"Bürgerbeschwerden häufen sich"

Rabensteiner kritisiert Führung des NISF/INPS in Bozen und fordert deutsche Leitung

Montag, 02. Februar 2026 | 10:42 Uhr

Von: luk

Bozen – Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Hannes Rabensteiner, übt scharfe Kritik an der aktuellen Führung des NISF/INPS in Bozen und fordert eine vollwertige deutsche Führungskraft an der Spitze der Landesdirektion. Anlass ist der kürzlich veröffentlichte Wettbewerb für eine Führungsposition, der laut Rabensteiner nicht den ursprünglich zugesagten Ausgleich für die deutsche Sprachgruppe darstelle.

Nach der Ernennung des Italieners Gabriele Giancamilli aus Trient zum Landesdirektor im Sommer 2023 sei im Einvernehmenskomitee vereinbart worden, einen deutschen Vizedirektor zu bestellen. Der nun ausgeschriebene Wettbewerb betreffe jedoch lediglich eine Führungskraft der zweiten Ebene, die dem Direktor klar unterstellt bleibe. Von einem echten Ausgleich könne daher keine Rede sein, so Rabensteiner.

Der Abgeordnete verweist zudem auf zahlreiche Bürgerbeschwerden über mangelnde Zweisprachigkeit, Defizite im Bürgerservice und Probleme im Führungsstil der Bozner INPS-Direktion. Entsprechende Schreiben an die Generaldirektion in Rom seien bislang unbeantwortet geblieben. Kritisch sieht Rabensteiner auch die kürzlich erfolgte Verlängerung des Mandats von Giancamilli um weitere drei Jahre und fordert Transparenz über die Entscheidungsgrundlagen.

Rabensteiner bekräftigt seine Forderung nach einer deutschen Führung des NISF/INPS in Südtirol, die die Autonomie respektiere und die sprachlichen Rechte der Bürgerinnen und Bürger wahre.

Bezirk: Bozen

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