel an Unverfrohrenheit!

Savonarola
28 Tage 35 Min

Wenn das so ist, werden nun noch weniger Menschen bereit sein, in der öffentlichen Verwaltung Verantwortung zu übernehmen.

Lana77
Lana77
Superredner
27 Tage 21 h

Welche Verontwortung bitte ???
Egal wos für an Bock de a schiassn, es werd decht nia kuaner zur Rechenschoft gezouchn. Also, welche Verontwortung ?

Savonarola
27 Tage 19 h

@Lana77

eine Führungskraft hat immer Verantwortung.

mithirnundherz
mithirnundherz
Tratscher
27 Tage 5 h

selcha leit brauchts et wosn la is geld schmeckn

efeu
efeu
Superredner
27 Tage 4 h

@Savonarola
na dass i net loch welche Verantwortung jeder schiebst den anderen zu

denkbar
denkbar
Kinig
28 Tage 4 h

Bluten! Verflixt!

Savonarola
28 Tage 4 h

weitere Beispiel dafür, wie diese Politik ihre eigenen Angestellten im Stich lässt, ohne den geringsten Versuch einer Lösung.

kik
kik
Tratscher
27 Tage 17 h

welche volksschule hast du besucht??

Costa
Costa
Tratscher
28 Tage 2 h

Soweit ich weiß, ist ein Vertrag ungültig, wenn eine Klausel nicht gesetzkonform ist.
Bei Pensionisten werden zu Unrecht ausgezahlte Beträge ja auch wieder eingeholt.

der Vinschger
der Vinschger
Superredner
27 Tage 14 h

Eibn, hem gibs a kuan Zweifel!

Angel
Angel
Grünschnabel
28 Tage 3 h

Es kann nicht sein, dass man Kolektivverträge anfechtet auf zurückzahlung. Man kann darüber diskutieren ob die Zulagen gerechtfertigt sind, aber wenn schon jemand zurückzahlen muss, dann wäre es an unseren sehr gut ( überbezahlten) Politiker abzukassieren. Die haben die Kollektivverträge unterzeichnet. Wenn das durchgeht befürchte ich, dass dies dann auch andere Sparten zb. Handwerker, Gastgewerbe usw. treffen wird. zum Beispiel mit Freistunden. Ich glaube unsere Landes…….. spielen Robin Hood in umgekehrter Weise. Sie Nehmens den Armen ( kleinen) und gebend den GROSSEN die schon Supergehälter haben. Ich finde das alles zum k………

iluap
iluap
Grünschnabel
28 Tage 2 h

Sicher können die Angestellten nix dafür, haben aber trotzdem Bezüge erhalten die Ihnen nicht mehr zustehen. Wenn einige schon das Geld verjubelt haben dann soll ihnen halt vom jetztigen Lohn monatlich etwas abgezogen werden. Meiner Mutter die die Mindestrente hatte wurden von seiten der INps einaml zuviel überwiesen, wurde ihr dann anschließend als der Fehler bemerkt wurde ganz einfach monatlich von der Rente abgezogen, so einfach ist das. Jedenfalls die Verantwortlichen die führ die Löhne zuständig sind müssten auch irgendwie zur Rechenschaft gezogen werden.

mithirnundherz
mithirnundherz
Tratscher
27 Tage 5 h

jo wie konn manen eigentlich ban a rente fehler mochn eppa geld wäscherei weil normal krig man wo olm gleich viel…

jomai
jomai
Grünschnabel
28 Tage 4 h

maa dai…waruuuum….kann nicht einfach die mehrwertssteuer oder die arbeitnehmer einkommenssteuer etwas erhöht werden? warum müssen wir amici das zahlen!

Mikeman
Mikeman
Kinig
28 Tage 3 h

@ falschauer
 Korrekt , die sind allesamt regelrecht mitschuldig denn sie hatten es gewusst aber  verschwiegen. Wenns um Ehrlichkeit geht siehts meist traurig aus.

knedlfanni
knedlfanni
Tratscher
28 Tage 4 h

Nein, Das ist wie, wenn man vor zehn Jahren, jeden Monat eine Wurstsemmel geschenkt bekommt, obwohl sie einem nicht zusteht, und dannach jammert, wenn sie einem genommen wird!!😂 un dzum glück reden wir nur von einer wurstsemmel, nicht etwa von ein paar tausende euros💩🙈🙊

Staenkerer
27 Tage 21 h

wenn des lond kloanen ungstelltn johrelong an zusotz auszohlt von dem sich im nochhinein außerstellt das se nit gesetzeskonform woe, glabsch sem fordern sie es nit a zrugg?

cooler Typ
cooler Typ
Tratscher
28 Tage 3 h

Wir bezahlen Führungskräfte einen Aufschlag? Wofür bekommen sie ihr fettes Gehalt?

