Land Südtirol drängt bei Corona-Maßnahmen auf Lockerungen

Regeln der “gelben Zone” als Ziel – VIDEO

Dienstag, 13. April 2021 | 17:00 Uhr

Bozen – Das Infektionsgeschehen unter Kontrolle, zügig voranschreitende Impferfolge, dazu die möglichst breite Teststrategie: Südtirol hätte die Voraussetzungen, weitere Schritte der Öffnung zu setzen. Allerdings sind dafür ein paar Knoten in Rom zu lösen: Dies die Situation, mit der sich die Landesregierung in heute auseinandergesetzt hat.

Wie Landeshauptmann Arno Kompatscher in der Pressekonferenz nach der Sitzung berichtete, wolle die Landesregierung weitere Öffnungen ermöglichen, begleitet von einem massiven Testprogramm mit zwei Pre-Screening- Antigentests pro Woche für alle Beschäftigten in der Privatwirtschaft und öffentlichen Verwaltung: “Das haben wir Ende März mit den Sozialpartnern vereinbart (siehe Bericht) und mit dem sogenannten Nasenflügeltest-Pilotprojekt in Schulen und bei sportlicher Aktivität in Vereinen erprobt.” Damit würde auch eine schrittweise Öffnung der Gastbetriebe in greifbare Nähe rücken, eventuell verbunden mit einem Corona-Pass, der für zusätzliche Sicherheit sorgen soll.

Regeln der “gelben Zone” als Ziel

Dafür sind allerdings einige Hürden in Rom zu nehmen. Das Hauptproblem: Das Gesetzesdekret des Ministerrats vom 1. April lässt im gesamten Staatsgebiet nur mehr die strengen Regeln der sogenannten roten und orangen Zonen zu. “Südtirol hätte nun die Voraussetzungen, die Regeln der gelben Zone anzuwenden und damit zumindest einige Lockerungen anzugehen”, argumentiert der Landeshauptmann. Dafür setzt sich die Landesregierung derzeit ein: So hat der Landeshauptmann Ministerpräsident Mario Draghi schriftlich ersucht, “für Südtirol eine Ausnahme zu genehmigen, wie sie im genannten Gesetzesdekret vorgesehen ist”, und macht dafür drei Faktoren geltend: “Italienweiter Spitzenwert bei der Impfrate, massivstes Testen und – trotz dieser hohen Testrate – weiterhin niedrige Inzidenzzahlen von rund 140, verbunden mit verkraftbarem Druck in den Spitälern. Landeshauptmann Kompatscher fordert nun eine rasche Entscheidung des Ministerrates: “Er soll die Pre-Screening-Tests als begleitende Vorsichtsmaßnahme im privaten Bereich anerkennen, so wie in vielen europäischen Ländern und Regionen bereits Praxis. Und wir wollen in Südtirol die weniger einschränkenden Regeln der gelben Zone anwenden können.” Die Verhandlungen laufen in den kommenden Tagen weiter.

Öffentliche Testmöglichkeiten ausbauen 

Solange das Selbsttesten für den privaten Gebrauch nicht anerkannt ist, will die öffentliche Hand zumindest die Möglichkeiten des öffentlichen Testens ausbauen, etwa durch weitere Teststationen mit kostenlosem Antigen-Schnelltest. “Denn”, so Kompatscher, “jeder Test mehr ist ein Beitrag zu weniger Infektionen. Daher wollen wir ermöglichen, dass sich möglichst viele Menschen möglichst oft testen lassen: Für den Gang zur Arbeit, aber zum Beispiel auch, um sich bei der Geburtstagsfeier der Kinder oder mit den Verwandten sicherer treffen zu können.”

In der heutigen Pressekonferenz ermunterte der Landeshauptmann die Privatwirtschaft zu “etwas mehr Mut, selbst nach Möglichkeiten der Umsetzung zu suchen”. Ähnlich wie im Schulbereich sei klar: “Die Politik muss die nötigen Rahmenbedingungen schaffen. Dann braucht es aber auch den Willen der in diesen Bereichen Tätigen selbst, sich daran zu beteiligen und Lösungen zu finden.” So sehe er in der Privatwirtschaft durchaus Potenzial, in einigen Fällen die Sicherheitsprotokolle anzupassen und damit eine Öffnung zu ermöglichen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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22 Kommentare auf "Regeln der “gelben Zone” als Ziel – VIDEO"


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EviB
EviB
Superredner
22 Tage 17 h

Ich höre immer nur testen testen testen.
Wie wärs mal langsam mit impfen impfen und öffnen?

Ich hoffe doch stark dass die Tests absolut FREIWILLIG bleiben!

halihalo
halihalo
Superredner
22 Tage 16 h

die bleiben sicher freiwillig so wie immer ,
man darf sonst nur nicht arbeiten oder nur von zu Hause , ungefähr so wie es in der Schule gelaufen ist😅

Staenkerer
22 Tage 15 h

i loss mi a lei impfen do i in verdocht honn, das man in zukunft ohne impfposs eingschrenkt werd und das spätestens sem nor olle impfn lossn welln!
so loss ibmi impfn, wenn se schun moanen! lei sollte man damit a bisl mehr “freiheit” zuagstonden kriegn!

xyz
xyz
Superredner
22 Tage 12 h

Und was ist so ychlecht daran?