ausischmeiser
ausischmeiser
Grünschnabel
28 Tage 2 h

zrugzohln und bassta

Boerz
Boerz
Grünschnabel
28 Tage 3 h

ich sehe das so: Jemand hat damals diese “Vergütungen” eingeführt und in dieser form… der oder dijenigen sollen jetzt bitte verantwortung tragen und PERSÖNLICH dafür mit ihren VERMÖGEN geradestehen und zahlen Punkt sonst ist es wie bei den Rentner jemand macht einen Fehler und der Rentner muss zahlen völlig unfähr!!

ausischmeiser
ausischmeiser
Grünschnabel
28 Tage 2 h

dei miasn mintesdens die helfte zrugzohln und sel isch anu za wianig des sein imerhin insra stuirgeldr.dei hom mit dr helfte nou mear als zu lebn

Ingalingreichts
Ingalingreichts
Grünschnabel
27 Tage 23 h

I honn mi olm schun gwundert, brum sie die zulage noch erhaltn obwohl sie nicht mehr Führungskräfte sind! Aus welchem Grund auch immer.. niamend kriagt ebbes gschenkt, für wos er nix mear leistet! Auf olle fäll zrug zohln!

denkbar
denkbar
Kinig
28 Tage 4 h

Dürfen nun alle buten sollte das heißen!

ikke
ikke
Tratscher
28 Tage 2 h

????????

vitus
vitus
Tratscher
28 Tage 14 Min

haften sollen jene personen, die überhaupt sonderregelungen ermöglicht haben. nicht die einzelne person, die laut arbeitsvertrag das geld zustand. würde auch nicht nein sagen, wenn ich durch sonderregelungen mehr bekommen würde, auf die ich gar nicht gekommen wäre, aber in südtirol von der politik eingeführt wurden!

Savonarola
27 Tage 16 h

in der ganzen Sache ist der wichtigste Aspekt total untergegangen: die im Autonomiestatut vorgesehene primäre Zuständigkeit des Landes für sein Personal ist nur mehr toter Buchstabe. Weitere Begräbnisse werden folgen.

denkbar
denkbar
Kinig
27 Tage 14 h

Danke Salvini und co!

Savonarola
27 Tage 14 h

@denkbar

nein, das ist seit mindestens 10 Jahren so, dass das Land vor dem Verfassungsgerichtshof immer nur einstecken muss

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
28 Tage 4 h

Wor wohl nichts Onderes zu erwortn !

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
27 Tage 22 h

Wer diese Situation verursacht hat, sollte zur Kasse gebeten werden. Von selbst werden solche Zulagen wohl nicht entschieden, sondern wohl eher angeordnet.

Michl77
Michl77
Neuling
27 Tage 21 h

Gut so, sie sollen das Geld natürlich zurück zahlen, war immerhin ein ungerechtfertigte Zulage. Dazu sind es noch Steuergelder, der Wahnsinn, wie mit unseren Geldern umgegangen wird!

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
27 Tage 21 h

die öffentlichkeit soll für des zohln wos geleistet werd und net fürs schmarotzen

Parteikartl
Parteikartl
Grünschnabel
27 Tage 19 h

Die Pension falsch berechnet, in fünf Jahren 30.000,00€ zuviel vom INPS ausbezahlt.
Was glaubt ihr wie die Sachlage ist?
Ohne Wenn und Aber ZURÜCKZAHLEN!
Ohne gesetzliche Grundlage Zulagen kassiert, ist dasselbe.

nuisnix
nuisnix
Superredner
27 Tage 21 h

Politiker ist anscheinend einer der wenigen “Berufe”, bei denen man kaum mal zur Rechenschaft gezogen wird, wenn man es gewaltig verbockt…
Eigentlich müsste der Rechnungshof die zuviel ausbezahlten Summen ja von jenen Verwaltern zurückholen, die diese Regelung geschaffen haben – genauso von den nachfolgenden Verwaltern, die diese Regelung angewandt und nicht gestrichen haben.
Dann würde es zumindest die Richtigen treffen…

Die nachträgliche Änderung der Spielregeln wird ja gerade von diesen Verwaltern (bei den Rentenauszahlungen) angefochten bis aufs Unterhemd!

Aber – wie sagt der Sarner so schön?
“Quod licet iovi non licet bovi”

inni
inni
Grünschnabel
27 Tage 18 h

gottseidank müssen jene, die diesen Schlamassel verursacht haben, ordentlich blechen. 17 Personen wurden vom Rechnungshof zu Geldstrafen verurteilt, die von 5.000 € bis 180.000 € liegen. Letztere Höchststrafe wurde dem ehemaligen Personalchef aufgebrummt, dessen Verantwortlichkeit an dem Gesetzesverstoß mit 30 Prozent befunden wurde. Hoffentlich bleibt dieses Strafurteil des Rechnungshofes auch in nächster Instanz aufrecht.

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