Ingalingreichts
Ingalingreichts
Tratscher
22 Tage 12 h

maske, test usw. trotz impfung bleibt erhalten

picman
picman
Grünschnabel
22 Tage 15 h

ich möchte mal wissen wie oft sich der Landeshauptmann, die Landesregierung sowie der Rest der Politiker und ihre Mitarbeiter testen lassen.

Ingalingreichts
Ingalingreichts
Tratscher
22 Tage 12 h

u. impfn

Jesse19
Jesse19
Neuling
22 Tage 17 h

… und wieder KEIN Wort zur Öffnung der Grenze nach Österreich!! Solang die nicht offen sind, sehe ich schwarz dass sich eine Hotelöffnung auszahlt. Auch die Öffnung der Bars / Restaurants bis 18 Uhr macht ohne Touristen / Gästen keinen Sinn – wer hat schon von 8-18 Uhr Zeit in einer Bar zu sitzen?! Und die, dies können weil sie gerade keine Arbeit haben, möchten wahrscheinlich auch lieber wieder geregelt einem Beruf nachgehen…

Chrys
Chrys
Tratscher
22 Tage 14 h

Die Grenzen kann nicht Suedtirol öffnen sondern das macht (leider) der Staat. Zudem kann man die Grenzen nicht in Einbahnregelung öffnen sondern beide, oder auch mehrere Staaten müssen sich daran beteiligen. Deutschland überlegt ja schon das Ausreisen bis 15. Juni zu beschränken.

Ronja Raeubertochter
21 Tage 23 h

@Chrys da Südtirol für die Schweiz Grenzgebiet ist dürfen wir seit den Grenzöffnungen im letzten Juni problemlos wieder-einreisen. Dank der 5-Tage-Quarantäne-Regel die neu in Italien gilt wird aber kaum jemand kommen…

Herbert01
Herbert01
Grünschnabel
22 Tage 17 h

Südtirol hat schon lange die Voraussetzungen für die gelbe Zone. Leider mußten wir ja um das Vielfache der anderen Provinzen und Regionen testen. Die konnten waren dann meist in gelber oder oranger Zone und wir sind schon seit Anfang November fast durchgehend in roter Zone. Und was hat es gebraucht? Nicht. Danke LH. 

Tiger 56
Tiger 56
Neuling
22 Tage 15 h

i bin lai naigierig wia des in a bar gian soll, wenn i lai schnell an kaffee trinkn will und afs ergebnis fan tescht 15 minutn wortn muiss

allesnurzumschein
allesnurzumschein
Superredner
22 Tage 16 h

Wir sind einfach…..DIE BESTEN 👍🤪🤦

bauer-franz
bauer-franz
Neuling
22 Tage 13 h

Dia gonzen leeren versprechungen…kuaner fa die Politiker isch in Stond di Wohrheit zu sogn. Ober ollaweil mea Stuirgelder kassiern und gscheid Reidn..
Des isch nimmer trogbor….

Norbitron
Norbitron
Neuling
22 Tage 13 h

Einen schönen Anzug hat er an der LH.
Jaja wer hat der tut.

Storch24
Storch24
Kinig
22 Tage 12 h

Ganz einfach. Politikwissenschaft studieren.
Aber richtig. Trotzdem haben nicht alle einen guten Geschmack

Storch24
Storch24
Kinig
22 Tage 14 h

Bozen will in Zukunft nur die positiven PCR Tests an Rom weiterleiten. Antigentest nicht mehr.
Also in Zukunft nur ! Mehr Antigentest machen uns wir werden weiß

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
22 Tage 14 h

Hallo @Storch24,

das ist so nicht richtig.
Die positiven Antigentests werden weiterhin gezählt und als Indikator für das Infektionsgeschehen veröffentlicht.

Aber offiziell nach Rom werden nur noch PCR-Bestätigte Fälle gemeldet, damit wird die Vorgehensweise von D und A übernommen. Hat auch einen simplen Grund, PCR ist zertifizierte Labordiagnostik.
Antigen? In D schiessen diese Testzentren wie Schwammerl aus dem Boden und weil die Gewinn machen wollen wird der billigste Test eingekauft.
Man sagt auch die arbeitslose Disko-Türsteherszene hat sich in diesem Geschäft eingenistet. Deswegen war D nie so bescheuert und hat einen Pfifferling auf positive Antigen gegeben in den offiziellen Statistiken

Auf Wiedersehen in Südtirol

Storch24
Storch24
Kinig
22 Tage 12 h

Hallo Andreas , Südtirol soll nicht die Vorgehensweise von D oder A übernehmen, sondern die von Italien.
Und Italien verlangt auch Meldung über positive Antigentest. Ob es alle machen sei dahin gestellt

Hupsstupspups
Hupsstupspups
Tratscher
22 Tage 14 h

Noch 3 Jahre geschlossen halten!!!

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
22 Tage 15 h

Draghi ist sicher kein kompromissbereiter Mann, das zeigt seine Karriere welche er gemacht hat! Ein mittendrin und Gefälligkeiten wird es bei ihm nicht geben.

xyz
xyz
Superredner
22 Tage 12 h

Warum kann sich nicht jeder Bürger 1x wöchentlich testen-dafür kann er shoppen, ins Restaurant, Schule, Sport usw…
Das wäre eine Lösung die auch auf lange Sicht machbar wäre.
Die Impfungen werden in den kommenden Wochen sehr ins Stocken geraten… Astrazeneca darf an unter 60 jährige nicht verimpft werden, J&J wurde in den USA wieder gesperrt..und von den andern gibt es zu wenige…

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